Sinologie (Chinese Studies)
Der konsekutive Master Chinese Studies / Sinologie am Institut für Sinologie der Universität Heidelberg ist Teil des Centre for Asian and Transcultural Studies (CATS) – einem der größten und international sichtbarsten asienwissenschaftlichen Campus Europas. Heidelberg gilt im DFG- und CHE-Ranking neben Berlin und München als führender Standort der deutschsprachigen Sinologie und betreibt unter anderem das Heidelberger Zentrum für transkulturelle Studien (HCTS) und das DFG-Excellenz-Cluster „Asia and Europe in a Global Context“.
Der Studiengang umfasst 120 ECTS in vier Semestern: 70 ECTS in sinologischen Fachmodulen, 20 ECTS in einem frei wählbaren Nebenfach (typisch sind Politikwissenschaft, Geschichte, Ethnologie, Religionswissenschaft oder Indologie) und 30 ECTS für die Masterarbeit. Curricular gliedert sich das Programm in einen „General Part“ mit fachübergreifenden sinologischen Forschungsfragen und einen „Specialised Part“ mit zwei wählbaren Schwerpunkten: Classical Chinese Studies (Erschließung klassischer chinesischer Texte vor 1911, klassisches Chinesisch in mehreren Stufen, historische Philologie, Konfuzianismus und Buddhismus) sowie Modern Chinese Studies (Politik, Gesellschaft und Wirtschaft der VR China und Taiwans, sinophone Medien, urbane Sozialwissenschaft). Sprachpraktisch werden modernes Chinesisch auf C1/C2-Niveau weiterentwickelt und klassisches Chinesisch systematisch aufgebaut. Methodenmodule decken sinologische Quellenkritik, Feldforschungs- und Archivarbeit ab.
Heidelberg unterhält enge Kooperationen mit Universitäten in Peking, Shanghai, Hongkong, Taipei und Kyoto; ein Auslandssemester oder ein Sprachaufenthalt an Partneruniversitäten ist im Studienverlauf vorgesehen. Die CATS-Bibliothek beherbergt mit über 200.000 chinesischsprachigen Bänden eine der größten Sinologica-Sammlungen Europas. Berufseinstiege liegen typischerweise in internationalen Stiftungen und Politikberatungen mit China-Bezug, in der internationalen Unternehmenskommunikation (Volkswagen, Bosch, Siemens China-Operations), im Auswärtigen Dienst, in der Entwicklungszusammenarbeit (GIZ, KfW), in Verlagen und Medien sowie an Forschungseinrichtungen.
Vorausgesetzt werden ein einschlägiger Bachelor mit Schwerpunkt Sinologie/Chinawissenschaften (oder gleichwertig), sehr gute Chinesischkenntnisse (mindestens HSK 5 / B2), gute Englischkenntnisse und ein erfolgreiches Eignungsfeststellungsverfahren.
Heidelberger Sinologie ist über das Heidelberger Centrum für Transkulturelle Studien (HCTS) und das ehemalige Excellence-Cluster Asia and Europe in a Global Context eines der forschungsstärksten Programme im deutschsprachigen Raum. Studierende profitieren von einer mehrgliedrigen Bibliotheksstruktur (CATS-Bibliothek mit über 200.000 chinesischsprachigen Bänden, eigener Lesesaal und digitale Sammlung), von einer engen Verzahnung mit Politikwissenschaft, Geschichte, Ethnologie und Religionswissenschaft sowie von einem etablierten Auslandssemester-Programm: Plätze bestehen u. a. an der Peking-Universität (PKU), der Fudan University Shanghai, der Chinese University of Hong Kong, der National Taiwan University und der Kyoto University. Das Studienjahrgang umfasst rund 20-30 Studierende, was intensiven Mentoring-Kontakt mit den vier Heidelberger Sinologie-Professuren ermöglicht. Die Masterarbeit (30 ECTS) wird in der Regel auf der Basis chinesischsprachiger Primärquellen geschrieben.
Module im Studium
- Modern Chinese Advanced (C1/C2)
- Classical Chinese I/II (klassisches Schriftchinesisch)
- Sinologische Forschungsmethoden
- Scholarly Language
- Source Exploration
- Schwerpunktmodul Classical Chinese Studies
- Schwerpunktmodul Modern Chinese Studies
- Politik und Gesellschaft der VR China
- Kulturgeschichte Chinas
- Nebenfach (20 ECTS)
- Forschungs- oder Sprachaufenthalt China/Taiwan
- Masterarbeit (30 ECTS)
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Classical Chinese Studies
- Modern Chinese Studies
- Politische Soziologie Chinas
- Sinophone Literatur und Medien
Was du lernst
- Klassisches und modernes Chinesisch wissenschaftlich nutzen
- Chinesische Primärquellen interpretieren
- Eigene Forschungsfragen zur chinesischsprachigen Welt entwickeln
- Methoden der Area Studies anwenden
- Forschung in einer Anschlussdisziplin verorten
- Forschungs- oder Feldaufenthalt eigenständig planen
Typische Berufsfelder
- Politikberatung und Think-Tanks mit China-Bezug
- Internationale Unternehmenskommunikation
- Auswärtiger Dienst
- Entwicklungszusammenarbeit (GIZ, KfW)
- Stiftungen und NGOs
- Medien und Verlag
- Wissenschaftliche Laufbahn
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bachelor in Sinologie / Chinawissenschaften (oder gleichwertig)
- Mandarin auf B2 (mind. HSK 5)
- Gute Englischkenntnisse
- Nebenfachkenntnisse (z. B. Politikwissenschaft, Geschichte)
- Bestandene Eignungsprüfung
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Sinologie (Chinese Studies) Master Teilzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Heidelberg auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Sinologie/Koreanistik” an der Universität Heidelberg suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
Falsche Angaben? [email protected]
Lade Beiträge…
Studien-Quiz starten
In 1 bis 4 Minuten zur Empfehlung.
Kommentar schreibenanonym
Hier kannst du Erfahrungen teilen oder Fragen stellen, die andere beantworten. Was hätte dir bei deiner Entscheidung geholfen? Oder was willst du aktuell wissen?