Friedens- und Konfliktforschung Kombibachelor Nebenfach an der Universität Marburg
Das Nebenfach Friedens- und Konfliktforschung im Kombinationsbachelor an der Philipps-Universität Marburg ist Deutschlands ältester Nebenfach-Studiengang in diesem Bereich — seit dem Wintersemester 1996/97 wird er am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie angeboten. Das Nebenfach umfasst 48 Leistungspunkte und ist ausschließlich kombiniert mit einem Hauptfach studierbar.
Die Inhalte gliedern sich in vier Bereiche: Das Grundlagenmodul (18 LP) vermittelt Einführungen in die Friedens- und Konfliktforschung, in Konflikttheorien sowie in Methoden der Konfliktregelung. Darauf aufbauend folgen Vertiefungsmodule zu gesellschaftlichen Konflikten und aktuellen Fragen der Friedens- und Konfliktforschung (12 LP), ein Schwerpunktmodul zu Gewaltkonflikten und Friedensprozessen im internationalen Wandel (6 LP) sowie ein englischsprachiges Abschlussmodul mit den Kursen 'Transformations of Violence' und 'Perspectives of Conflict Analysis' (12 LP).
Der Studiengang setzt auf praxisnahe, interaktive Lehrformate: Simulationen, Rollenspiele und Mediationsübungen stehen neben wissenschaftlicher Konfliktanalyse. Zwei englischsprachige Module bereiten gezielt auf das internationale Berufsfeld vor. Zulassungsfrei — es gibt keinen Numerus Clausus. Das Studium beginnt ausschließlich zum Wintersemester.
Absolventinnen und Absolventen finden Einsatzmöglichkeiten in der politischen Bildung, in NGOs, bei Ministerien und internationalen Organisationen (EU, UN, OSZE), in der Entwicklungszusammenarbeit sowie im Journalismus und in der Politikberatung. Als Nebenfach eignet sich Friedens- und Konfliktforschung besonders für Kombinationen mit Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte, Jura oder Wirtschaftswissenschaften.
Module im Studium
- Einführung in die Friedens- und Konfliktforschung
- Einführung in die Konflikttheorie
- Einführung in die Konfliktregelung
- Aktuelle Fragen der Friedens- und Konfliktforschung
- Gesellschaftliche Konflikte
- Gewaltkonflikte und Friedensprozesse im internationalen Wandel
- Transformations of Violence
- Perspectives of Conflict Analysis
Was du lernst
- Konflikte auf gesellschaftlicher und zwischenstaatlicher Ebene systematisch analysieren
- Konflikttheorien und -typologien anwenden
- Ansätze der Konfliktregelung und Friedensprozesse einordnen
- Wissenschaftliche und politische Sachverhalte analysieren und kommunizieren
- In englischsprachigen Fachdiskursen zu Gewalt und Konfliktanalyse arbeiten
- Mit verschiedenen Stakeholdern Lösungsansätze für Konflikte entwickeln
- Interkulturelles Verständnis und Mediationskompetenz aufbauen
Typische Berufsfelder
- Internationale Organisationen (UN, EU, OSZE)
- Ministerien und öffentlicher Dienst
- NGOs und Entwicklungszusammenarbeit
- Politische Bildung und Friedenserziehung
- Journalismus und politische Beratung
- Friedens- und Konfliktforschung (Wissenschaft)
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine Hochschulreife
- Interesse an internationalen Krisen und Konfliktdynamiken
- Bereitschaft zu englischsprachigen Lehrveranstaltungen
- Kombination mit einem zulässigen Hauptfach erforderlich
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Marburg auf ihrer Website.
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