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Slavische und Osteuropäische Studien

Der konsekutive Masterstudiengang Slavische und Osteuropäische Studien (M.A.) am Slavischen Institut der Universität Heidelberg verbindet philologische, literatur- und kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit den slawischen Sprach- und Kulturräumen mit osteuropäischer Geschichte und interdisziplinärer Areal-Forschung. Das Programm wird in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte am Historischen Seminar getragen und profitiert von der dichten geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungslandschaft Heidelbergs.

Der Studiengang umfasst vier Semester mit 120 Leistungspunkten und ist sowohl Voll- als auch Teilzeit studierbar, mit Studienbeginn im Winter- und Sommersemester. Studierende wählen frei zwei slawische Sprachen aus Russisch, Polnisch, Tschechisch, Serbisch/Kroatisch und Bulgarisch sowie einen von vier Profilbereichen: Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Osteuropäische Geschichte oder die Kombination zweier dieser Schwerpunkte. Wer Osteuropäische Geschichte wählt, muss Russisch als eine der beiden Sprachen belegen, da zentrale Quellen auf Russisch zugänglich sind.

Typische Module umfassen Vertiefung in slawische Sprachwissenschaft (Phonologie, Morphologie, Syntax, Sprachgeschichte), slawische Literaturwissenschaft mit Schwerpunkten von Puschkin bis zur Gegenwart, Kulturgeschichte Ost- und Ostmitteleuropas, osteuropäische Zeitgeschichte (Russisches Reich, Sowjetunion, postsozialistische Transformation), Methodenmodule (Korpuslinguistik, vergleichende Literaturwissenschaft, oral history), Sprachpraxismodule auf hohem Niveau, ein Forschungskolloquium und ein Wahlpflichtbereich mit Lehrveranstaltungen aus benachbarten Fächern wie Politikwissenschaft, Soziologie oder Kulturanthropologie. Das vierte Semester ist der Masterarbeit gewidmet. Lehre erfolgt überwiegend auf Deutsch, mit erheblichen Anteilen auf Russisch und den anderen Schwerpunktsprachen.

Absolventinnen und Absolventen arbeiten in Auswärtigem Dienst und Kulturdiplomatie mit Osteuropa-Bezug, in Stiftungen und NGOs mit Fokus Ost- und Südosteuropa, im Wissenschaftsjournalismus, in Verlagen, in Bibliotheken und Archiven mit slawistischen Sammlungen, in internationalen Unternehmen mit Osteuropageschäft sowie in Forschung und Lehre. Voraussetzung ist ein einschlägiger Bachelor in Slavistik, Osteuropastudien oder einer benachbarten Disziplin mit nachweisbaren Sprachkenntnissen in mindestens einer slawischen Sprache; gute Englischkenntnisse sind erforderlich. Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt.

Das Slavische Institut ist Teil einer langjährigen Heidelberger Tradition der Osteuropaforschung — die hiesige Forschung zu russischer Literatur, polnischer Kulturgeschichte und sowjetischer Erfahrungsgeschichte ist international sichtbar. Studierende profitieren von einer Spezialbibliothek mit umfangreichen slavistischen Beständen, von ERASMUS-Verträgen mit Universitäten in Warschau, Krakau, Prag, Belgrad, Sofia und vor dem Krieg in St. Petersburg, sowie von einer engen Vernetzung mit dem Heidelberger Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte. Die aktuelle politische Lage in Osteuropa erhöht die Nachfrage nach fundierter regionalwissenschaftlicher Expertise erheblich — Absolventinnen und Absolventen mit Russisch- oder Ukrainisch-Kompetenz finden Zugang zu Politikberatung, Medienarbeit und Forschungsstellen mit klarem Profil. Wer wissenschaftlich weiterarbeiten möchte, kann an einer der wenigen verbliebenen slavistischen Promotionsprogramme in Deutschland anschließen oder in komparatistische und osteuropahistorische Forschungsverbünde wechseln.

Module im Studium

  • Sprachpraxis Russisch (fortgeschritten)
  • Sprachpraxis zweite slawische Sprache
  • Slavische Sprachwissenschaft
  • Slavische Literaturwissenschaft
  • Kulturgeschichte Ost- und Ostmitteleuropas
  • Osteuropäische Zeitgeschichte
  • Methodenmodul (Korpus / Komparatistik / Oral History)
  • Forschungskolloquium
  • Wahlpflicht Politik- oder Sozialwissenschaft
  • Übersetzungsseminar
  • Auslandsmodul (optional)
  • Masterarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Literaturwissenschaft
  • Sprachwissenschaft
  • Osteuropäische Geschichte
  • Kombinationsschwerpunkt zweier Profile

Was du lernst

  • Vertiefte Kompetenz in zwei slawischen Sprachen
  • Quellenkritische Analyse slawischer Texte
  • Historische und kulturwissenschaftliche Interpretation
  • Komparatistische Methodenanwendung
  • Wissenschaftliches Schreiben über Ost- und Ostmitteleuropa
  • Interkulturelle Vermittlungskompetenz

Typische Berufsfelder

  • Auswärtiger Dienst und Kulturdiplomatie
  • Stiftungen und NGOs mit Osteuropa-Fokus
  • Wissenschaftsjournalismus
  • Verlage und Bibliotheken
  • Internationale Unternehmen mit Osteuropageschäft
  • Forschung und Lehre

Branchen

Internationale BeziehungenKultur- und MedienlandschaftVerlagswesenBildungssektorForschungseinrichtungen

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Bachelor in Slavistik, Osteuropastudien oder benachbarter Disziplin
  • Solide Kenntnisse mindestens einer slawischen Sprache
  • Bei Schwerpunkt Geschichte: Russischkenntnisse
  • Gute Englischkenntnisse
  • Bereitschaft zu Auslandsaufenthalten
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Slavische und Osteuropäische Studien Master Teilzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Heidelberg auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Slawistik (Slaw. Philologie)” an der Universität Heidelberg suchen →

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