Empirische Kulturwissenschaft Kombibachelor Nebenfach an der Universität Marburg
Das Nebenfach Empirische Kulturwissenschaft im Kombinationsbachelor der Philipps-Universität Marburg ist ein Studiengang des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften und Philosophie. Es richtet sich an Studierende, die neben einem Hauptfach kulturwissenschaftliche Methoden und Perspektiven erwerben möchten, um gesellschaftliche Phänomene empirisch zu untersuchen.
Inhaltlich analysiert die Empirische Kulturwissenschaft kulturelle Prozesse des Alltags in Vergangenheit und Gegenwart. Behandelt werden Themen wie der Einfluss digitaler Medien auf Selbstdarstellung und kollektives Gedächtnis, technologischer Wandel im Alltag, qualitative Forschungsmethoden sowie kulturelle Atmosphären- und Emotionsforschung. Das Fach verbindet ethnografische Feldarbeit mit theoretischen Rahmungen aus Kulturanthropologie, Europäischer Ethnologie und Wissensanthropologie. Als Pflichtbestandteil des Kombibachelors ergänzen die MarSkills das Studium um professionelle Schlüsselkompetenzen.
Das Nebenfach stärkt das berufliche Profil vor allem, wenn es mit einem passenden Hauptfach kombiniert wird — etwa Soziologie, Geschichte, Medienwissenschaft oder Erziehungswissenschaft. Absolvent:innen arbeiten in Kultureinrichtungen (Museen, Gedenkstätten, Kulturbüros), in der Öffentlichkeitsarbeit, im Personalbereich, in der Stadtentwicklung sowie in NGOs mit Integrations- und Antidiskriminierungsschwerpunkt.
Das Studium ist zulassungsfrei (kein NC). Voraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife sowie Kenntnisse in mindestens einer Fremdsprache auf B1-Niveau; internationale Bewerber:innen benötigen Deutschkenntnisse auf DSH-2-Niveau. Die Regelstudienzeit beträgt im Kombibachelor (1 Hauptfach + 2 Nebenfächer) acht Semester. Das Programm kann zum Winter- und Sommersemester begonnen werden. Als staatliche Universität erhebt die Philipps-Universität keine Studiengebühren.
Module im Studium
- Einführung in die Empirische Kulturwissenschaft
- Qualitative Forschungsmethoden
- Kulturanalyse des Alltags
- Digitale Medien und Selbstdarstellung
- Kollektives Gedächtnis und Erinnerungskultur
- Atmosphären- und Emotionsforschung
- Mobilitäts- und Raumforschung
- Wissensanthropologie des Digitalen
- Öffentliche Kulturwissenschaft
- MarSkills (Schlüsselkompetenzen)
- Bachelorarbeit (im Hauptfach)
Was du lernst
- Kulturelle Prozesse empirisch identifizieren, beschreiben und interpretieren
- Qualitative Forschungsmethoden eigenständig anwenden
- Alltägliche und digitale Phänomene kulturwissenschaftlich einordnen
- Ethnografische Feldarbeit durchführen und auswerten
- Kulturwissenschaftliche Erkenntnisse für Praxis und Öffentlichkeit aufbereiten
Typische Berufsfelder
- Mitarbeiter:in in Museen und Kultureinrichtungen
- Referent:in Öffentlichkeitsarbeit / Kulturvermittlung
- Sachbearbeiter:in in Integrations- und Antidiskriminierungsarbeit
- HR-Mitarbeiter:in mit Diversitätsfokus
- Stadtentwicklung und kommunale Kulturplanung
- Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in / Promotion
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
- Fremdsprachenkenntnisse mindestens B1-Niveau
- Internationale Bewerber:innen: Deutschkenntnisse DSH-2
- Kein NC — zulassungsfrei
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Marburg auf ihrer Website.
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