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Pädagogische Psychologie & Entwicklungspsychologie (Educational Psychology & Developmental Psychology)

Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften · Psychologie

Kategorie Psychologie

Hochschulen

9

Abschlüsse

Bachelor, Master

Hochschulen

Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie bilden zwei eng verwandte Teilgebiete der Psychologie, die gemeinsam in zahlreichen Hochschulprogrammen gelehrt werden. Während die Entwicklungspsychologie die psychischen Veränderungen des Menschen über die gesamte Lebensspanne – von der pränatalen Entwicklung bis ins hohe Alter – beschreibt und erklärt, konzentriert sich die Pädagogische Psychologie auf Lehr-Lern-Prozesse, Bildungsinstitutionen und die psychologischen Grundlagen von Erziehung und Unterricht. Im Studium werden entwicklungspsychologische Grundlagen (kognitive, emotionale, soziale und moralische Entwicklung; Bindungstheorie; Temperament und Persönlichkeitsentwicklung) mit pädagogisch-psychologischen Anwendungsfeldern verbunden: Lernmotivation, Gedächtnis und Wissenswerb im Schulalter, Diagnoseverfahren für Lernstörungen (Legasthenie, Dyskalkulie, AD(H)S), Förderkonzepte und Intervention in Schule und Beratungsstelle sowie Evaluation von Bildungsmaßnahmen. Schulpsychologische Inhalte wie Krisenintervention, Beratungsgespräche und systemische Schulentwicklung ergänzen das Curriculum an vielen Standorten. Eigenständige Bachelorstudiengänge mit diesem Schwerpunkt sind selten; häufiger findet sich Pädagogische Psychologie als Masterprofil nach dem Psychologie-B.Sc. Spezialisierte Programme wie „Schulpsychologie und Pädagogische Psychologie", „Lernpsychologie und Lerncoaching", „Empirische Bildungsforschung und Pädagogische Psychologie" oder „Child Development and Intervention" bieten vertiefte Ausbildungen. Berufsfelder umfassen den Schulpsychologischen Dienst der Länder (staatlich angestellte Schulpsychologen), Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Frühförderstellen und heilpädagogische Einrichtungen, Kinder- und Jugendpsychiatrie (nicht-ärztlich), Lerntherapiezentren, Erwachsenenbildung und berufliche Weiterbildung sowie bildungswissenschaftliche Forschung und Bildungsplanung. Wer in Deutschland schulpsychologisch tätig sein möchte, benötigt in der Regel einen Masterabschluss in Psychologie; die Bezeichnung „Schulpsychologe" ist jedoch bundeslandabhängig geregelt.

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