Romanistik: Portugiesisch
Der Bachelor Portugiesisch/Romanistik am Romanischen Seminar der Universität Heidelberg ist als Begleitfach im polyvalenten Bachelor angelegt und wird in den Anteilen 25 % sowie im Verbund mit dem 75 %-Hauptfach Romanistik angeboten. Heidelberg ist neben Köln, Hamburg und Berlin einer der wenigen deutschen Standorte mit ausgewiesenem Lusitanistik-Profil; das Seminar pflegt enge Verbindungen zum Camões-Institut sowie zu portugiesischen und brasilianischen Partneruniversitäten in Lissabon, Coimbra, São Paulo und Rio de Janeiro.
Der Studienverlauf gliedert sich in einen Sprachpraxis-Strang (Portugiesisch I-V mit Zielniveau C1), einen sprachwissenschaftlichen Strang (Einführung in die romanische Linguistik, Phonetik/Phonologie und Variationslinguistik des Portugiesischen) sowie einen literatur- und kulturwissenschaftlichen Strang zur Literatur Portugals, Brasiliens und der portugiesischsprachigen Länder Afrikas. Hinzu treten ein gemeinsames Einführungsmodul „Romanische Literaturen und Linguistik“ sowie ein landeskundliches Modul zu Geschichte und Gesellschaft der Lusophonie. Ein Auslandssemester an einer der Partneruniversitäten in Portugal oder Brasilien wird ausdrücklich empfohlen und in den Studienverlauf zwischen dem dritten und fünften Semester eingeplant.
Methodisch werden literaturwissenschaftliche Analyseverfahren (von Camões bis Pessoa, Saramago, Lispector, Machado de Assis), soziolinguistische Methoden zur europäischen vs. brasilianischen Varietät sowie kulturwissenschaftliche Zugänge zur postkolonialen Lusophonie vermittelt. Berufseinstiege liegen typischerweise im Verlagswesen, Lektorat, in der Kultur- und Bildungsarbeit (Goethe-Institut, Camões-Institut), in der internationalen Unternehmenskommunikation (Brasilien-Bezug), in der Tourismus- und Hotelleriebranche, in NGOs mit Lusophonie-Schwerpunkt und in den Auswärtigen Diensten; konsekutive Master in Romanistik, Lateinamerika-Studien oder Translationswissenschaft sind häufige Anschlussoptionen.
Vorausgesetzt werden Hochschulreife, gesicherte Englischkenntnisse für die Forschungsliteratur und je nach Profil ein Hauptfach (75 %), das mit Portugiesisch (25 %) kombiniert wird. Vorkenntnisse im Portugiesischen sind nicht erforderlich – der Spracherwerb beginnt von Null. Erfahrungen in einer anderen romanischen Sprache erleichtern den Einstieg deutlich.
Das Romanische Seminar bietet jährlich einen vierwöchigen Intensiv-Sprachkurs Portugiesisch in Coimbra an, der vollständig auf die ersten Aufbaumodule anrechenbar ist. Über das ERASMUS-Programm bestehen Plätze an der Universidade de Lisboa, der NOVA Lisboa, an der Universidade de Coimbra, an der Universidade do Porto sowie in Brasilien an der USP São Paulo und der PUC-Rio. Wer den brasilianischen Schwerpunkt wählt, profitiert vom Lateinamerika-Zentrum Heidelberg (HCIAS) und kann landeskundliche Lehrveranstaltungen zu Brasilien (Politik, Wirtschaftsgeschichte, indigene Gegenwart) als Wahlpflicht einbringen. Das Romanische Seminar pflegt zudem die Heidelberger Lusitanistik-Reihe, ein Lehrformat mit Gastvorträgen lusophoner Autorinnen und Autoren, das Studierende früh mit Gegenwartsliteratur in Kontakt bringt. Die Bachelorarbeit (im 75 %-Hauptfach Romanistik) wird häufig zu literarischen, soziolinguistischen oder kulturwissenschaftlichen Fragen der Lusophonie verfasst.
Module im Studium
- Portugiesisch I/II (Sprachgrundkurs)
- Portugiesisch III/IV (Aufbau)
- Portugiesisch V (C1-Niveau)
- Einführung in die romanische Sprachwissenschaft
- Einführung in die romanische Literaturwissenschaft
- Sprachwissenschaft des Portugiesischen
- Lusophone Literaturen Portugals und Brasiliens
- Landeskunde und Kulturwissenschaft der Lusophonie
- Auslandssemester (empfohlen)
- Abschlussmodul / Bachelorarbeit (im Hauptfach)
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Europäisches Portugiesisch
- Brasilianisches Portugiesisch
- Lusophone Literaturen Afrikas
- Lusophone Linguistik
Was du lernst
- Portugiesisch auf C1-Niveau anwenden
- Sprachvarietäten Portugals und Brasiliens unterscheiden
- Lusophone Literatur analysieren
- Kulturhistorische Zusammenhänge der Lusophonie einordnen
- Soziolinguistische Methoden anwenden
- Auslandserfahrung wissenschaftlich auswerten
Typische Berufsfelder
- Verlagswesen und Lektorat
- Kultur- und Bildungsarbeit (Camões-Institut)
- Internationale Unternehmenskommunikation
- Tourismus- und Hotelleriebranche
- Auswärtiger Dienst
- NGO-Arbeit mit Lateinamerika-Bezug
- Übersetzungstätigkeit
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine Hochschulreife
- Englischkenntnisse für Forschungsliteratur
- Kombinationsfach (75 %-Hauptfach)
- Interesse an Lusophonie und Lateinamerika
- Vorkenntnisse anderer romanischer Sprachen hilfreich
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Romanistik: Portugiesisch Bachelor Vollzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Heidelberg auf ihrer Website.
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