Gebärdensprachdolmetschen an der Universität Hamburg
NC-Hinweis: Kein klassischer NC. Zulassung über Eignungsfeststellungsverfahren: Nachweis einschlägiger Vorqualifikation (BA Gebärdensprachdolmetschen oder 60 ECTS im Fach bzw. staatliche Prüfung).
Der Masterstudiengang Gebärdensprachdolmetschen an der Universität Hamburg ist ein bundesweit einzigartiges berufsbegleitendes Programm, das Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetscher für hochspezialisierte Einsatzgebiete qualifiziert: Gerichtsdolmetschen (Straf- und Zivilverfahren) sowie Konferenzdolmetschen auf nationaler und internationaler Ebene.
Das Studium umfasst 120 ECTS und ist auf sechs Semester berufsbegleitend ausgelegt. Das Curriculum besteht aus vier Pflichtmodulen (40 ECTS) in den Bereichen Strafprozessdolmetschen, Zivilprozessdolmetschen, Terminologiearbeit und Konferenzdolmetschen im internationalen Kontext. Ein Profilbereich (30 ECTS) vertieft die wissenschaftliche Kompetenz in der Translationswissenschaft und Gebärdensprachforschung. Wahlpflichtmodule (20 ECTS) ermöglichen eine individuelle Schwerpunktsetzung; den Abschluss bildet die Masterarbeit mit Kolloquium und Lehrprobe (30 ECTS).
Das Programm ist angebunden an das Institut für Deutsche Gebärdensprache (IDGS), das führende Forschungszentrum für Deutsche Gebärdensprache in Deutschland. Es verbindet praktische Dolmetschausbildung auf hohem Niveau mit translationswissenschaftlicher Fundierung.
Für die Zulassung wird ein Bachelorabschluss in Gebärdensprachdolmetschen (oder mindestens 60 ECTS in diesem Bereich) oder der bestandene staatliche Prüfungsnachweis vorausgesetzt; außerdem sind Englischkenntnisse auf B2-Niveau erforderlich. Berufsfelder liegen bei Gerichten und Staatsanwaltschaften, in internationalen Organisationen mit Gebärdensprachkommunikation sowie in der Konferenzbranche.
Module im Studium
- Strafprozessdolmetschen
- Zivilprozessdolmetschen
- Terminologiearbeit und Konferenzdolmetschen
- Konferenzdolmetschen im internationalen Kontext
- Wissenschaftliches Arbeiten in der Translationswissenschaft
- Angewandte Gebärdensprachlinguistik
- Masterarbeit, Kolloquium und Lehrprobe
Was du lernst
- Gebärdensprachdolmetschen in Straf- und Zivilverfahren professionell ausüben
- Konferenzen und Tagungen auf nationaler und internationaler Ebene dolmetschen
- Fachterminologie für juristische und wissenschaftliche Kontexte erarbeiten
- Translationswissenschaftliche Methoden auf die Gebärdensprachpraxis anwenden
- Eigenständige wissenschaftliche Forschung zur Gebärdensprache durchführen
Typische Berufsfelder
- Gerichtsdolmetscher bei Gerichten und Staatsanwaltschaften
- Konferenzdolmetscher bei internationalen Organisationen
- Dolmetscher beim Deutschen Bundestag oder europäischen Institutionen
- Wissenschaftliche Tätigkeit in der Gebärdensprachforschung
- Lehrende Tätigkeit in der Gebärdensprachausbildung
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bachelorabschluss in Gebärdensprachdolmetschen oder mindestens 60 ECTS im Fach
- Alternativ: bestandene staatliche Prüfung im Gebärdensprachdolmetschen plus ein Bachelorabschluss
- Englischkenntnisse mindestens B2
- Nachweis praktischer Dolmetscherfahrung empfohlen
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Hamburg auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Gebärdensprachdolmetschen” an der Universität Hamburg suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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