Informatik (Computer Science) an der Universität Marburg
Das Lehramt Informatik an Gymnasien an der Philipps-Universität Marburg führt nach neun Semestern zur Ersten Staatsprüfung und qualifiziert für den Informatikunterricht an hessischen Gymnasien. Der Studiengang ist zulassungsfrei und wird grundsätzlich in Kombination mit einem zweiten Unterrichtsfach sowie dem erziehungs- und gesellschaftswissenschaftlichen Begleitstudium (EGL) studiert.
Das Informatik-Curriculum ist am Fachbereich Mathematik und Informatik (FB 12) verankert und gliedert sich in vier Bereiche. Der Basisbereich (30–39 LP) umfasst die informatischen Grundlagen: Objektorientierte Programmierung, Algorithmen und Datenstrukturen, Deklarative Programmierung, Datenbanksysteme sowie eine Einführung in die Didaktik der Informatik. Ergänzend werden mathematische Grundlagen in Analysis und linearer Algebra vermittelt. Der Aufbaubereich (18–27 LP) vertieft theoretisches Fundament mit Theoretischer Informatik und Logik. Im Vertiefungsbereich (27 LP) wählen Studierende aus einem breiten Angebot: Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen, Softwaretechnik, Betriebssysteme, Cloud Computing sowie Vertiefung zur Didaktik der Informatik gehören zum Portfolio. Das Praxismodul (6 LP) — PraxisLab Informatik — verzahnt fachwissenschaftliche und schulpraktische Kompetenz.
Die Zwischenprüfung muss bis zum Ende des vierten Fachsemesters mit mindestens 36 Leistungspunkten in vier Modulen nachgewiesen werden. Die Erste Staatsprüfung — in der Regel im neunten Semester — besteht aus wissenschaftlicher Examensarbeit, zwei schriftlichen Klausuren und zwei mündlichen Prüfungen. Die Prüfungsanmeldung erfolgt beim Staatlichen Schulamt Marburg.
Die Philipps-Universität Marburg ist eine traditionsreiche Volluniversität mit lebendigem Campusleben in der historischen Universitätsstadt. Absolventinnen und Absolventen erlangen die Lehrbefähigung für hessische Gymnasien; eine Anerkennung in anderen Bundesländern ist über die KMK-Regelungen möglich. Wer das Referendariat in Hessen absolviert, ist nach der Zweiten Staatsprüfung (21 Monate) vollständig verbeamtungsfähig.
Module im Studium
- Objektorientierte Programmierung
- Algorithmen und Datenstrukturen für Lehramt an Gymnasien-Studierende
- Deklarative Programmierung für Lehramt an Gymnasien-Studierende
- Einführung in die Didaktik der Informatik
- Datenbanksysteme
- Theoretische Informatik für Lehramt an Gymnasien-Studierende
- Logik
- Künstliche Intelligenz
- Softwaretechnik
- Vertiefung zur Didaktik der Informatik
- PraxisLab Informatik
Was du lernst
- Informatischen Unterricht für Gymnasien konzipieren und durchführen
- Objektorientierte und deklarative Programmierparadigmen anwenden
- Theoretische Grundlagen der Informatik verstehen und vermitteln
- Fachdidaktische Methoden für unterschiedliche Lerngruppen einsetzen
- Moderne Informatikthemen wie KI und Maschinelles Lernen schulgerecht aufbereiten
Typische Berufsfelder
- Informatikunterricht an Gymnasien
- Schul- und Bildungskoordination im MINT-Bereich
- Informatikdidaktik und Lehrerfortbildung
- Schulinterne IT-Koordination
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine Hochschulreife (kein NC)
- Zweites Unterrichtsfach (frei wählbar aus dem Angebot der Universität Marburg)
- Interesse an informatischem Denken und Freude an der Arbeit mit Jugendlichen
- Grundkenntnisse in Mathematik empfohlen (Analysis und lineare Algebra im Curriculum)
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Marburg auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Informatik” an der Universität Marburg suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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