Studieren in Neu-Ulm
Bayern · Mittelstadt
Neu-Ulm liegt am rechten Donauufer direkt gegenüber Ulm und bildet mit der baden-württembergischen Nachbarstadt einen Doppelort von rund 190.000 Einwohnern. Das studentische Leben spielt sich überwiegend in Ulm ab; Neu-Ulm selbst wirkt industriell-bürgerlich und ruhiger.
Über die Stadt
Neu-Ulm liegt am bayerischen rechten Donauufer, unmittelbar gegenüber dem badenwürttembergischen Ulm. Beide Städte zusammen bilden eine Doppelstadt mit rund 190.000 Einwohnern; eine Innenstadt-Fußgängerbrücke und mehrere Donaubrücken verbinden die Stadtzentren in wenigen Minuten. Das Stadtbild Neu-Ulms ist nüchterner als das historische Ulm mit seinem gotischen Münster; Nachkriegsbebauung und Kasernengelände prägen weite Teile.
Die Hochschule Neu-Ulm (HNU) ist eine staatliche Hochschule für angewandte Wissenschaften mit rund 3.900 Studierenden in wirtschafts- und gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen. Ihr Hauptgebäude liegt zentral in der Innenstadt, in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Neu-Ulm. Dazu kommen in Ulm die Universität Ulm (natur- und ingenieurwissenschaftlich ausgerichtet) sowie die Technische Hochschule Ulm (THU), sodass der Doppelstandort insgesamt rund 20.000 Studierende zählt.
Das studentische Leben findet zu einem guten Teil auf der Ulmer Seite statt, wo ältere Studentenkneipen und Clubs konzentriert sind. Das Ulmer Münsterviertel und die Fischersteig-Gasse bilden das Ausgehleben; Clubs wie Frau Berger, Myer's, Eden und das Hintere Kreuz sind bekannte Anlaufstellen. Auf Neu-Ulmer Seite liegt das Edwin Scharff Museum direkt am Donauufer — ein Kunstmuseum, das zugleich ein Kindermuseum beherbergt — sowie das Edwin-Scharff-Haus als Konzert- und Veranstaltungsort.
Die Mietsituation in Neu-Ulm ist günstiger als in München, aber höher als in vielen anderen Mittelstädten, da die Region wirtschaftlich stark ist. Studierende orientieren sich bei der Zimmersuche auf beide Stadthälften.
Studierendenleben
Die Lebenshaltungskosten in Neu-Ulm liegen im mittleren Bereich; Wohnheimplätze im Studierendenwerk Ulm kosten deutlich weniger als private WG-Zimmer. Mit monatlichen Gesamtkosten von rund 600–700 Euro ist der Standort günstiger als München, aber kein Schnäppchen: Der wirtschaftlich starke Raum hält Mieten auf einem spürbar höheren Niveau als viele ostdeutsche Hochschulstädte. Die enge Verzahnung mit Ulm erweitert Wohnoptionen erheblich.
Kultur
Das Edwin Scharff Museum am Petrusplatz zeigt klassische Moderne und wechselnde Ausstellungen; das integrierte Kindermuseum ist für Familien interessant. Das Edwin-Scharff-Haus ist der größte Konzertsaal der Region. Ulm bietet mit dem Stadthaus (Richard Meier, 1993), dem Kunstverein Ulm und dem Theater Ulm ein deutlich breiteres Kulturprogramm; die Doppelstadtlage macht beides zugänglich.
Nachtleben
Die Clubs und Bars der Region sind auf der Ulmer Seite konzentriert: Frau Berger, Myer's, Eden und das Hintere Kreuz sind einschlägige Adressen. Das Besitos bietet Cocktailabende an. Auf Neu-Ulmer Seite gibt es einige Bars und das Edwin-Scharff-Haus als Veranstaltungsraum, aber keinen eigenständigen Clubbetrieb.
Mobilität
Neu-Ulm ist über den Bahnhof Neu-Ulm an den ICE-Knotenpunkt Ulm Hbf. angebunden (IC/ICE nach München in 50 Min., Stuttgart in 55 Min.). Innerhalb der Doppelstadt verkehren Stadtbusse beider Städte sowie Straßenbahnlinien; das Semesterticket der HNU gilt im regionalen ÖPNV. Das Fahrrad ist auf dem Donauradweg und in der Innenstadt das schnellste Verkehrsmittel.
Hochschulen in Neu-Ulm (1)
Studienangebote in Neu-Ulm (22)
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