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Ernährungswissenschaft (Nutritional Science)

Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, Veterinärmedizin · Ernährungs- und Haushaltswissenschaften

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Ernährungswissenschaft (englisch Nutritional Science) ist eine naturwissenschaftliche Disziplin, die zwischen Biochemie, Physiologie und Medizin angesiedelt ist und sich mit Grundlagen, Zusammensetzung und Wirkung der Ernährung beim Menschen befasst. Untersucht werden Nährstoffe und Nahrungsinhaltsstoffe, Verdauung und Stoffwechsel, Energiehaushalt sowie der Zusammenhang zwischen Ernährung, Gesundheit und Krankheit. Das Fach hat sich aus der Chemie und Physiologie entwickelt; in Deutschland wurde 1951 in Gießen das erste eigenständige Institut gegründet. Typische Studieninhalte sind allgemeine und organische Chemie, Biochemie, Mikrobiologie, Anatomie und Physiologie, Lebensmittelchemie und -technologie, Humanernährung, Ernährungsphysiologie, Ernährungsepidemiologie, klinische Ernährung/Diätetik, Public Health Nutrition sowie Statistik und Studiendesign. Hinzu kommen Labor- und Methodenpraktika (z. B. Analytik, Stoffwechselversuche, Ernährungserhebungen). Master-Schwerpunkte reichen von molekularer Ernährung über klinische Ernährung bis zu Ernährungsökonomie und -kommunikation. Profilierte Standorte sind u. a. Gießen, Bonn, Hohenheim, Halle, Jena, Kiel und die TU München (Weihenstephan). Abschlüsse sind Bachelor (B.Sc.) und Master (M.Sc.); promoviert wird zum Dr. rer. nat. oder Dr. troph. (in Gießen). Anders als Ökotrophologie, die Haushalts- und Ernährungswissenschaften praxisnäher kombiniert, ist die Ernährungswissenschaft enger naturwissenschaftlich ausgerichtet; gegenüber Lebensmittelchemie liegt der Fokus stärker auf physiologischer Wirkung statt auf chemischer Analytik und Lebensmittelrecht. Berufsfelder sind Forschung an Hochschulen und außeruniversitären Instituten (z. B. DIfE, Max-Rubner-Institut), Lebensmittel- und Pharmaindustrie (Produktentwicklung, Regulatory, Health Claims), Ernährungsberatung (meist mit Zusatzqualifikation), Public Health, Kliniken, Behörden (BfR, BVL, BMEL-nachgeordnete Stellen) sowie Fachjournalismus und Wissenschaftskommunikation.

Tags

gesundheit

Vibe

theoretischforschungsorientiertgeisteswissenschaftlich

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