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Darstellendes Spiel

Der Bachelor Darstellendes Spiel (B.A.) der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig ist ein bundesweit einzigartiger Kooperationsstudiengang: Er wird gemeinsam mit der TU Braunschweig im Rahmen des Zwei-Fächer-Bachelors mit Lehramtsoption Gymnasium angeboten und vernetzt sich darüber hinaus mit der Leibniz Universität Hannover, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie der Universität Hildesheim. Studierende kombinieren Darstellendes Spiel als künstlerisches Fach mit einem zweiten Schulfach an der TU Braunschweig; die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester (180 ECTS), die Aufnahmeprüfung findet an der HBK statt. Studienstart ist nur im Wintersemester.

Inhaltlich verzahnt der Studiengang künstlerische Praxis, theaterwissenschaftliche Reflexion und Fachdidaktik. In den Fachmodulen erwerben Studierende theatrale Grundkompetenzen: Schauspiel und szenische Improvisation, Körper- und Stimmtraining, Bewegung und Tanz, Regie und Dramaturgie, Theatertheorie und -geschichte, performative Künste und Performance Studies, Bühnenraum und Medien. Zentrale Module sind Grundlagen des Darstellenden Spiels, Theaterwissenschaft, Inszenierungsanalyse, Sprache und Medien (mit Verbindung zu TU-Modulen P5 Sprachen oder anderen sprachlich-medialen Schwerpunkten), Werkstatt szenisches Schreiben, Theaterpädagogik sowie ein eigenes Inszenierungsprojekt. Im Profilbereich (30 CP) wählen Studierende zwei Module aus elf Optionen – Kombinationen wie HBK „Sprache & Medien“ mit TU „P5 Sprachen“ sind ausgeschlossen. Die Lehre findet überwiegend in atelierähnlichen, projektorientierten Seminaren mit kleinen Gruppen statt; das eigene künstlerische Forschen mündet in studentische Inszenierungen, die regelmäßig öffentlich aufgeführt werden.

Die HBK Braunschweig ist eine der wenigen Kunsthochschulen Deutschlands mit Universitätsstatus und gehört zu den profiliertesten Adressen für zeitgenössische Künste, Performance, Film und Inszenierungsforschung. Studierende arbeiten in den eigenen Theaterräumen und im Spielraum, profitieren von engen Kooperationen mit dem Staatstheater Braunschweig und dem LOT-Theater sowie von der internationalen Vernetzung. Das künstlerisch-akademische Klima ist explizit experimentell und prozessorientiert.

Der Bachelor qualifiziert für den Übergang in den konsekutiven Master of Education Darstellendes Spiel und in Folge in das Referendariat (Lehramt an Gymnasien in Niedersachsen). Auch ohne Lehramtsabschluss arbeiten Absolventinnen und Absolventen in der freien Theaterszene, in Theaterpädagogik, Stadttheaterzweigen, Kulturvermittlung, Festival-Organisation, Performance- und Tanzkollektiven, Drehbuch- und Regieassistenz oder in der außerschulischen Bildungsarbeit. Voraussetzungen sind die Allgemeine Hochschulreife, das Bestehen der künstlerischen Eignungsprüfung sowie ausgeprägte Performance- und Reflexionsbereitschaft. Vorerfahrungen aus Schultheater, AGs, freier Szene oder Theaterpädagogik helfen bei der Bewerbung. Die HBK Braunschweig hat als Kunsthochschule mit Universitätsstatus das Promotionsrecht und gilt als profilierte Adresse für künstlerische Forschung. Ihr internationales Netzwerk umfasst Partnerakademien u. a. in Wien, Helsinki, Amsterdam und Tokyo. Studierende verfügen über eigene Ateliers, Theaterräume mit Bühnenbild- und Tontechnik sowie Räume für szenische Projekte. Studienbeginn ist nur im Wintersemester; Anmeldeschluss zur Eignungsprüfung ist üblicherweise im Frühjahr. Ergänzend wählen Studierende ihr zweites Schulfach aus dem Angebot der TU Braunschweig (z. B. Deutsch, Englisch, Geschichte, Mathematik). Das BAföG-Quote für Theaterpädagogik-Studiengänge ist überdurchschnittlich hoch.

Module im Studium

  • Grundlagen Darstellendes Spiel
  • Körper- und Stimmtraining
  • Schauspiel und szenische Improvisation
  • Bewegung und Tanz
  • Regie und Dramaturgie
  • Theatertheorie und -geschichte
  • Inszenierungsanalyse
  • Sprache und Medien
  • Performance Studies
  • Werkstatt szenisches Schreiben
  • Theaterpädagogik
  • Inszenierungsprojekt
  • Fachdidaktik Darstellendes Spiel
  • Bildungswissenschaften (an der TU)
  • Bachelorarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Mit Lehramtsoption Gymnasium
  • Ohne Lehramt (mit Professionalisierungsbereich)

Was du lernst

  • Körper, Stimme und Präsenz künstlerisch einsetzen
  • Szenisches Material entwickeln und proben
  • Inszenierungen analysieren und reflektieren
  • Theaterpädagogische Konzepte planen
  • In Ensembles kooperieren und improvisieren
  • Theatertheorie wissenschaftlich anwenden
  • Aufführungen kuratieren und dokumentieren

Typische Berufsfelder

  • Lehrkraft Darstellendes Spiel (nach MEd)
  • Theaterpädagogin/-pädagoge
  • Freie Theaterszene und Performance
  • Regie- und Dramaturgieassistenz
  • Kulturvermittlung
  • Festival- und Kulturmanagement
  • Drehbuch und Filmschaffen

Branchen

Theater und BühneSchul- und BildungswesenAußerschulische BildungFilm und MedienFestival- und KulturwirtschaftSoziale und gemeinwesenorientierte Bildung

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Allgemeine Hochschulreife
  • Bestandene künstlerische Eignungsprüfung
  • Performance- und Reflexionsbereitschaft
  • Wahl eines zweiten Schulfachs an der TU
  • Erfahrungen im Schul- oder freien Theater hilfreich
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Darstellendes Spiel Bachelor Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Lehrämter” an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig suchen →

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