Studieren in Bamberg
Bayern · Mittelstadt
Bamberg ist mit rund 80.000 Einwohnern und etwa 13.000 Studierenden der Otto-Friedrich-Universität eine kleine, aber stark uni-geprägte Stadt. Die vollständig erhaltene Altstadt ist seit 1993 UNESCO-Welterbe und prägt das Stadtbild mittelalterlich-barock. Die katholisch-fränkische Brauereitradition (Rauchbier, neun Stadtbrauereien) ist eng mit dem Alltagsleben verwoben.
Über die Stadt
Bamberg liegt im fränkischen Becken an der Regnitz, wenige Kilometer vor deren Mündung in den Main-Donau-Kanal. Die vollständig erhaltene mittelalterlich-barocke Altstadt ist seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe und gehört zu den am besten konservierten historischen Stadtzentren Mitteleuropas. Der Dom mit den vier Türmen, die Neue Residenz, der Alte Rathaus mitten auf einer Brücke und die Fischerhäuser am Regnitzufer — das sogenannte Klein-Venedig — prägen ein Stadtbild, das Touristen aus aller Welt anzieht und das Studieren in historischer Kulisse ermöglicht.
Die Otto-Friedrich-Universität verfolgt bewusst das Konzept „Universität in der Stadt“: Alle vier Fakultäten — Geistes- und Kulturwissenschaften, Humanwissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie Informationstechnik — sind in restaurierten Innenstadtgebäuden untergebracht, nicht auf einem Außencampus. Das verleiht dem Universitätsalltag eine ungewöhnliche Nähe zur Stadtgesellschaft; Seminare, Mensa und historischer Marktplatz liegen fußläufig beieinander. Das ehemalige ERBA-Textilgelände auf der ERBA-Insel in der Regnitz wurde in den vergangenen Jahren zu einem modernen Wohn- und Studienareal umgebaut; rund 400 Studierende wohnen dort in Wohnheimplätzen des Studierendenwerks Würzburg, das in Bamberg insgesamt rund 1.000 Betten in mehreren Anlagen betreibt.
Das soziale Leben der Studierenden dreht sich nicht um Clubs, sondern um Brauereigasthöfe und Bierkeller: Die neun Stadtbrauereien — darunter Schlenkerla mit seinem charakteristischen Rauchbier — sind fester Bestandteil des Bamberger Alltags. Das Sandgebiet rund um die obere und untere Sandstraße bildet das informelle Ausgehviertel der Stadt mit Bars und Kneipen dicht an dicht. Das jährliche Sandkerwa-Volksfest im August verwandelt das Viertel in eines der größten Freiluftfeste Bayerns. Sportlich setzt Bamberg Maßstäbe: Der Basketballverein Brose Bamberg hat sich den Spitznamen „Freak City“ verdient — die Begeisterung für das Team verbindet Stadtgesellschaft und Studierende.
Für Studierende, die eine kompakte, historisch geprägte Universitätsstadt bevorzugen, in der sich fast alles zu Fuß oder per Rad erledigen lässt, ist Bamberg eine überzeugende Wahl. Erlangen und Nürnberg sind per Bahn in 25 beziehungsweise 50 Minuten erreichbar und erweitern das Angebot bei Bedarf.
Studierendenleben
Der Wohnungsmarkt ist für eine Universitätsstadt vergleichsweise entspannt, aber die Nachfrage zieht an. Studierendenwerk-Wohnheimplätze (rund 1.000 Betten) kosten zwischen 200 und 400 Euro monatlich; auf dem Privatmarkt liegt der Quadratmeterpreis bei etwa 10 Euro. Günstigere WG-Zimmer finden sich in Randlagen wie Gereuth oder Wunderburg; die Innenstadt ist entsprechend teurer. Das Programm „Wohnen für Hilfe“ des Studierendenwerks bietet eine weitere Alternative.
