Sportwissenschaft (Sports Science)
Der Bachelor Sportwissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen ist als Profilstudiengang konzipiert: Studierende entscheiden sich bereits bei der Bewerbung für eines von drei Profilen, die in Eignungsprüfung, Aufnahme und Curriculum aufeinander aufbauen. Möglich sind die Profile Sportmanagement, Medien und Kommunikation sowie Gesundheitsförderung. Allen drei gemeinsam ist eine sechssemestrige Regelstudienzeit mit 180 ECTS und der Abschluss als B.Sc., hinzu kommt eine sportpraktische Eignungsprüfung als Zulassungsvoraussetzung. Die Zahl der Studienplätze ist klein (je Profil ca. 12–35), die Studiengänge sind örtlich zulassungsbeschränkt.
Der fachwissenschaftliche Kern (ca. 42 ECTS) deckt Trainings- und Bewegungswissenschaft, Sportmedizin, Sportpsychologie, Sportpädagogik und -didaktik, Sportgeschichte und Sportsoziologie sowie quantitative und qualitative Forschungsmethoden ab. 24 ECTS entfallen auf sportpraktische Module in Individual-, Mannschafts-, Rückschlag- und Natursportarten. Der profilbildende Bereich (ca. 36 ECTS) liefert das fachfremde Spezialwissen: BWL/VWL und Sportökonomie beim Sportmanagement, Kommunikationswissenschaft und Medienproduktion bei Medien und Kommunikation, Public Health, Ernährung und Bewegungsförderung bei Gesundheitsförderung. Hinzu kommen ein Pflichtpraktikum (15 ECTS), Wahlmodule (42 ECTS) sowie überfachliche Schlüsselqualifikationen (21 ECTS) und die Bachelorarbeit. Die Lehre wird vom Institut für Sportwissenschaft im Verbund mit der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät getragen.
Tübingen profiliert sich in der Sportforschung mit Schwerpunkten in Sportpsychologie und Entscheidungsforschung, Verhaltens- und Bewegungswissenschaft, digitalen Sportmedien sowie Gesundheits- und Präventionsforschung. Studierende kommen früh in Kontakt mit empirischer Projektarbeit, Labordiagnostik (Leistungsphysiologie, Biomechanik) und qualitativen Feldstudien. Auslandssemester werden über die fakultätseigenen Partnerschaften unterstützt; das Pflichtpraktikum lässt sich in der Regel in einem berufsfeldnahen Unternehmen, Verband, Klinik- oder Medienkontext absolvieren.
Die Berufsfelder hängen stark vom gewählten Profil ab. Sportmanagement-Absolventen arbeiten in Vereinen, Verbänden, Sportagenturen, Sportartikelindustrie und Eventorganisation; das Medienprofil führt in Sportjournalismus, Streaming-Redaktionen, PR und digitale Sportkommunikation; das Gesundheitsprofil in betriebliche Gesundheitsförderung, Rehabilitation, Krankenkassen und Public-Health-Projekte. Voraussetzungen sind allgemeine Hochschulreife, das bestandene sportpraktische Eignungsfeststellungsverfahren, breite eigene Sportbiografie und Interesse an empirischem, datenbasiertem Arbeiten. Konsekutive Master in Sportwissenschaft, Sportökonomie, Sportkommunikation oder Public Health stehen anschließend offen. Charakteristisch für Tübingen ist die kleine Kohortengröße mit enger persönlicher Betreuung, die hohe Forschungsintegration ab dem zweiten Studienjahr und die starke Vernetzung mit der medizinischen Fakultät, etwa über das Universitätsklinikum und das Institut für Sportmedizin. Sportstudierende profitieren zudem vom Hochschulsport mit über 100 Sportarten sowie von Auslandskooperationen mit Universitäten in den USA, Australien und Skandinavien, die im fünften Semester optional belegt werden. Tübingen punktet außerdem mit einem ausgeprägten studentischen Engagement, Hochschulgruppen wie der Studentischen Unternehmensberatung und einem aktiven Career Service, der Pflicht- und Wahlpraktika in Industrie, Verbänden und Kliniken vermittelt.
Module im Studium
- Grundlagen der Sportwissenschaft
- Trainings- und Bewegungswissenschaft
- Sportmedizin und Leistungsphysiologie
- Sportpsychologie
- Sportpädagogik und Sportdidaktik
- Sportsoziologie und Sportgeschichte
- Empirische Forschungsmethoden und Statistik
- Sportpraxis Individual- und Mannschaftssport
- Profilbereich (Management, Medien oder Gesundheitsförderung)
- Berufspraktikum
- Schlüsselqualifikationen
- Bachelorarbeit
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Sportmanagement
- Medien und Kommunikation
- Gesundheitsförderung
Was du lernst
- Bewegung biomechanisch und physiologisch analysieren
- Trainingsinterventionen wissenschaftlich planen
- Empirische Studien in der Sportforschung umsetzen
- Sportbezogene Daten statistisch auswerten
- Sportpraxis methodisch-didaktisch vermitteln
- Profilfeld professionell kommunizieren
Typische Berufsfelder
- Sportmanagement in Vereinen und Verbänden
- Sportjournalismus und digitale Sportmedien
- Betriebliche Gesundheitsförderung
- Rehabilitation und Prävention
- Sportartikel- und Eventindustrie
- Trainings- und Leistungsdiagnostik
- Forschung und Lehre
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine Hochschulreife
- Bestandene sportpraktische Eignungsprüfung
- Breite sportliche Vorerfahrung
- Affinität zu Statistik und empirischer Forschung
- Englische Lesekompetenz
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Sportwissenschaft Bachelor Vollzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Tübingen auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Sportwissenschaft” an der Universität Tübingen suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
Falsche Angaben? [email protected]
Lade Beiträge…
Studien-Quiz starten
In 1 bis 4 Minuten zur Empfehlung.
Kommentar schreibenanonym
Hier kannst du Erfahrungen teilen oder Fragen stellen, die andere beantworten. Was hätte dir bei deiner Entscheidung geholfen? Oder was willst du aktuell wissen?