Peace and Conflict Studies an der Universität Marburg
Der Master of Arts in Peace and Conflict Studies an der Philipps-Universität Marburg ist ein englischsprachiger internationaler Doppelabschluss, der in Kooperation mit der University of Kent (Canterbury, Großbritannien) angeboten wird. Das Programm richtet sich an Studierende, die sich analytisch und praktisch mit Konfliktdynamiken, Friedensprozessen und Konfliktlösungsansätzen in internationalen Kontexten auseinandersetzen wollen.
Der Studiengang umfasst vier Semester zu je 30 ECTS, insgesamt 120 ECTS, und ist auf Vollzeit ausgelegt. Das erste Studienjahr wird in der Regel in Canterbury, das zweite in Marburg absolviert — oder umgekehrt. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Absolventinnen und Absolventen einen M.A.-Abschluss beider Hochschulen. Die Lehrveranstaltungen werden vollständig auf Englisch gehalten.
Inhaltlich deckt das Curriculum Konflikttheorien, Methoden der Konfliktanalyse, zivile Konfliktbearbeitung, intergruppale Konflikte und internationale Sicherheit ab. Pflichtmodule behandeln Friedens- und Konfliktforschung aus inter- und transdisziplinärer Perspektive. Ein verpflichtendes Praktikum von mindestens zehn Wochen in einer einschlägigen Organisation (NGO, internationale Institution, Behörde) ergänzt die wissenschaftliche Ausbildung. Das Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität, eines der ältesten seiner Art in Deutschland, betreut den Studiengang mit ausgewiesenen Fachleuten für Friedens- und Konfliktforschung.
Der Studiengang ist nicht zulassungsbeschränkt im klassischen Sinn, unterliegt aber einem Eignungsfeststellungsverfahren. Voraussetzung sind sehr gute Englischkenntnisse und ein einschlägiger Bachelorabschluss. Bewerbungen laufen über die University of Kent; der Start erfolgt jeweils im Wintersemester. Berufliche Wege führen in internationale Organisationen, NGOs, Diplomatiedienste, Mediation und Konfliktberatung, Entwicklungszusammenarbeit, Wissenschaft sowie politische Kommunikation und Journalismus.
Module im Studium
- Conflict Theories
- Conflict Analysis
- Civil Conflict Management
- Intergroup Conflicts
- International Security and Peace
- Mediation and Negotiation
- Research Methods in Peace Studies
- Practical Placement (Pflichtpraktikum)
- Master Thesis
Was du lernst
- Konflikte in ihren Ursachen, Verlaufsformen und Akteuren systematisch analysieren
- Friedensprozesse und Konfliktlösungsansätze konzeptuell entwickeln
- Interdisziplinäre Forschungsmethoden auf Sicherheits- und Konfliktfragen anwenden
- Internationale Organisationen und NGO-Strukturen einordnen
- Auf Englisch in internationalen Fach- und Praxiskontexten kommunizieren
- Eigenständige wissenschaftliche Forschung durchführen
Typische Berufsfelder
- Konfliktberatung und Mediation
- Mitarbeit in internationalen Organisationen (UN, EU, OSZE)
- Entwicklungszusammenarbeit
- NGO-Arbeit im Friedens- und Menschenrechtsbereich
- Politikberatung und Diplomatie
- Wissenschaft und Hochschulforschung
- Politikjournalismus und Wissenschaftskommunikation
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Einschlägiger Bachelorabschluss (Politikwissenschaft, Sozialwissenschaften, Internationale Beziehungen o. Ä.)
- Sehr gute Englischkenntnisse (Unterrichtssprache Englisch)
- Eignungsfeststellungsverfahren der Universität Kent / Marburg
5 Varianten dieses Studiengangs 5 Einträge
- Friedens- und Konfliktforschung/Peace and Conflict Studies Master of Arts Vollzeit
- International Political and Social Science Research Master of Arts Vollzeit
- International Political Economy Master of Science Vollzeit
- Peace and Conflict Studies Master of Arts Vollzeit
- Politikwissenschaft Master of Arts Vollzeit
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Marburg auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Peace and Conflict Studies” an der Universität Marburg suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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