Kultur
Die UNESCO-Altstadt ist das kulturelle Fundament — Dom, Neue Residenz, Michaelsberg und Klein-Venedig sind zu Fuß erreichbar. Das jährliche Sandkerwa-Volksfest im August zieht rund 300.000 Besucherinnen und Besucher an; die Bamberger Symphoniker sind ein international renommiertes Orchester. Das Stadttheater bietet Oper, Schauspiel und Konzerte in historischem Rahmen.
Nachtleben
Das Ausgehviertel konzentriert sich auf die obere und untere Sandstraße im Sandgebiet, wo sich Bars und Kneipen dicht an dicht reihen. Besonders beliebt ist der Studi-Donnerstag in der Fässla Stubn, wo die Hausbrauerei Studentenpreise anbietet; das Rotenschild gilt als entspannte Wohnzimmerkneipe. Clubs im eigentlichen Sinne sind selten — alle Innenstadtlokale müssen seit 2011 werktags um 2 Uhr, am Wochenende um 4 Uhr schließen.
Mobilität
Das innerstädtische Busnetz (BambergBus) verbindet alle Stadtteile und Wohnheime; die Linien 5, 40 und 4 erschließen die Hochschulstandorte. Fahrrad ist das bevorzugte Verkehrsmittel — alle Innenstadtfakultäten sind gut zu Fuß oder per Rad erreichbar. Per Bahn ist Erlangen in rund 25 Minuten, Nürnberg in etwa 50 Minuten erreichbar.
Hochschulen in Bamberg (1)
Studienangebote in Bamberg (83)
Bachelor 35 Studiengänge
- Alte Geschichte
- Altertumswissenschaften, Archäologie
- Angewandte Informatik
- Anglistik/Amerikanistik
- Archäologie
- Betriebswirtschaftslehre
- Bildende Kunst/Graphik
- Erziehungswissenschaft (Pädagogik)
- Ethnologie
- Evang. Religionspädagogik, kirchliche Bildungsarbeit
- Evang. Theologie, -Religionslehre
- Geowissenschaften, -technologie
- Germanistik (allgemein)
- Geschichte
- Informatik
- Internationale Betriebswirtschaft
- Intern. Betriebswirtschaft / Management (allgemein)
- Judaistik/Hebräisch
- Kath. Religionspädagogik, kirchliche Bildungsarbeit
- Kath. Theologie, -Religionslehre
- Klassische Philologie
- Kommunikationswissenschaft/Publizistik
- Kulturwissenschaften
- Kunsterziehung
- Künstliche Intelligenz
- Lehrämter
- Musik
- Philosophie
- Politikwissenschaft/Politologie
- Psychologie
- Romanistik (Romanische Philologie, Einzelsprachen a.n.g.)
- Slawistik (Slaw. Philologie)
- Soziologie
- Volkswirtschaftslehre
- Wirtschaftsinformatik
Master 43 Studiengänge
- Alte Geschichte
- Anglistik/Amerikanistik
- Archäologie
- Archiv, Bibliothek, Dokumentation
- Außereuropäische Sprachen und Kulturen
- Betriebswirtschaftslehre
- Digitalisierung
- Erwachsenenbildung und außerschulische Jugendbildung
- Erziehungs-, Bildungswissenschaften
- Erziehungswissenschaft (Pädagogik)
- Ethik
- Ethnologie
- Geoinformation, Vermessung
- Geowissenschaften, -technologie
- Germanistik (allgemein)
- Geschichte
- Gesundheitswissenschaften/-management
- Informationsmanagement
- Internationales Management
- Iranistik
- Islamwissenschaft
- Judaistik/Hebräisch
- Klassische Philologie
- Kommunikation und Medien
- Kulturwissenschaften
- Lehrämter
- Management
- Medieninformatik
- Nachhaltigkeitsmanagement
- Neuere Literatur
- Philosophie
- Politikwissenschaft/Politologie
- Psychologie
- Rechnungswesen
- Slawistik (Slaw. Philologie)
- Softwaretechnik
- Sozialforschung
- Sozialwesen
- Statistik
- Steuerwesen
- Turkologie
- Wirtschaftsinformatik
- Wirtschaftswissenschaften, Volkswirtschaft
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