Prozessdynamik an der Erdoberfläche an der Universität Trier
Der Masterstudiengang Prozessdynamik an der Erdoberfläche (M.Sc.) an der Universität Trier ist ein interdisziplinäres Vollzeitstudium mit vier Semestern und 120 ECTS, das am Fachbereich VI angesiedelt ist. Er verbindet vier geowissenschaftliche Disziplinen – Physische Geographie, Geologie, Bodenkunde und Hydrologie – und qualifiziert für selbstständige wissenschaftliche Arbeit an der Schnittstelle von Naturgefahrenforschung, Klimafolgenforschung und Umweltmonitoring.
Inhaltlicher Fokus liegt auf der Analyse, Messung, Simulation und Modellierung von Erosions-, Transport- und Ablagerungsprozessen durch Wasser, Eis und Wind. Studierende setzen sich mit aktuellen Forschungsfragen auseinander: Auswirkungen des Landnutzungswandels auf Geomorphodynamik, Folgen des Klimawandels für Oberflächenprozesse, Sediment- und Stofftransport, Hangstabilität und Hochwasserschutz. Methodisch werden Fernerkundung, GIS, 3D-Visualisierung, numerische Modellierung und Statistik vermittelt; Gelände- und Labormethoden bilden ein starkes praktisches Fundament. Das Programm unterhält aktive Forschungspartnerschaften in Europa (Luxemburg, Frankreich, Spanien, Schweiz), Nordafrika und Nordamerika. Einzelne Lehrveranstaltungen finden auf Englisch statt.
Absolventen arbeiten in Forschungsinstituten, Ingenieurbüros für Geotechnik und Wasserbau, Behörden (Geologische Dienste, Umweltministerien), Consultingfirmen im Bereich Naturgefahren sowie in internationalen Organisationen und NGOs. Das breite methodische Spektrum ermöglicht auch den Übergang in die Promotionsphase.
Das Studium ist zulassungsfrei; vorausgesetzt wird ein fachlich einschlägiger Bachelorabschluss mit ausreichender Mindestnote. Ein Pflichtpraktikum von mindestens vier Wochen ist Bestandteil des Curriculums. Studiengebühren fallen nicht an; der Semesterbeitrag richtet sich nach den Regelungen des Lands Rheinland-Pfalz.
Module im Studium
- Erosionsprozesse und Geomorphodynamik
- Hydrologie und Wasserhaushalt
- Bodenkunde und Bodenbildungsprozesse
- Geologie und Sedimentologie
- Fernerkundung und GIS
- Numerische Modellierung von Oberflächenprozessen
- Naturgefahren und Risikobewertung
- Gelände- und Laborpraktikum
- Forschungsprojekt (Ausland)
- Masterarbeit
Was du lernst
- Oberflächenprozesse messtechnisch erfassen und analysieren
- Numerische Simulationsmodelle für Erosion und Transport anwenden
- GIS und Fernerkundungsdaten für geowissenschaftliche Fragestellungen nutzen
- Naturgefahren bewerten und Schutzmaßnahmen konzipieren
- Interdisziplinäre Forschungsprojekte in internationalen Teams durchführen
- Wissenschaftliche Ergebnisse schriftlich und mündlich kommunizieren
Typische Berufsfelder
- Forschung an Hochschulen und Instituten
- Ingenieurbüros für Geotechnik und Wasserbau
- Geologische Dienste und Umweltbehörden
- Naturgefahren-Consulting
- Internationale Umweltorganisationen
- Klimafolgenforschung
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Einschlägiger Bachelorabschluss (Physische Geographie, Geologie, Bodenkunde, Hydrologie)
- Ausreichende Mindestnote im Bachelorstudium
- Bereitschaft zu Geländearbeit und Auslandsaufenthalt
2 Varianten dieses Studiengangs 2 Einträge
- Contemporary Human Geography Master (Ein-Fach) Vollzeit
- Prozessdynamik an der Erdoberfläche Master (Ein-Fach) Vollzeit
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Trier auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Prozessdynamik an der Erdoberfläche” an der Universität Trier suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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