Wirtschafts- und Sozialgeschichte Kombibachelor Nebenfach an der Universität Marburg
Das Nebenfach Wirtschafts- und Sozialgeschichte im Kombibachelor der Philipps-Universität Marburg vermittelt historische Analysekompetenz an der Schnittstelle von Wirtschaft, Gesellschaft und Geschichte. Das Studium wird ausschließlich in Kombination mit einem Hauptfach absolviert; die Regelstudienzeit beträgt je nach Kombination sechs oder acht Semester.
Das Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte am Fachbereich 06 (Geschichte und Kulturwissenschaften) deckt einen breiten Beobachtungszeitraum vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart ab. Inhaltliche Schwerpunkte liegen in der deutschen und internationalen Wirtschaftsgeschichte, insbesondere Unternehmens- und Konsumgeschichte sowie neuerer Kulturgeschichte. Im Mittelpunkt des Studiums steht zunächst die Einführung in das historische Grundhandwerk: selbstständige Literaturrecherche, Quellenstudium und elektronische Recherche. Darauf aufbauend erhalten die Studierenden einen systematischen Überblick über Forschungsfelder, Problemstellungen und Kernprozesse der Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Ein wesentliches Strukturmerkmal sind Importmodule aus benachbarten Disziplinen – Wirtschaftswissenschaften, Geographie, Ethnologie, Politikwissenschaft und Soziologie – die interdisziplinäre Grundkompetenzen verankern und die Grenzen klassischer Geschichtswissenschaft bewusst überschreiten.
Absolventinnen und Absolventen sind für ein breites Berufsfeld qualifiziert: Viele gehen in den Schuldienst (Lehramt) oder in die Unternehmenskommunikation, Unternehmensarchive und PR-Abteilungen von Wirtschaftsunternehmen und Verbänden. Weitere typische Tätigkeitsfelder sind Museen (Industrie- und Freilichtmuseen), staatliche und kommunale Archive, Verlage sowie Redaktionen und Wissenschaftsjournalismus. Die interdisziplinäre Ausrichtung macht das Nebenfach besonders kombinierbar mit wirtschafts- oder sozialwissenschaftlichen Hauptfächern.
Das Studienangebot ist zulassungsfrei; es gilt kein Numerus Clausus. Voraussetzung ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife sowie Englischkenntnisse auf dem Niveau B1. Das Programm wird vollständig auf Deutsch angeboten und kann zum Winter- wie zum Sommersemester begonnen werden.
Module im Studium
- Einführung in die historische Grundpraxis
- Quellenstudium und wissenschaftliche Literaturrecherche
- Überblick Forschungsfelder der Wirtschafts- und Sozialgeschichte
- Wirtschaftshistorische Theorien und Methoden
- Sozial- und Kulturgeschichte: Strukturen, Ungleichheit, Migration
- Importmodul Wirtschaftswissenschaften
- Importmodul Geographie oder Ethnologie
- Importmodul Politikwissenschaft oder Soziologie
- Unternehmens- und Konsumgeschichte
- MarSkills – Schlüsselkompetenzen
Was du lernst
- Wirtschafts- und sozialgeschichtliche Prozesse erklären und analysieren
- Historische Quellen kritisch auswerten und einordnen
- Interdisziplinäre Methoden aus Wirtschafts- und Sozialwissenschaften anwenden
- Selbstständige Literaturrecherche und wissenschaftliches Schreiben
- Wirtschaftliche und soziale Entwicklungen im historischen Kontext verorten
- Erkenntnisse aus Nachbardisziplinen (Geographie, Ethnologie, Soziologie) integrieren
Typische Berufsfelder
- Archiv- und Bibliothekswesen
- Unternehmenskommunikation und PR
- Museen und Kultureinrichtungen
- Verlagswesen und Wissenschaftsjournalismus
- Wissenschaft und Forschung
- Schuldienst (Lehramt Geschichte)
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife
- Englischkenntnisse mindestens B1
- Hauptfach im Kombibachelor erforderlich
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Marburg auf ihrer Website.
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