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Ernährungs- und Haushaltswissenschaften Lehramt an berufsbildenden Schulen (Master)

NC-Hinweis: B.Ed. LA an berufsbildenden Schulen

Der viersemestrige Master Ernährungs- und Haushaltswissenschaften im Lehramt an berufsbildenden Schulen (LABB) der Universität Hamburg qualifiziert für den Schuldienst an Berufs-, Berufsfach- und Fachschulen mit Schwerpunkt Ernährung, Hauswirtschaft, Gastronomie und Lebensmittelhandwerk. Der Studiengang wird vom Fachbereich Chemie gemeinsam mit der Fakultät für Erziehungswissenschaft getragen und schließt mit dem M.Ed. ab — der formellen Voraussetzung für den Vorbereitungsdienst (Referendariat) und das spätere Staatsexamen.

Die berufliche Fachrichtung Ernährungs- und Haushaltswissenschaften umfasst vier Pflichtmodule: CHE 551 Ernährungskonzepte und Diätetik (6 LP), CHE 552 Versorgungs- und Qualitätsmanagement (6 LP), CHE 553 Lebensmittelmikrobiologie und Betriebshygiene (3 LP) sowie CHE 556 Projekt (6 LP). Hinzu kommt ein Wahlpflichtmodul, in dem zwischen CHE 554 Ernährungsverhalten oder CHE 555 Hospitality Management gewählt wird. Den Abschluss bildet das Modul M.Ed. EH Abschlussmodul mit 15 LP, in das die Masterarbeit eingebettet ist. Inhaltlich werden lebensmittelmikrobiologische Risiken, Diätetik und Pathophysiologie ernährungsassoziierter Erkrankungen, hauswirtschaftliche Versorgungssysteme, Qualitätsmanagementansätze wie TQM/EFQM und DIN ISO 9000 sowie didaktische Transformation für die berufliche Bildung behandelt. Parallel zur Fachrichtung studierst du das zweite Unterrichtsfach (20 LP), das Modul Berufsfelddidaktik (5 LP), die Fachdidaktik (6 LP), das Kernpraktikum (30 LP) sowie 61 LP Erziehungswissenschaft.

Die berufliche Perspektive ist durch die hohe Lehrkraftnachfrage an berufsbildenden Schulen in Hamburg und norddeutschen Bundesländern ausgesprochen stark; das Lehramt an berufsbildenden Schulen gilt seit Jahren als bundesweit unterversorgt. Absolventinnen und Absolventen unterrichten typischerweise in den Ausbildungsberufen Köchin/Koch, Fachkraft im Gastgewerbe, Hauswirtschafter, Hotelfachfrau, Bäcker und Fleischer sowie in fachschulischen Weiterbildungen. Außerhalb des Schuldienstes sind Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung, im Qualitätsmanagement von Großküchen und Care-Cateringunternehmen, in der Ernährungsberatung, in Krankenkassen oder bei Verbraucherzentralen üblich. Das Studium verzahnt sich strukturell mit dem Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI), das den anschließenden 18-monatigen Vorbereitungsdienst organisiert. Da das Lehramt an berufsbildenden Schulen in Norddeutschland traditionell schwer zu besetzen ist, sind die Übernahmechancen nach dem Referendariat in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen ausgesprochen gut; verbeamtete Einstellungspositionen gehören zur Regel. Auch außerhalb des Schuldienstes greifen Träger der beruflichen Bildung wie die Handwerkskammer, die DEHOGA-Akademie oder berufsschulnahe Sozialträger gezielt auf Absolventinnen mit diesem Profil zurück. Die Verbindung von praktischer Berufsausbildung, wissenschaftlichem Studium und Lehramtskompetenz ist im deutschen Bildungssystem einzigartig.

Für die Zulassung wird ein Bachelorabschluss im selben Lehramtsprofil oder fachlich gleichwertig vorausgesetzt. Zwingend ist eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung im Berufsfeld Ernährung/Hauswirtschaft (z. B. Köchin, Hotelfachfrau, Bäckerin, Fleischerin) oder ein qualifiziertes zwölfmonatiges Berufspraktikum in diesem Feld. Dieses Praktikum ist eine harte Voraussetzung, die viele Studieninteressierte unterschätzen. Englischkenntnisse spielen eine untergeordnete Rolle, da die Lehrsprache durchgängig Deutsch ist.

Module im Studium

  • Ernährungskonzepte und Diätetik (CHE 551)
  • Versorgungs- und Qualitätsmanagement (CHE 552)
  • Lebensmittelmikrobiologie und Betriebshygiene (CHE 553)
  • Projekt (CHE 556)
  • Ernährungsverhalten (CHE 554)
  • Hospitality Management (CHE 555)
  • Berufsfelddidaktik
  • Fachdidaktik
  • Kernpraktikum
  • Erziehungswissenschaft
  • Zweites Unterrichtsfach
  • Abschlussmodul mit Masterarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Lebensmittelanalytik und Authentizitätsprüfung
  • Toxikologie und Risikobewertung
  • Lebensmittelmikrobiologie und Hygiene
  • Ernährungsphysiologie und Health Claims

Was du lernst

  • Diätetisches Fachwissen didaktisch transformieren
  • Qualitätsmanagement in Care- und Versorgungsbetrieben anwenden
  • Mikrobiologische Risiken in Lebensmittelbetrieben bewerten
  • Unterrichtsentwürfe für berufsbildende Schulen entwickeln
  • Hauswirtschaftliche Versorgungssysteme analysieren
  • Berufspraktische Inhalte fachdidaktisch aufbereiten

Typische Berufsfelder

  • Berufsschullehrkraft
  • Fachschullehrkraft Gastronomie
  • Erwachsenenbildung
  • Qualitätsmanagement Großküchen
  • Ernährungsberatung
  • Verbraucherbildung

Branchen

Berufliche BildungGastronomie und HotellerieCare-CateringKrankenkassenVerbraucherschutzLebensmittelhandwerk

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Bachelor Lehramt LABB Ernährungs-/Haushaltswissenschaften
  • Abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung oder 12-monatiges Berufspraktikum
  • Affinität zu Lebensmittelfachpraxis
  • Didaktisches Interesse
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Ernährungs- und Haushaltswissenschaften Lehramt an berufsbildenden Schulen (Master) Teilzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Hamburg auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Ernährungswissenschaft” an der Universität Hamburg suchen →

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