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Sozialpädagogik/Pädagogik und allgemeinbildendes Fach Bachelor of Education an Berufsschulen

Der Bachelor of Education Sozialpädagogik/Pädagogik und allgemeinbildendes Fach – Höheres Lehramt an beruflichen Schulen ist die erste Stufe der Lehrerbildung für berufliche Schulen in Baden-Württemberg. An der Universität Tübingen wird er vom Institut für Erziehungswissenschaft der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät verantwortet und führt nach drei Jahren zum B.Ed., der die Voraussetzung für den anschließenden Master of Education und den Vorbereitungsdienst darstellt. Zielgruppe sind angehende Lehrkräfte für sozialpädagogische Berufskollegs, Fachschulen für Sozialpädagogik (Erzieherinnenausbildung), Berufsfachschulen sowie Berufliche Gymnasien mit dem Profil Soziales. Tübingen ist eine der wenigen Universitäten in Süddeutschland, die diesen Studiengang grundständig anbietet, und arbeitet eng mit der Tübingen School of Education (TüSE) zusammen.

Studierende kombinieren das Hauptfach Sozialpädagogik/Pädagogik mit einem allgemeinbildenden Zweitfach. Wählbar sind unter anderem Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Mathematik, Informatik, Physik, Chemie, Geschichte, Politikwissenschaft, Philosophie/Ethik sowie Evangelische und Katholische Theologie. Hinzu kommt ein bildungswissenschaftliches Studium (BWS), das Grundlagen der Pädagogik, Pädagogischen Psychologie und Fachdidaktik vermittelt. Im Hauptfach selbst belegen die Studierenden Module zu Theorien und Geschichte der Sozialpädagogik, Sozialisations- und Bildungstheorien, Methoden empirischer Bildungsforschung, Erwachsenenbildung und beruflicher Weiterbildung, Kinder- und Jugendhilfe, Recht und Sozialpolitik sowie Didaktik des sozialpädagogischen Unterrichts. Ein verpflichtendes sechs- bis achtwöchiges Vorpraktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung sowie ein sechsmonatiges fachpraktisches Praktikum (Modul 9) verankern den Studiengang in der Praxis der Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit. Forschungsbezüge ergeben sich aus dem Tübinger Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung und dem Leibniz-Institut für Wissensmedien.

Berufsperspektiven liegen klar im Lehramt an beruflichen Schulen, vor allem an Fachschulen für Sozialpädagogik, sozialpädagogischen Berufskollegs, Berufsfachschulen Pflege und an Beruflichen Gymnasien. Nach dem M.Ed. und dem Referendariat unterrichten Absolventinnen und Absolventen Fächer wie Pädagogik, Psychologie, Sozialpädagogik, Recht und das jeweilige Zweitfach. Auch Tätigkeiten in der Erwachsenen- und Weiterbildung, im Bildungsmanagement von Jugendhilfeträgern, in Akademien für Erzieherinnenausbildung oder im sozialpädagogischen Qualitätsmanagement sind möglich. Mit der Verbeamtungsperspektive für das Lehramt an beruflichen Schulen gehört der Beruf zu den am besten abgesicherten pädagogischen Tätigkeiten Baden-Württembergs.

Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt mit nur rund 30 Plätzen pro Jahr und damit eine der kleinsten Kohorten der Tübinger Lehrerbildung. Vorausgesetzt werden Abitur, persönliche Eignung für pädagogisch-soziale Berufe, Bereitschaft zu reflektierter Praxisarbeit und Englischkenntnisse für die Lektüre internationaler Bildungsforschung. Wer sich für eine Karriere im sozialpädagogischen Berufsschulwesen mit klarer Verbeamtungsperspektive entscheidet, findet hier eine universitäre, forschungsnahe Alternative zur fachhochschulischen Sozialen Arbeit – mit dem Vorteil, dass theoretische Tiefe und schulische Praxis von Beginn an verschränkt werden.

Module im Studium

  • Einführung in die Sozialpädagogik
  • Theorien und Geschichte der Pädagogik
  • Sozialisations- und Bildungstheorien
  • Methoden empirischer Bildungsforschung
  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Erwachsenenbildung und berufliche Weiterbildung
  • Recht und Sozialpolitik in der Sozialpädagogik
  • Didaktik des sozialpädagogischen Unterrichts
  • Pädagogische Psychologie
  • Bildungswissenschaftliches Studium (BWS)
  • Fachpraktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung
  • Bachelorarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Sozialpädagogik und Soziale Arbeit
  • Erwachsenenbildung und Weiterbildung
  • Empirische Bildungsforschung (in Anschluss an Hector-Institut)
  • Berufs- und Wirtschaftspädagogik (über B.Ed. Wirtschaftswissenschaft)

Was du lernst

  • Sozialpädagogische Theorien fundiert anwenden
  • Bildungsprozesse empirisch untersuchen
  • Unterricht an beruflichen Schulen planen
  • Pädagogische Praxis kritisch reflektieren
  • Rechtliche Grundlagen der Jugendhilfe einordnen
  • Methoden der Bildungsforschung beherrschen
  • Heterogenität in Lerngruppen gestalten

Typische Berufsfelder

  • Lehrkraft an sozialpädagogischen Berufskollegs
  • Lehrkraft an Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Lehrkraft am Beruflichen Gymnasium Profil Soziales
  • Bildungsmanagement Jugendhilfe
  • Erwachsenen- und Weiterbildung
  • Qualitätsentwicklung Kita und Jugendhilfe
  • Akademien für Erzieherinnenausbildung

Branchen

Berufliche SchulenJugendhilfe und Soziale ArbeitFrühkindliche BildungErwachsenenbildungÖffentlicher Schuldienst

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Allgemeine Hochschulreife
  • Sechs- bis achtwöchiges Vorpraktikum in sozialpädagogischer Einrichtung
  • Persönliche Eignung für pädagogische Berufe
  • Englischkenntnisse für Fachliteratur
  • Bereitschaft zu Praxis- und Reflexionsarbeit
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Sozialpädagogik/Pädagogik und allgemeinbildendes Fach Bachelor of Education an Berufsschulen Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Tübingen auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Berufs- und Wirtschaftspädagogik” an der Universität Tübingen suchen →

Erfahrungsberichte von Studierenden

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