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Recht der Digitalisierung

Der Masterstudiengang Recht der Digitalisierung (LL.M.) an der Universität zu Köln ist ein einjähriges Vollzeitstudium mit 60 ECTS und schließt mit dem Master of Laws ab. Er wurde 2023 erstmals angeboten und richtet sich an Volljurist:innen sowie Bachelor- und Masterabsolvent:innen rechtswissenschaftlicher Studiengänge, die ihre Qualifikation um die rechtlichen Herausforderungen der Digitalisierung erweitern wollen. Studienstart ist ausschließlich zum Wintersemester; die Lehrsprache ist Deutsch. Das Programm gehört zu den wenigen deutschen LL.M.-Angeboten, die das Recht der Digitalisierung als eigenständige Querschnittsdisziplin systematisch abbilden — statt nur Datenschutz oder IT-Recht punktuell zu vertiefen.

Das Curriculum gliedert sich in vier Pflichtmodule und zwei aus einem wachsenden Pool gewählte Wahlpflichtmodule, ergänzt um die Masterarbeit. Im ersten Semester (Oktober bis März) absolvieren Studierende drei Pflichtmodule mit insgesamt 27 ECTS; im zweiten Semester (April bis September) folgen das vierte Pflichtmodul (6 ECTS), zwei Wahlpflichtmodule (12 ECTS) und die Masterarbeit (15 ECTS). Inhaltlich werden drei Rechtssäulen abgedeckt: Zivilrecht der Digitalisierung (Plattformökonomie, digitale Verträge, autonome Systeme, Haftung für KI-Entscheidungen), Öffentliches Recht der Digitalisierung (Datenschutz nach DSGVO, E-Government, digitale Verwaltung, Online-Zugangsgesetz) und Strafrecht der Digitalisierung (Cybercrime, digitale Beweisführung, KI-Verantwortlichkeit). Hinzu kommen technologische Grundlagen sowie Legal-Tech-Anwendungen wie automatisierte Vertragsanalyse, Smart Contracts und Compliance-Tooling. Wahlpflichtmodule decken u. a. Wettbewerbsrecht digitaler Märkte, Fintech-Regulierung, Cyberkriminalität und digitales Medienrecht ab; weitere Module sind in Planung.

Berufliche Anschlussfelder umfassen Tätigkeiten in spezialisierten Wirtschaftskanzleien (IT-/IP-/Datenschutz-Praxis), bei Aufsichtsbehörden (z. B. BfDI, BNetzA, Bundeskartellamt), in Compliance- und Rechtsabteilungen von Tech- und Plattformunternehmen, in Legal-Tech-Start-ups sowie in Ministerien, die die digitale Gesetzgebung federführend betreuen. Auch eine Promotion zu digitalen Rechtsfragen oder eine akademische Karriere ist möglich. Die Universität zu Köln bietet mit ihrem starken IP- und Wirtschaftsrechtsprofil und der Anbindung an Forschungsinitiativen wie das Institut für Informationsrecht und das Institut für Telekommunikationsrecht ein günstiges Umfeld. Der hohe Bewerberandrang seit der Erstauflage zeigt die Marktrelevanz dieses Spezial-LL.M.s.

Zulassungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaften (mindestens erste Prüfung) oder ein gleichwertiger rechtswissenschaftlicher Abschluss mit überdurchschnittlicher Note. Die Bewerbung erfolgt im NC-freien Verfahren bis zum 15. Juli. Erwartet werden grundlegendes Verständnis des deutschen Privat-, Öffentlichen und Strafrechts, Interesse an digitalen Technologien sowie sehr gute Deutschkenntnisse. Technische Vorkenntnisse sind nicht zwingend, aber hilfreich; die Lehrenden vermitteln die notwendigen Grundlagen im einführenden Pflichtmodul. Das Programm wird in Präsenz auf dem Innenstadtcampus durchgeführt; Online-Anteile bleiben die Ausnahme. Vorlesungen, Seminare und Fallübungen finden vorwiegend werktags statt; die kompakte Studiendauer macht eine parallele Berufstätigkeit kaum sinnvoll, weshalb die Hochschule Studierende ermutigt, das Jahr als vollumfängliches Vollzeitstudium zu nutzen.

Module im Studium

  • Technologische Grundlagen der Digitalisierung
  • Zivilrecht der Digitalisierung
  • Öffentliches Recht der Digitalisierung
  • Strafrecht der Digitalisierung
  • Wahlpflichtmodul Legal Tech
  • Wahlpflichtmodul Wettbewerbsrecht digitaler Märkte
  • Wahlpflichtmodul Fintech-Regulierung
  • Wahlpflichtmodul Cyberkriminalität
  • Wahlpflichtmodul Digitales Medienrecht
  • Masterarbeit

Was du lernst

  • Rechtliche Bewertung digitaler Geschäftsmodelle
  • Datenschutzrechtliche Beratung auf Spezialistenniveau
  • Verständnis technologischer Grundlagen für die Rechtsanwendung
  • Anwendung von Legal-Tech-Werkzeugen
  • Wissenschaftlich fundierte Stellungnahmen zu Digitalrechtsfragen

Typische Berufsfelder

  • Wirtschaftskanzlei (IT/IP/Datenschutz)
  • Aufsichtsbehörden
  • Compliance in Tech-Unternehmen
  • Legal-Tech-Start-ups
  • Ministerien und Gesetzgebung
  • Wissenschaftliche Forschung

Branchen

RechtsberatungTechnologie- und Plattformunternehmenöffentliche VerwaltungFinanzdienstleistungenWissenschaft

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Abgeschlossenes rechtswissenschaftliches Studium (mind. erste Prüfung) oder gleichwertig
  • Überdurchschnittliche Abschlussnote
  • Sehr gute Deutschkenntnisse
  • Grundverständnis der drei Hauptrechtsgebiete
  • Interesse an Technologie hilfreich
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Recht der Digitalisierung Master of Laws Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität zu Köln auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Informatik” an der Universität zu Köln suchen →

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