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Chemie (Chemistry)

Der Bachelor Chemie an der Universität Konstanz wird vom Fachbereich Chemie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Sektion getragen und gehört wissenschaftlich zu den profilbildenden Studiengängen der Reformuniversität am Bodensee. Studierende erwerben in sechs Semestern 180 ECTS und schließen mit dem B.Sc. ab. Charakteristisch ist die enge Verzahnung mit den international sichtbaren Forschungsschwerpunkten der Konstanzer Chemie, etwa Polymer- und Materialchemie, supramolekulare Chemie, Elektrochemie und Nanowissenschaften, sowie die kleine Kohortengröße mit dem für Konstanz typischen seminarstarken Lehrbetrieb. Die räumliche Konzentration auf den Campus am Gießberg, die kurzen Wege zwischen Laboren, Lehrstühlen und Hörsälen und die enge Tutorenbetreuung sind weitere Charakteristika der Konstanzer Ausbildung.

Das Curriculum gliedert sich in die Grundlagenmodule 1 bis 6 in den ersten drei Semestern und die Vertiefungsmodule 7 bis 12 ab dem vierten Semester. Pflichtbestandteile sind Allgemeine und Anorganische Chemie, Organische Chemie mit umfangreichem Synthesepraktikum, Physikalische Chemie inklusive Thermodynamik, Kinetik und Quantenchemie sowie Analytische Chemie mit instrumenteller Analytik (NMR, MS, UV/Vis, IR). Hinzu kommen Mathematik für Naturwissenschaftler in zwei Modulen und ein Physikmodul mit Experimentalphysik. Charakteristisch für Konstanz ist das Wahlmodul „Aspekte der Chemie“, in dem aus 16 thematischen Vertiefungen gewählt werden kann, darunter Biochemie, Polymerchemie, Bioanorganik, Theoretische Chemie, Elektrochemie, Festkörperchemie, Nanowissenschaften, Photochemie und makromolekulare Chemie. Den Abschluss bildet die Bachelorarbeit mit 20 ECTS, die in einer Forschungsgruppe des Fachbereichs angefertigt wird und häufig den methodischen Einstieg in ein anschließendes Masterstudium darstellt.

Konstanzer Chemieabsolventen sind in der chemischen, pharmazeutischen und Materialindustrie gefragt, etwa bei BASF, Boehringer Ingelheim, Roche, Henkel, Bosch, Endress+Hauser oder im stark vernetzten Bodensee-Industriecluster mit Standorten in der Schweiz und im württembergischen Oberschwaben. Typische Einstiegstätigkeiten reichen von Forschung und Entwicklung über Qualitäts- und Prozesskontrolle, Verfahrensentwicklung und Skalierung bis zur Anwendungsberatung. Da der Bachelor in Deutschland traditionell nicht als berufsqualifizierend für Chemiker gilt, schließen die meisten Absolventen einen konsekutiven Master in Chemie, Life Sciences, Materialwissenschaften oder Nanoscience an, gefolgt von einer Promotion. Auch Wechsel in Lehramt, Wissenschaftsjournalismus, Patentwesen, Regulatory Affairs oder Beratung sind etablierte Wege.

Voraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife. Der Studiengang ist NC-frei, das Aufnahmeverfahren basiert auf einer einfachen Bewerbung. Hilfreich sind solide Schulkenntnisse in Mathematik und Physik sowie ein klares Interesse an Laborarbeit. Praktika finden ab dem ersten Semester statt und bilden über die gesamten sechs Semester einen erheblichen Anteil des Stundenplans, mit ganztägigen Blockphasen in der Organischen Chemie. Englischkenntnisse sind für die Fachliteratur unverzichtbar, da praktisch sämtliche relevante Lehrbücher und Forschungsartikel englischsprachig sind. Studienstart ist nur zum Wintersemester möglich.

Module im Studium

  • Allgemeine und Anorganische Chemie
  • Organische Chemie I
  • Organische Chemie II mit Synthesepraktikum
  • Physikalische Chemie I (Thermodynamik und Kinetik)
  • Physikalische Chemie II (Quantenchemie)
  • Analytische Chemie
  • Mathematik für Naturwissenschaftler I
  • Mathematik für Naturwissenschaftler II
  • Experimentalphysik
  • Anorganische Vertiefung
  • Aspekte der Chemie (Wahlbereich)
  • Forschungspraktikum
  • Bachelorarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Polymer- und Materialchemie
  • Biochemie
  • Elektrochemie
  • Theoretische Chemie
  • Nanowissenschaften
  • Photochemie

Was du lernst

  • Chemische Synthesen sicher planen und durchführen
  • Analytische Methoden methodisch anwenden
  • Reaktionen quantenchemisch interpretieren
  • Spektroskopische Daten auswerten
  • Forschungsfragen experimentell bearbeiten
  • Laborprotokolle wissenschaftlich verfassen

Typische Berufsfelder

  • Forschung und Entwicklung in der chemischen Industrie
  • Pharmazeutische Industrie
  • Materialwissenschaft
  • Qualitäts- und Prozesskontrolle
  • Wissenschaftliche Laufbahn und Promotion
  • Patentwesen

Branchen

Chemische IndustriePharma und BiotechnologieWerkstoff- und MaterialindustrieKonsumgüterWissenschaft und Forschung

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Allgemeine Hochschulreife
  • Solide Schulkenntnisse in Chemie und Mathematik
  • Bereitschaft zu intensiver Laborarbeit
  • Englischkenntnisse für Fachliteratur
  • Sorgfalt und Geduld
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Chemie Bachelor Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Konstanz auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Chemie” an der Universität Konstanz suchen →

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