Politikwissenschaft: Kritik - Herrschaft - Transformation an der Universität Kassel
Der Masterstudiengang Politikwissenschaft: Kritik – Herrschaft – Transformation (M.A.) an der Universität Kassel ist ein forschungsorientiertes Programm mit einem explizit kritisch-theoretischen Profil. Er fragt nach den Bedingungen, Formen und Widersprüchen politischer Herrschaft und untersucht gesellschaftliche Transformationsprozesse aus postkolonialen, feministischen, materialistischen und poststrukturalistischen Perspektiven — ein Ansatz, der das Kasseler Institut für Politikwissenschaft seit Jahrzehnten auszeichnet.
Die Grundlagenmodule decken vier thematische Felder ab: Staat, Recht, Demokratie und Sozialpolitik; politische Ökonomie (der Arbeit) und politische Ökologie; Geschlechterverhältnisse, Globalisierung und Nord-Süd-Beziehungen sowie vergleichende Politikwissenschaft mit regionalen Schwerpunkten wie der Europäischen Union oder Lateinamerika. Ergänzend besteht ein Wahlmodulbereich, in dem Studierende entweder ein selbst konzipiertes Seminar einbringen oder ein Auslandssemester (bis zu 30 ECTS) absolvieren können — über internationale Partnernetzwerke wie GPN, CELA und CALAS. Ein interdisziplinäres Modul ermöglicht den Besuch von Lehrveranstaltungen aus benachbarten Disziplinen, etwa kritischer Theorie, Soziologie, Geschichte, Sozialrecht oder Visueller Kommunikation.
Der Studiengang ist zulassungsfrei und startet ausschließlich zum Wintersemester. Die Unterrichtssprache ist durchgängig Deutsch. Zugelassen wird, wer einen Bachelorabschluss in Politikwissenschaft oder einem verwandten Sozial- oder Geisteswissenschaftsfach mit mindestens 60 ECTS im politikwissenschaftlichen Bereich nachweist. Ein Motivationsschreiben ist einzureichen, das die Affinität zu den kritisch-theoretischen Schwerpunkten des Programms darlegt.
Der Studiengang fördert gezielt die eigenständige Entwicklung von Forschungsprojekten: Qualitative Methoden und kritische Sozialforschung bilden das methodische Rückgrat. Die Masterarbeit kann thematisch breit angelegt werden — von Arbeitspolitik und feministischer Staatstheorie bis zu Klimagerechtigkeit und transnationale Bewegungen.
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für Promotionsstudien und wissenschaftliche Laufbahnen ebenso wie für Tätigkeiten in Parteien, sozialen Bewegungen, NGOs, internationalen Organisationen, Gewerkschaften, politischer Bildung, Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Das kritisch-analytische Profil spricht insbesondere jene an, die in zivilgesellschaftlichen oder transformativen Kontexten arbeiten möchten.
Module im Studium
- Staat, Recht, Demokratie und Sozialpolitik
- Politische Ökonomie der Arbeit und politische Ökologie
- Geschlechterverhältnisse, Globalisierung und Nord-Süd-Beziehungen
- Vergleichende Politikwissenschaft und Regionalstudien (EU/Lateinamerika)
- Wahlmodul: Selbst konzipiertes Seminar oder Auslandssemester
- Interdisziplinäres Modul (Soziologie, kritische Theorie, Sozialrecht u.a.)
- Qualitative politikwissenschaftliche Methoden
- Masterarbeit und Kolloquium
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Postkoloniale Perspektiven
- Feministische Staatstheorie und Geschlechterpolitik
- Politische Ökologie und Klimapolitik
- Lateinamerikastudien (via CALAS-Netzwerk)
- Transnationaler Aktivismus und soziale Bewegungen
Was du lernst
- Politische Herrschaft kritisch-theoretisch analysieren
- Gesellschaftliche Transformation aus multiplen Perspektiven durchleuchten
- Qualitative Forschungsmethoden eigenständig anwenden
- Interdisziplinäre Erkenntnisse in politikwissenschaftliche Analyse integrieren
- Eigene Forschungsprojekte konzipieren und durchführen
- Transnationale und postkoloniale Ansätze auf aktuelle Problemlagen anwenden
Typische Berufsfelder
- Wissenschaft und Forschung (Promotion)
- Politische Parteien und zivilgesellschaftliche Organisationen
- NGOs und internationale Organisationen
- Politische Bildung und Erwachsenenbildung
- Journalismus und politische Öffentlichkeitsarbeit
- Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen
- Soziale Bewegungen und Advocacy
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bachelor in Politikwissenschaft oder verwandtem Fach
- Mindestens 60 ECTS in Politikwissenschaft
- Motivationsschreiben mit Bezug zum kritisch-theoretischen Profil
- Affinität zu gesellschaftstheoretischen und transformationsbezogenen Fragestellungen
3 Varianten dieses Studiengangs 3 Einträge
- Global Political Economy and Development Master Teilzeit
- Labour Policies and Globalisation Master Vollzeit
- Politikwissenschaft: Kritik - Herrschaft - Transformation Master Teilzeit
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Kassel auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Politikwissenschaft: Kritik - Herrschaft - Transformation” an der Universität Kassel suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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