Soziologie (Sociology)
Der Bachelor Soziologie am Max-Weber-Institut für Soziologie der Universität Heidelberg führt in sechs Semestern zum Abschluss Bachelor of Arts mit 180 Leistungspunkten und wird in drei Profilen angeboten: als 100-Prozent-Hauptfach, als 50-Prozent-Hauptfach in Kombination mit einem zweiten Hauptfach sowie als 25-Prozent-Begleitfach. Die institutionelle Anbindung an Max Weber, dessen Tradition empirisch-historischer Gesellschaftsanalyse das Heidelberger Profil bis heute prägt, sowie die Nachbarschaft zu Politikwissenschaft, Ethnologie und Geschichte an der traditionsreichen Volluniversität sorgen für ein theoretisch dichtes und international ausgerichtetes Studienumfeld. Heidelberg ist zugleich Exzellenzstandort und unterhält enge Kooperationen mit dem Mannheimer GESIS-Institut sowie dem Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht.
Die ersten beiden Semester bilden die Grundlagenphase: Module wie „Einführung in die Soziologie“ und „Grundlagen der Soziologie“ vermitteln die Klassiker (Marx, Weber, Durkheim, Simmel) und zeitgenössische Theorien (Habermas, Bourdieu, Luhmann); parallel werden quantitative und qualitative Methoden eingeführt, gestützt durch Statistik-Übungen mit R oder SPSS. Die Orientierungsprüfung wird üblicherweise bis Ende des ersten Semesters abgelegt. In der Aufbauphase (Semester drei und vier) vertiefen Studierende Sozialstrukturanalyse, Mikro- und Makrosoziologie sowie spezielle Soziologien wie Familien-, Bildungs-, Religions-, Wirtschafts- oder Politische Soziologie. Das soziologische Wahlmodul (BASoM 9) erlaubt 18 LP freie Vertiefung aus dem Lehrangebot des Instituts, das interdisziplinäre Wahlmodul (BASoM 10) öffnet im 100-Prozent-Profil weitere 36 LP für Module aus Politikwissenschaft, Ökonomie, Geschichte, Ethnologie oder Psychologie. Die Vertiefungsphase im fünften und sechsten Semester ist auf eigenes Forschen ausgelegt; ein empirisches Projektseminar mit Datenerhebung und -auswertung sowie ein freiwilliges Praktikum bereiten die Bachelorarbeit vor, die in der Regel mit zwölf LP abgeschlossen wird. Forschungsfelder sind unter anderem soziale Ungleichheit, Bildung und Lebensverläufe, Religion und Globalisierung sowie Wirtschafts- und Arbeitssoziologie.
Absolventinnen und Absolventen können soziale Phänomene theoretisch einordnen, quantitative und qualitative Studien konzipieren, durchführen und auswerten und sind mit Statistik- und Survey-Software vertraut. Sie verstehen die Logik repräsentativer Stichproben, kausaler Inferenz und qualitativer Triangulation und können Forschungsbefunde adressatengerecht aufbereiten. Sie wechseln häufig in Masterprogramme Soziologie, Sozialforschung, Politikwissenschaft, Public Policy oder in interdisziplinäre Angebote zu Migration, Gesundheit oder Bildung. Berufsfelder finden sich in Markt- und Sozialforschung, Verbänden, Ministerien und Behörden, Stiftungen, Personalwesen, NGOs, Journalismus, Unternehmensberatung und in der politischen Beratung.
Der Studiengang ist örtlich zulassungsbeschränkt, der NC schwankt zwischen 2,0 und 2,5. Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich. Voraussetzungen sind sehr gute Deutschkenntnisse, gute Englischkenntnisse für Originalliteratur, Bereitschaft zu statistischer Arbeit sowie Interesse an empirischen Studien und theoretischer Lektüre. Mathematische Grundkenntnisse der Oberstufe erleichtern die Methodenmodule erheblich.
Module im Studium
- Einführung in die Soziologie
- Grundlagen der Soziologie
- Soziologische Theorien I und II
- Quantitative Methoden und Statistik
- Qualitative Methoden
- Sozialstrukturanalyse
- Mikrosoziologie
- Makrosoziologie
- Spezielle Soziologien (Wahlmodul BASoM 9)
- Interdisziplinäres Wahlmodul BASoM 10
- Empirisches Projektseminar
- Bachelorarbeit
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Bildung und Ungleichheit
- Wirtschafts- und Organisationssoziologie
- Religions- und Kultursoziologie
- Politische Soziologie
- Methoden empirischer Sozialforschung
Was du lernst
- Soziologische Theorien kritisch einordnen
- Quantitative Erhebungen planen und auswerten
- Qualitative Interviews und Inhaltsanalysen durchführen
- Mit Statistik-Software arbeiten
- Empirische Studien wissenschaftlich konzipieren
- Forschungsergebnisse präsentieren und diskutieren
Typische Berufsfelder
- Markt- und Sozialforschung
- Politische Beratung und Think Tanks
- Ministerien und Behörden
- Verbände und Stiftungen
- Personalwesen und Organisationsentwicklung
- Journalismus und NGOs
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Sehr gute Deutschkenntnisse
- Gute Englischkenntnisse für Originalliteratur
- Interesse an quantitativer und qualitativer Methodik
- Lesefreude bei umfangreicher Theorieliteratur
- Analytisches und kritisches Denken
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Soziologie Bachelor Vollzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Heidelberg auf ihrer Website.
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