Politikwissenschaft (Political Science) an der Universität Tübingen
Der Master of Education Politikwissenschaft an der Universität Tübingen ist der konsekutive Aufbaustudiengang für das Gymnasiallehramt im Fach Gemeinschaftskunde. Er dauert vier Semester (120 ECTS) und setzt einen Bachelor of Education in Politikwissenschaft voraus; ein Quereinstieg in höhere Fachsemester ist nicht möglich. Der Studiengang ist am Fachbereich Sozialwissenschaften der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät verankert und wird in Kombination mit einem zweiten Unterrichtsfach studiert.
Das Programm deckt die Politikwissenschaft in ihrer fachlichen Breite ab: Im Mittelpunkt stehen die vergleichende Regierungslehre mit Fokus auf das deutsche und europäische politische System, die Internationalen Beziehungen einschließlich deutscher und europäischer Außenpolitik sowie Politische Theorie und Methoden der empirischen Sozialforschung. Ein besonderes Kernelement ist das zweisemestrige Lehrforschungsprojekt, in dem Studierende in kleinen Gruppen gemeinsam mit erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein selbst gewähltes politikwissenschaftliches Forschungsvorhaben entwickeln und durchführen. Dieses Format schlägt direkt die Brücke zwischen fachwissenschaftlicher Tiefe und der Vorbereitung auf Unterrichtsgestaltung in der Sekundarstufe.
Ein Wahlmodul erlaubt die individuelle Vertiefung in einem der drei Teilbereiche; daneben stehen fächerübergreifende Qualifikationen wie Praktika, Sprachkurse und IT-Kompetenzen zur Verfügung. Die Fachdidaktik der politischen Bildung ist curricular integriert und verbindet empirisch-analytische Perspektiven mit evidenzbasierter Unterrichtsplanung. Studienbegleitende Anteile in Bildungswissenschaften und Schulpraktika runden das Curriculum ab.
Das Studium ist zulassungsfrei – ein NC existiert nicht. Voraussetzung ist ein einschlägiger Bachelor of Education sowie Englischkenntnisse auf Niveau B2. Bewerbungsfristen: Wintersemester 30. April, Sommersemester 15. März. Nach dem Masterabschluss schließt sich der Vorbereitungsdienst (Referendariat) an, der mit dem Zweiten Staatsexamen die vollständige Lehrbefähigung für das Gymnasium in Baden-Württemberg verleiht. Neben dem Gymnasiallehramt qualifiziert der Abschluss für außerschulische politische Bildung, Erwachsenenbildung sowie für Tätigkeiten in Bildungsverwaltung und politiknahen Institutionen.
Module im Studium
- Politische Systeme im Vergleich (Deutschland und EU)
- Internationale Beziehungen und Außenpolitik
- Politische Theorie und Theoriegeschichte
- Methoden der empirischen Sozialforschung
- Lehrforschungsprojekt I
- Lehrforschungsprojekt II
- Fachdidaktik der politischen Bildung
- Wahlmodul Politikwissenschaft
- Fächerübergreifende Qualifikationen
- Schulpraktische Studien
Was du lernst
- Politikwissenschaftliche Teildisziplinen theoretisch und methodisch durchdringen
- Eigenständige empirische Forschungsprojekte konzipieren und durchführen
- Politische Zusammenhänge didaktisch fundiert für die Sekundarstufe aufbereiten
- Unterrichtsstunden evidenzbasiert planen, durchführen und reflektieren
- Vergleichende Analysen demokratischer Systeme erstellen
- Internationale politische Prozesse und Institutionen einordnen
Typische Berufsfelder
- Gymnasiallehrerin / Gymnasiallehrer (Gemeinschaftskunde)
- Außerschulische politische Bildung
- Bildungsverwaltung
- Erwachsenenbildung
- Politiknahe NGOs und Stiftungen
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bachelor of Education Politikwissenschaft (Gymnasium)
- Englischkenntnisse Niveau B2
- Zweites Unterrichtsfach im Bachelor
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Tübingen auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Politikwissenschaft” an der Universität Tübingen suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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