Schulpsychologie an der Universität Tübingen
NC-Hinweis: Zulassungsbeschränkt: 20 Plätze, Auswahlverfahren per Punktesystem (Note bis 30 P., Praxiserfahrung bis 10 P.). Voraussetzung: B.Sc. Psychologie, Note ≤ 2,5. Bewerbungsschluss: 15. Mai. Start: Wintersemester.
Der M.Sc. Schulpsychologie der Eberhard Karls Universität Tübingen ist bundesweit der erste und einzige fachspezifische Masterstudiengang für Psychologinnen und Psychologen mit unmittelbarer Ausrichtung auf das Berufsfeld Schulpsychologie. Das viersemestrige Programm (120 ECTS) startet ausschließlich zum Wintersemester und vergibt jährlich 20 Studienplätze – die Auswahl erfolgt über ein Punktesystem aus Bachelornote (bis 30 Punkte, Mindestnote 2,5) und einschlägiger Praxiserfahrung (bis 10 Punkte). Bewerbungsschluss ist der 15. Mai.
Der Studiengang verbindet Inhalte aus Kognitionspsychologie, Pädagogischer Psychologie, Entwicklungspsychologie und psychologischer Diagnostik und richtet sie konsequent auf die Schulsituation aus. Lehrveranstaltungen werden fakultätsübergreifend angeboten: Die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät und die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät – insbesondere das Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung – tragen gemeinsam zur Ausbildung bei. Praktika in schulpsychologischen Beratungsstellen und an Schulen sind fester Bestandteil des Curriculums.
Im Vergleich zu allgemeinen Psychologiemasterprogrammen liegt der Schwerpunkt weniger auf statistischer Methodenvertiefung, dafür mehr auf beraterischen und diagnostischen Praxiskompetenzen: Gesprächsführung mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften, Durchführung und Auswertung schulbezogener Testverfahren sowie Krisenintervention im schulischen Kontext.
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich direkt für Stellen im staatlichen schulpsychologischen Dienst der Bundesländer. Ergänzend ist eine Psychotherapieausbildung (Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie) anschlussfähig. Eine akademische Laufbahn in Bildungspsychologie oder empirischer Bildungsforschung – auch mit Promotion an der Universität Tübingen – steht ebenfalls offen. Lehrsprache ist Deutsch, einzelne Veranstaltungen werden auf Englisch angeboten. Als staatliche Universität erhebt Tübingen keine Studiengebühren.
Module im Studium
- Kognitionspsychologie und kognitive Neurowissenschaft
- Pädagogische Psychologie und Unterrichtsforschung
- Entwicklungspsychologie im schulischen Kontext
- Psychologische Diagnostik und Testverfahren
- Schulpsychologische Beratung und Gesprächsführung
- Krisenintervention und Prävention
- Empirische Bildungsforschung
- Schulpsychologisches Praktikum
- Masterarbeit
Was du lernst
- Psychologische Diagnostik im Schulkontext durchführen und interpretieren
- Schülerinnen, Eltern und Lehrkräfte professionell beraten
- Bildungspsychologische Forschungsmethoden anwenden
- Krisenintervention und Prävention im Schulalltag umsetzen
- Schulpsychologische Gutachten und Berichte erstellen
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen gestalten
Typische Berufsfelder
- Staatlicher schulpsychologischer Dienst
- Schulpsychologische Beratungsstellen
- Pädagogisch-psychologische Diagnostik
- Bildungspsychologische Forschung
- Kinder- und Jugendpsychotherapie (nach Zusatzausbildung)
- Empirische Bildungsforschung und Hochschullehre
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Abgeschlossener Bachelor in Psychologie oder polyvalentem Psychologie-Bachelor (Note mind. 2,5)
- Einschlägige Praxiserfahrung im schulpsychologischen Umfeld (z.B. Schulpraktika, Beratungserfahrung)
- Interesse an Diagnostik und Beratung mit Kindern und Jugendlichen
- Grundkenntnisse in empirischen Forschungsmethoden
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Tübingen auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Schulpsychologie” an der Universität Tübingen suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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