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Slawistik (Slaw. Philologie) (Slavic Studies (Slavic Philology))

Geisteswissenschaften · Slawistik, Baltistik, Finno-Ugristik

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Die Slawistik, auch Slawische Philologie genannt, ist die geisteswissenschaftliche Disziplin, die sich mit den slawischen Sprachen, Literaturen und Kulturen befasst. Sie deckt die ostslawischen (Russisch, Ukrainisch, Belarussisch), westslawischen (Polnisch, Tschechisch, Slowakisch, Sorbisch) und südslawischen Sprachen (Bosnisch, Kroatisch, Serbisch, Slowenisch, Mazedonisch, Bulgarisch) ab. An den meisten deutschen Universitäten bildet Russisch den Schwerpunkt, ergänzt durch mindestens eine zweite slawische Sprache; an einzelnen Standorten (z. B. Leipzig, Berlin, Wien) sind auch West- oder Südslawistik stärker ausgebaut. Das Studium gliedert sich klassisch in Sprachpraxis (oft eine Hauptsprache auf hohem Niveau, eine Zweitsprache), Sprachwissenschaft (slawische Linguistik, historisch-vergleichende Sprachwissenschaft, Altkirchenslawisch), Literaturwissenschaft (slawische Literaturen vom Mittelalter bis zur Gegenwart) und Kulturwissenschaft (Geschichte, Religion, Medien, Identitäten Ost- und Südosteuropas). Methodisch verbindet das Fach philologische Textarbeit mit komparatistischen, kultur- und medienwissenschaftlichen Zugängen. Auslandssemester in Polen, Tschechien, Bulgarien, Serbien oder anderen slawischsprachigen Ländern gehören in der Regel zum Studienverlauf. Angeboten werden vor allem B.A.- und M.A.-Programme, häufig in Kombination mit einem zweiten Fach, sowie Lehramtsabschlüsse für Russisch, Polnisch oder Tschechisch. Absolventinnen und Absolventen arbeiten in Verlagen, Medien, Übersetzung und Dolmetschen, im Kulturmanagement, in Stiftungen mit Ostmitteleuropa-Bezug, in der Erwachsenenbildung, im Auswärtigen Dienst, in NGOs und internationalen Organisationen, bei Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen nach Mittel- und Osteuropa sowie in Forschung und Lehre. Gegenüber der Einzelphilologie Russisch zeichnet sich die Slawistik durch ihre breitere, vergleichende Anlage aus; gegenüber Osteuropastudien ist sie stärker sprach- und literaturwissenschaftlich, weniger sozialwissenschaftlich ausgerichtet. Aktuelle Trends sind eine Aufwertung der Ukrainistik und der südslawischen Sprachen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit imperialen Traditionen innerhalb des Faches.

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interdisziplinaer

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geisteswissenschaftlichtheoretischforschungsorientiert

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