Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Freiburg im Breisgau
Der Bachelorstudiengang Empirische Kulturwissenschaft (B.A.) an der Universität Freiburg — seit dem Wintersemester 2024/25 unter diesem Namen (früher: Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie) — untersucht kulturelle Phänomene, Alltagspraktiken und Lebenswelten in modernen europäischen Gesellschaften. Das Studium verbindet kulturtheoretische Grundlagen mit empirischen Forschungsmethoden und einem starken Praxisbezug durch ethnographische Feldforschung.
Inhaltlich stehen Fragen im Mittelpunkt, wie Menschen ihren Alltag gestalten: Ernährungskultur, Festpraktiken, religiöse Ausdrucksformen, politische Mobilisierung, Medienkonsum und räumliche Identitäten. Die vier Forschungsschwerpunkte des Freiburger Instituts — Migration und Mobilität, Politik und Wirtschaft, Stadt und Raum sowie Populärkultur — prägen das Lehrangebot. Methodisch werden qualitative Verfahren vermittelt: Ethnographie, Feldforschung, Interviewführung, Diskurs- und Bildanalyse. Projektseminare mit direktem Feldbezug — etwa zu städtischen Nachbarschaften, Bioökonomie oder Kulturpodcasting — gehören zum festen Bestandteil.
Das Studium ist als 2-Fächer-Studiengang konzipiert: Empirische Kulturwissenschaft kann als Hauptfach (120 ECTS) oder Nebenfach (30 ECTS) kombiniert mit einem zweiten Fach studiert werden, Gesamtumfang 180 ECTS. Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester; Studienbeginn ist ausschließlich im Wintersemester. Zulassung ist zulassungsfrei — keine NC-Hürde. Studiengebühren fallen keine an; der Semesterbeitrag liegt bei 190 Euro.
Berufsfelder für Absolventinnen und Absolventen liegen in Kulturmanagement, Museen und Archiven, Redaktion und Journalismus, Öffentlichkeitsarbeit, NGOs, Bildungseinrichtungen und Wissenschaftskommunikation. Viele Absolventen schließen einen Master im Fach an oder wechseln in sozial- und kulturwissenschaftliche Nachbarfelder.
Module im Studium
- Einführung in die Empirische Kulturwissenschaft
- Grundlagen der qualitativen Forschungsmethoden
- Kulturtheorie und kulturwissenschaftliche Konzepte
- Ethnographische Feldforschung
- Alltagskultur und Lebenswelten
- Migration, Mobilität und Transkulturalität
- Stadt, Raum und räumliche Identität
- Populärkultur und Medienkonsum
- Politik, Wirtschaft und gesellschaftlicher Wandel
- Projektseminar mit Feldforschungsanteil
- Bachelorarbeit
Was du lernst
- Kulturelle Phänomene und Alltagspraktiken empirisch beschreiben und analysieren
- Qualitative Methoden (Ethnographie, Interview, Diskursanalyse) selbstständig anwenden
- Kulturtheoretische Konzepte auf gesellschaftliche Gegenwartsfragen beziehen
- Eigene Feldforschungsprojekte planen, durchführen und verschriftlichen
- Kulturelle Vielfalt in Geschichte und Gegenwart Europas vergleichend einordnen
- Forschungsergebnisse in Text und Präsentation fachgerecht kommunizieren
Typische Berufsfelder
- Kulturmanager:in in Kulturinstitutionen und Stiftungen
- Kurator:in / Museumsmitarbeiter:in
- Redakteur:in mit kulturwissenschaftlichem Profil
- Referent:in in NGOs und Bildungseinrichtungen
- Wissenschaftskommunikator:in
- Öffentlichkeitsarbeiter:in / PR-Spezialist:in
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine Hochschulreife oder gleichwertiger Abschluss
- Bereitschaft zu umfangender Lektüre und ethnographischer Feldarbeit
- Interesse an kulturellen Phänomenen und gesellschaftlichen Fragen
- Deutschkenntnisse auf C1-Niveau (für internationale Studierende)
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Freiburg im Breisgau auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Empirische Kulturwissenschaft” an der Universität Freiburg im Breisgau suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
Falsche Angaben? [email protected]
Lade Beiträge…
Studien-Quiz starten
In 1 bis 4 Minuten zur Empfehlung.
Kommentar schreibenanonym
Hier kannst du Erfahrungen teilen oder Fragen stellen, die andere beantworten. Was hätte dir bei deiner Entscheidung geholfen? Oder was willst du aktuell wissen?