Chemie an der Universität Marburg
Das Lehramt Chemie an der Philipps-Universität Marburg führt zur Ersten Staatsprüfung für das Gymnasiallehramt in Hessen (L3) und baut auf einem der traditionsreichsten Chemie-Fachbereiche Deutschlands auf. Der Fachbereich Chemie der Universität Marburg verzeichnet elf Nobelpreisträger und besitzt ausgewiesene Expertise in Pharmazie, Materialwissenschaften und Biochemie — ein wissenschaftliches Umfeld, das dem Lehramtsstudium eine ungewöhnliche Tiefe verleiht.
Das Studium gliedert sich in fachwissenschaftliche Kernmodule und fachdidaktische Begleitmodule. Die Fachwissenschaft deckt die drei schulrelevanten Kerngebiete Anorganische Chemie, Organische Chemie und Physikalische Chemie ab, ergänzt durch Biochemie und Analytische Chemie. Aufbaumodule vertiefen die Inhalte in höheren Semestern, während Vertiefungsmodule die Studierenden an aktuelle Forschungsgebiete heranführen. Laborpraktika nehmen in allen Kernbereichen erheblichen Raum ein und bereiten gezielt auf die experimentellen Anforderungen des gymnasialen Chemieunterrichts vor. Das Praxismodul verbindet fachwissenschaftliche und schulpädagogische Inhalte durch Schulpraktika, die eng betreut und reflektiert werden.
Die Fachdidaktik Chemie vermittelt theoretische Grundlagen der Chemiedidaktik und ihre Anwendung bei der Planung, Durchführung und Diagnose von Unterricht. Das Studium ist nach der StPO L3 (2023) strukturiert und dauert neun Semester; Studienbeginn ist ausschließlich im Wintersemester. Die Zulassung erfolgt ohne Numerus clausus. Das Studium wird als Kombination mit einem weiteren Unterrichtsfach und den Erziehungswissenschaften (EGL) absolviert.
Chemie gehört zu den Mangelfächern im hessischen Lehramt, was die Einstellungschancen nach dem Referendariat bundesweit günstig gestaltet. Neben dem Schuldienst qualifizieren die fachwissenschaftlichen Module grundsätzlich für Laborberufe in Industrie und Behörden. Die Nähe zu den Laborinfrastrukturen eines der größten Chemie-Fachbereiche Deutschlands und die direkte Verzahnung mit Pharmazie und Biochemie eröffnen zudem Perspektiven in der Erwachsenenbildung und im Wissenschaftsmanagement.
Module im Studium
- Grundlagen der Anorganischen Chemie
- Grundlagen der Organischen Chemie
- Grundlagen der Physikalischen Chemie
- Analytische Chemie
- Biochemie
- Aufbaumodul Anorganische Chemie
- Aufbaumodul Organische Chemie
- Aufbaumodul Physikalische Chemie
- Vertiefungsmodul Chemie
- Fachdidaktik Chemie I
- Fachdidaktik Chemie II
- Praxismodul Schulpraktikum
Was du lernst
- Kerngebiete der Chemie auf Gymnasialniveau beherrschen
- Chemische Experimente sicher planen und durchführen
- Chemieunterricht fachdidaktisch begründet konzipieren
- Analytische und biochemische Grundkenntnisse anwenden
- Schulpraktika reflektiert vor- und nachbereiten
- Erste Staatsprüfung als Zulassung zum Referendariat ablegen
Typische Berufsfelder
- Gymnasiallehrkraft Chemie (Hessen)
- Gymnasiallehrkraft weiterer Bundesländer
- Fachreferent in Bildungsbehörden
- Laborarbeit in Industrie und Behörden
- Außerschulische Bildungsarbeit
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
- Gute Chemie- und Mathematikkenntnisse aus der Schule
- Freude an experimenteller Laborarbeit
- Pädagogische Eignung und Interesse am Unterrichten
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Marburg auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Chemie” an der Universität Marburg suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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