Psychologie mit Schwerpunkt Forensische Psychologie an der Universität Konstanz
Der berufsbegleitende Masterstudiengang Psychologie mit Schwerpunkt Forensische Psychologie an der Universität Konstanz ist ein Weiterbildungsmaster mit 60 ECTS und vier Semestern Regelstudienzeit, der von der Arbeitsgruppe Forensische Psychologie getragen wird. Er richtet sich an Psychologinnen und Psychologen sowie verwandte Berufsgruppen (Psychiater, Juristen, Vollzugsbeamte), die in forensisch-psychologischen Praxisfeldern tätig sind oder tätig werden wollen.
Das Studium ist vollständig berufsbegleitend organisiert: Die Lehrveranstaltungen finden als Blockseminare im Freitag-Sonntag-Format (ca. zwei Wochenenden pro Semester) statt, ergänzt durch E-Learning-Einheiten und Selbststudium. Inhaltlich gliedert sich das Programm in vier Kernbereiche: Forensische Diagnostik und Psychopathologie (Diagnostik forensisch relevanter Störungsbilder, Grundlagen der Gefängnispsychiatrie und Psychopharmakologie), Risikobeurteilung und Bedrohungsmanagement (Risk Assessment bei Gewalt- und Sexualstraftaten, Bedrohungsmanagement), Forensische Gutachten (Schuldfähigkeits- und Glaubhaftigkeitsgutachten, strafrechtliche Gutachtenpraxis) sowie Deliktpräventive Therapien (evidenzbasierte Behandlungsprogramme für Täter in Straf- und Maßregelvollzug).
Die Abschlussarbeit kann flexibel parallel zur Berufstätigkeit angefertigt werden. Die Module können auf die Weiterbildung zum Fachpsychologen für Rechtspsychologie (BDP/DGPs) angerechnet werden; die Blockseminare sind von der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg akkreditiert.
Die Studiengebühr beträgt 2.500 Euro pro Semester (zzgl. Verwaltungsbeitrag). Zugangsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium (bevorzugt Psychologie, Medizin oder Rechtswissenschaften) sowie eine einschlägige Berufstätigkeit. Das Programm ist das einzige in Deutschland, das forensisch-psychologische Weiterbildung auf Masterebene mit einem vollständig berufsbegleitenden Blockseminar-Format verbindet.
Module im Studium
- Forensische Diagnostik psychischer Störungen
- Grundlagen der Gefängnispsychiatrie und Psychopharmakologie
- Risikobeurteilung von Gewalt- und Sexualstraftaten
- Bedrohungsmanagement und Stalking
- Schuldfähigkeitsgutachten (§§ 20, 21 StGB)
- Glaubhaftigkeitsgutachten und Aussagepsychologie
- Deliktpräventive Therapien im Straf- und Maßregelvollzug
- Kriminologie und Kriminalpsychologie
- Forensisch-psychiatrische Grundlagen
- Masterarbeit
Was du lernst
- Forensisch relevante psychiatrische Störungsbilder diagnostizieren und einordnen
- Rückfallrisiken bei Gewalt- und Sexualstraftätern mit validierten Instrumenten beurteilen
- Schuldfähigkeitsgutachten nach § 20/21 StGB erstellen
- Glaubhaftigkeitsanalysen und aussagepsychologische Gutachten anfertigen
- Deliktpräventive Therapieprogramme auswählen und begleiten
- Bedrohungsmanagement und Stalking-Interventionen konzipieren
Typische Berufsfelder
- Forensisch-psychologische Gutachtertätigkeit (Gerichte, Staatsanwaltschaft)
- Psychologischer Dienst in Justizvollzugsanstalten
- Forensische Psychiatrie und Maßregelvollzugskliniken
- Bedrohungsmanagement und Sicherheitsberatung
- Bewährungs- und Gerichtshilfe
- Wissenschaftliche Forschung in Kriminologie und Forensischer Psychologie
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Abgeschlossenes Hochschulstudium (bevorzugt Psychologie, Medizin oder Rechtswissenschaften)
- Einschlägige Berufstätigkeit in forensisch relevantem Bereich
- Bewerbung über Onlineportal der Universität Konstanz
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Konstanz auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Psychologie mit Schwerpunkt Forensische Psychologie” an der Universität Konstanz suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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