Soziologie (Sociology)
NC-Hinweis: Soziologie
Der Bachelor of Arts Soziologie am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Hamburg, angesiedelt an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, vermittelt in sechs Semestern Regelstudienzeit eine fundierte theoretische und methodische Ausbildung in den Grundlagen der Soziologie. Hamburg gehört zu den profilstärksten Soziologie-Standorten Norddeutschlands; die Lehre ist eng mit empirischer Forschung in den Bereichen Arbeit, Migration, Bildung, Wohlfahrtsstaat, Stadt- und Globalsoziologie sowie sozialer Ungleichheit verknüpft. Das Sozialwissenschaftliche Forschungszentrum (SOFI-Kooperationen), das Hamburger Institut für Sozialforschung und das BIM (Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung) sind über Kooperationen mit der Lehre verzahnt.
Die 180 ECTS verteilen sich auf das Hauptfach Soziologie mit 101 LP in neun Pflichtmodulen, den Bereich der allgemein berufsqualifizierenden Kompetenzen (ABK) mit 20 LP, ein Nebenfach von 45 LP — wählbar aus dem Spektrum aller anerkannten Nebenfächer der Universität Hamburg von Politikwissenschaft über Geschichte bis BWL — sowie einen Wahlbereich von mindestens 14 LP. Die Pflichtmodule des Hauptfachs decken die zentralen Inhalte des Fachs ab: Einführung in die Soziologie, Sozialstrukturanalyse und Gesellschaftsanalyse, Soziologische Theorien (klassische Theorien von Marx, Weber, Durkheim sowie zeitgenössische Positionen von Habermas, Bourdieu, Luhmann und neueren Strömungen wie Praxistheorien oder Akteur-Netzwerk-Theorie), Methoden der empirischen Sozialforschung in qualitativer und quantitativer Tradition, Statistik für Sozialwissenschaftler sowie spezielle Soziologien. Typischerweise wählen Studierende ab dem fünften Semester aus Angeboten wie Arbeits- und Wirtschaftssoziologie, Bildungssoziologie, Migrations- und Stadtsoziologie, Familien- und Geschlechtersoziologie sowie globale Ungleichheit und transnationale Soziologie. Empirische Forschungspraxis bildet einen besonderen Schwerpunkt: Studierende entwerfen, erheben und analysieren eigene Daten — von leitfadengestützten Interviews über Inhaltsanalysen bis zu multivariater statistischer Auswertung mit SPSS, Stata oder R. Den Abschluss bildet die Bachelorarbeit mit 10 LP, für deren Anmeldung 45 LP aus dem Hauptfach Voraussetzung sind.
Absolventinnen und Absolventen wechseln häufig in konsekutive Masterstudiengänge wie Soziologie, Sozialwissenschaften, Demografie, empirische Bildungsforschung, Migrationsforschung, Public Policy, Stadt- und Regionalplanung oder Gender Studies. Andere steigen direkt in die Berufspraxis ein. Typische Berufsfelder finden sich in Markt- und Meinungsforschung (Forsa, Infratest dimap, GfK), Sozial- und Politikberatung, kommunaler Sozialplanung, Personalwesen, Verbänden, Stiftungen, Medien und Journalismus, Erwachsenenbildung sowie in NGOs und der internationalen Entwicklungszusammenarbeit (GIZ, KfW, UN-Organisationen). Auch die akademische Promotion bleibt offen und führt häufig in eine Tätigkeit an Forschungsinstituten oder Universitäten.
Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt mit lokalem Numerus clausus. Voraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife; Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich, die Bewerbungsfrist läuft vom 1. Juni bis 15. Juli. Gute Englischkenntnisse werden für die Lektüre internationaler Forschungsliteratur erwartet, ebenso Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit statistischen Verfahren und Mathematik auf Grundniveau — Statistik ist erfahrungsgemäß die anspruchsvollste Hürde im Studienverlauf. Empfohlen werden Interesse an gesellschaftlichen Zusammenhängen, sorgfältiges analytisches Lesen, Schreibfreude und Aufgeschlossenheit für empirische Forschung. Der Fachbereich bietet ein lebendiges Methoden-Tutorienprogramm, kleine Seminargruppen in der Vertiefung sowie Forschungsprojekte mit Hamburger Kooperationspartnern in Verwaltung, NGOs und Kulturinstitutionen.
Module im Studium
- Einführung in die Soziologie
- Sozialstruktur- und Gesellschaftsanalyse
- Soziologische Theorie (Klassiker)
- Soziologische Theorie (Gegenwart)
- Methoden der empirischen Sozialforschung I (Quantitativ)
- Methoden der empirischen Sozialforschung II (Qualitativ)
- Statistik für Sozialwissenschaftler
- Spezielle Soziologien (Vertiefung)
- Forschungswerkstatt / Empirisches Projekt
- Allgemein berufsqualifizierende Kompetenzen (ABK)
- Nebenfach
- Bachelorarbeit
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Arbeits- und Wirtschaftssoziologie
- Bildungs- und Familiensoziologie
- Migrations- und Stadtsoziologie
- Geschlechtersoziologie
- Globale Ungleichheit und transnationale Soziologie
Was du lernst
- Anwendung soziologischer Theorien auf gesellschaftliche Phänomene
- Eigenständige Durchführung empirischer Forschungsprojekte
- Quantitative und qualitative Datenanalyse
- Statistische Auswertung mit SPSS, Stata oder R
- Kritische Lektüre internationaler Forschungsliteratur
- Wissenschaftliches Schreiben und Argumentieren
Typische Berufsfelder
- Markt- und Meinungsforschung
- Sozial- und Politikberatung
- Kommunale Sozialplanung
- Personalwesen und Organisationsentwicklung
- Verbände und Stiftungen
- Medien und Journalismus
- Erwachsenenbildung
- NGOs und Entwicklungszusammenarbeit
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine Hochschulreife
- Lokaler Numerus clausus
- Englischkenntnisse für Fachliteratur
- Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Statistik
- Interesse an gesellschaftlichen Fragen und empirischer Forschung
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Soziologie Bachelor Teilzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Hamburg auf ihrer Website.
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