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Molekulare Ernährungswissenschaft

Der Masterstudiengang Molekulare Ernährungswissenschaft an der Universität Hohenheim ist ein viersemestriger, forschungsorientierter M.Sc. mit 120 ECTS, der die molekularen Grundlagen der Ernährung mit physiologischen, biochemischen und pathophysiologischen Mechanismen verknüpft. Träger ist die Fakultät Naturwissenschaften am Standort Stuttgart-Hohenheim, einem traditionellen Schwerpunktstandort für Ernährungs-, Agrar- und Lebensmittelwissenschaften mit eigenem Institut für Ernährungsmedizin und ausgedehntem Versuchsgelände.

Das Curriculum vermittelt im ersten Studienjahr vertiefte Kenntnisse zu ernährungsphysiologischen Prozessen und ihren biochemischen, immunologischen und pathophysiologischen Grundlagen. Pflichtmodule umfassen Molekulare Ernährungsphysiologie, Biochemie des Stoffwechsels, Immunologie und Entzündung, Lebensmittelchemie und -toxikologie, Molekularbiologie und Genetik sowie Statistik und Versuchsplanung. Studierende erlernen experimentelle Methoden vom Tierversuch über Zellkulturmodelle und omics-Analysen (Genomik, Transkriptomik, Metabolomik) bis hin zu humanphysiologischen Studien. Wahlpflichtmodule erlauben die Belegung von Inhalten aus angrenzenden Fächern wie Lebensmittelwissenschaft, Biotechnologie, Biologie oder Bioinformatik.

Zentrales Kernstück ist das Experimentell-Ernährungswissenschaftliche Projekt, in dem Studierende über mehrere Monate eigene Versuche in einer Hohenheimer Arbeitsgruppe oder in Kooperation mit Partnerinstituten durchführen und so gezielt auf die Masterarbeit vorbereitet werden. Forschungsstärken in Hohenheim liegen in Adipositas- und Diabetesforschung, sekundären Pflanzenstoffen, Mikrobiom, ernährungsbedingter Entzündung und Krebsprävention sowie in der Interaktion zwischen Lebensmitteln und Stoffwechsel.

Die Masterarbeit im vierten Semester wird experimentell angelegt und in einem Kolloquium verteidigt. Absolventinnen und Absolventen sind ideal vorbereitet für eine Promotion in Ernährungswissenschaft, Biomedizin oder Lebensmittelchemie sowie für Tätigkeiten in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, in Nutraceuticals, in regulatorischen Behörden (BfR, EFSA), in Kliniken (Ernährungstherapie) und in Wissenschaftskommunikation. Zugangsvoraussetzung ist ein einschlägiger Bachelor (Ernährungswissenschaft, Biologie, Biochemie, Lebensmittelchemie) mit ausreichend molekularbiologischen und biochemischen Inhalten.

Charakteristisch für den Hohenheimer Studiengang ist die enge Verzahnung mit dem Institut für Ernährungsmedizin und mit Tierversuchs- und Humanstudien-Infrastruktur, die auf dem campusnahen Versuchsgelände direkt zugänglich ist. Studierende können Studien zu Mikronährstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und mikrobiombezogenen Fragestellungen selbst mit konzipieren und durchführen. Hohenheimer Forschungsstärken liegen darüber hinaus in pflanzlicher Ernährung, Lebensmittelchemie und der Untersuchung adipositas-assoziierter Entzündung. Die Lehre ist überwiegend deutschsprachig, Fachliteratur und Wahlmodule der Forschungsphase teils auf Englisch. Konsekutiv ist eine Promotion an der Fakultät Naturwissenschaften der typische Anschluss; Berufseinstiege erfolgen bei Lebensmittel- und Pharmaherstellern (Nestlé, Danone, Beiersdorf), bei Nutraceuticals-Unternehmen sowie bei regulatorischen Behörden wie BfR und EFSA. Auch ernährungsmedizinische Beratung und klinische Studienzentren stellen attraktive Berufsfelder dar.

Studienbeginn ist im Wintersemester, Bewerbungsfrist ist der 15. Juli. Der Studiengang ist NC-zulassungsbeschränkt mit Auswahlverfahren. Studiengebühren fallen nicht an; ein Semesterbeitrag deckt Verwaltung und Semesterticket Stuttgart-Region. Die Studierendenkohorten sind klein und werden vom Studiendekanat der Fakultät Naturwissenschaften eng betreut; jährliche Forschungstage und Karriere-Workshops fördern den frühen Kontakt zur Lebensmittel- und Pharmaindustrie.

Module im Studium

  • Molekulare Ernährungsphysiologie
  • Biochemie des Stoffwechsels
  • Immunologie und Entzündung
  • Molekularbiologie und Genetik
  • Lebensmittelchemie und -toxikologie
  • Pathophysiologie ernährungsbedingter Erkrankungen
  • Statistik und Versuchsplanung
  • Omics-Methoden in der Ernährungsforschung
  • Wahlpflichtmodule Lebensmittel/Bio
  • Experimentell-Ernährungswissenschaftliches Projekt
  • Forschungsseminar
  • Masterarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Adipositas und Stoffwechsel
  • Sekundäre Pflanzenstoffe
  • Mikrobiom und Entzündung
  • Ernährungstoxikologie

Was du lernst

  • Ernährungsbedingte Krankheitsmechanismen verstehen
  • Experimentelle Methoden anwenden
  • Omics-Daten auswerten
  • Wissenschaftliche Studien planen
  • Lebensmittel toxikologisch bewerten
  • Forschungsergebnisse publizieren

Typische Berufsfelder

  • Promotion Ernährungswissenschaft
  • F&E Lebensmittelindustrie
  • Nutraceuticals
  • Regulatorische Behörden
  • Klinische Ernährungstherapie
  • Wissenschaftskommunikation

Branchen

LebensmittelindustriePharmaindustrieNutraceuticalsForschungsinstituteKlinikenBehörden Lebensmittel

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Bachelor Ernährungswissenschaft, Biologie, Biochemie oder verwandt
  • Molekularbiologie und Biochemie
  • Statistik-Grundkenntnisse
  • Englischkenntnisse für Fachliteratur
  • Laborerfahrung
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Molekulare Ernährungswissenschaft Master Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Hohenheim auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Biomedizin, Neurowissenschaften” an der Universität Hohenheim suchen →

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