Beratung im Kontext Rechtsextremismus an der Universität Marburg
Der weiterbildende Masterstudiengang Beratung im Kontext Rechtsextremismus (M.A.) an der Philipps-Universität Marburg ist bundesweit einer der wenigen akademischen Abschlüsse, der Fachkräfte gezielt für die professionelle Beratungsarbeit gegen Rechtsextremismus qualifiziert. Der Studiengang richtet sich an Berufstätige aus der Mobilen Beratung, der Demokratieförderung und angrenzenden Feldern der Sozialen Arbeit und verbindet wissenschaftliche Fundierung mit unmittelbarer Praxisrelevanz.
Das Programm umfasst vier Semester (60 ECTS) und ist berufsbegleitend konzipiert: In den ersten drei Semestern wechseln Präsenz- und Online-Seminare ab, das vierte Semester ist der Abschlussarbeit gewidmet. Die Inhalte gliedern sich in drei thematische Stränge: Rechtsextremismus (Phänomene, Theorien, Handlungsfelder, Monitoring), Beratung (Beratungsforschung, systemische Ansätze, politische Bildung, Soziale Arbeit) sowie Haltung und Ethik (Reflexion professioneller Grundhaltung und ethischer Herausforderungen im Beratungskontext). Pro Semester sind 15 ECTS vorgesehen; der Studiengang startet alle zwei Jahre zum Wintersemester mit maximal 20 Teilnehmenden.
Die Zulassung setzt einen einschlägigen Bachelor in Erziehungs- oder Gesellschaftswissenschaften (mindestens 240 ECTS gesamt) sowie mindestens ein Jahr Berufspraxis in der Beratung im Kontext Rechtsextremismus oder der Demokratiebildung voraus. Die Vergabe der Studienplätze erfolgt nach dem Prinzip der Eingangsreihenfolge vollständiger Bewerbungsunterlagen (kein NC). Die Studiengebühr beträgt 1.390 Euro pro Semester, hinzu kommt der reguläre Semesterbeitrag (ohne Semesterticket für Weiterbildungsstudierende).
Absolventinnen und Absolventen sind für Führungsaufgaben in der Beratungslandschaft gegen Rechtsextremismus, für Tätigkeiten in der politischen Bildung und Demokratieförderung sowie für wissenschaftliche Positionen qualifiziert.
Module im Studium
- Phänomene und Theorien des Rechtsextremismus
- Handlungsfelder und Monitoring
- Grundlagen der Beratungsforschung
- Systemische Beratungsansätze
- Politische Bildung und Demokratieförderung
- Soziale Arbeit im Kontext politischer Radikalisierung
- Professionelle Haltung und Ethik in der Beratung
- Reflexion und Supervision
- Abschlussarbeit (Masterarbeit)
Was du lernst
- Rechtsextremistische Phänomene wissenschaftlich analysieren und einordnen
- Beratungsprozesse im Kontext Rechtsextremismus professionell planen und durchführen
- Systemische und pädagogische Beratungsmethoden anwenden
- Professionelle Haltung und ethische Reflexion in der Beratungsarbeit entwickeln
- Monitoring und Dokumentation von rechtsextremen Aktivitäten fachgerecht vornehmen
- Fachkräfte in Beratungsorganisationen anleiten und weiterentwickeln
Typische Berufsfelder
- Beratungsfachkraft in Mobiler Beratung gegen Rechtsextremismus
- Leitung von Beratungsstellen und zivilgesellschaftlichen Trägern
- Fachkraft in der politischen Bildung und Demokratieförderung
- Referent/in in Bundesländerprogrammen (z. B. Demokratie leben!)
- Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in in Extremismusforschung
- Bildungsreferent/in bei Gewerkschaften, Kirchen oder Wohlfahrtsverbänden
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Einschlägiger Bachelor in Erziehungs- oder Gesellschaftswissenschaften (mind. 240 ECTS gesamt)
- Mindestens 1 Jahr Berufspraxis in Beratung im Kontext Rechtsextremismus oder Demokratiebildung
- Bei 180–240 ECTS Bachelor: Berufserfahrung kann fehlende ECTS ausgleichen (30 LP/Jahr)
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Marburg auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Beratung im Kontext Rechtsextremismus” an der Universität Marburg suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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