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Populärkulturen

Der Master Populärkulturen an der Universität Heidelberg ist ein forschungsorientierter geistes- und kulturwissenschaftlicher Studiengang, der an der Neuphilologischen Fakultät angesiedelt ist und gemeinsam von Romanistik, Germanistik und Europäischer Kunstgeschichte getragen wird. Im Manifest unter dem Subject „Medientechnik“ geführt, hat der Studiengang mit klassischer Medientechnik nichts zu tun – Heidelberg bietet auch keine medientechnischen ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge an. Inhaltlich verbindet das Programm Text-, Bild- und Medienwissenschaft, um massenkulturelle Phänomene von Comics, Pop-Literatur und Streaming-Serien bis zu Social-Media-Phänomenen, Schlager- und Pop-Musik wissenschaftlich zu analysieren.

Der viersemestrige Master umfasst 120 ECTS und gliedert sich in einen Theorie- und Methodenstrang (Theorien populärer Kulturen, intermedialer Analysemethoden, Diskurs- und Medienanalyse), einen disziplinär verankerten Strang aus den drei Trägerfächern (Literaturwissenschaft, Filmwissenschaft, Kunst- und Medienwissenschaft) und einen Praxisstrang. Letzterer öffnet das Studium zu Verlagen, Zeitungen, Theater, Festivals und Kreativagenturen, schließt Praktika ein und ermöglicht die Mitarbeit an Konferenzen, Ausstellungen und Publikationsprojekten. Das Masterprogramm gibt zwei Profilvarianten: ein dezidiert forschungsorientiertes Profil (auf Promotion zugeschnitten) und eine praxisorientierte Variante mit integriertem Praktikum bzw. Auslandssemester.

Forschungsumfeld in Heidelberg sind das Marsilius-Kolleg, das Heidelberg Center for Cultural Heritage (HCCH), zahlreiche Kooperationen mit Theatern, Festivals und Verlagen der Region sowie Verbindungen zum Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien. Berufseinstiege liegen typischerweise in Kulturmanagement, Verlagswesen, Theaterdramaturgie, Museumspädagogik, Journalismus, im Bereich PR/Kommunikation kultureller Institutionen sowie in Wissenschaftsverlagen und Forschung.

Vorausgesetzt werden ein erster Studienabschluss (mind. 180 ECTS) in einem geistes-, kultur- oder sozialwissenschaftlichen Fach mit Bezug zu Literatur, Kunst, Medien oder Geschichte, gute Englischkenntnisse sowie Vorkenntnisse einer weiteren modernen Fremdsprache; ein Motivationsschreiben gehört zum Aufnahmeverfahren.

Heidelberger Forschungsschwerpunkte des Programms liegen u. a. auf Genre-Theorie (Krimi, Fantasy, Horror), auf transmedialer Adaption (von Roman zu Serie zu Game), auf Serialität in Streamingformaten und auf Pop-Theorie zwischen Cultural Studies, Mediensoziologie und Bildwissenschaft. Studierende belegen Forschungsseminare etwa zu Pop-Literatur seit 2000, zu Serial Storytelling Netflix und HBO oder zu Comic und Graphic Novel als Erzählform. Im Praxisteil arbeiten Studierende mit Heidelberger Partnerinstitutionen wie dem Karlstorbahnhof, dem Theater Heidelberg, dem Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg, dem Verlag das Wunderhorn und der Knochenhauer-Stiftung zusammen; Praktika werden eng wissenschaftlich begleitet. Die forschungsorientierte Variante mündet häufig in eine kumulativ angelegte Bachelorarbeit mit klarer Promotionsperspektive (Heidelberger Graduiertenkolleg Materiale Textkulturen). Die praxisorientierte Variante bereitet auf Kulturmanagement, Verlagsarbeit, Dramaturgie und Festival-Kuratorik vor. Heidelberger Forschende publizieren regelmäßig in einschlägigen Zeitschriften wie POP – Kultur und Kritik oder im Jahrbuch der Gesellschaft für Medienwissenschaft, was Studierenden frühen Anschluss an die deutschsprachige Pop-Culture-Forschung ermöglicht.

Module im Studium

  • Theorien populärer Kulturen
  • Methoden der Text- und Medienanalyse
  • Intermedialität und Adaption
  • Disziplinäres Modul Literaturwissenschaft
  • Disziplinäres Modul Filmwissenschaft
  • Disziplinäres Modul Kunst- und Medienwissenschaft
  • Praxismodul (Verlag, Theater, Festival, Museum)
  • Forschungs- oder Projektmodul
  • Auslandssemester (optional)
  • Masterkolloquium
  • Masterarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Forschungsorientiertes Profil
  • Praxisorientiertes Profil
  • Schwerpunkt Literatur
  • Schwerpunkt Film und audiovisuelle Medien
  • Schwerpunkt Kunst- und Bildmedien

Was du lernst

  • Phänomene der Populärkultur theoretisch einordnen
  • Intermediale Analysen durchführen
  • Forschungsprojekte konzipieren
  • Konferenzen und Ausstellungen mitgestalten
  • Kulturwissenschaftliche Argumentation schriftlich darstellen
  • Eigene Masterarbeit forschungsbasiert verfassen

Typische Berufsfelder

  • Kulturmanagement
  • Verlagswesen und Lektorat
  • Theaterdramaturgie
  • Museumspädagogik
  • Journalismus und PR
  • Festivals und Kreativagenturen
  • Wissenschaftliche Laufbahn

Branchen

Medien und VerlagBildung und KulturKreativwirtschaftÖffentlicher Dienst (Museen, Theater)Wissenschaft und Forschung

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Erster Studienabschluss (mind. 180 ECTS) in einem geistes-/kulturwiss. Fach
  • Englischkenntnisse mind. B2
  • Zweite moderne Fremdsprache (Grundkenntnisse)
  • Motivationsschreiben
  • Interesse an Theorie und Praxis von Populärkultur
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Populärkulturen Master Teilzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Heidelberg auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Medientechnik” an der Universität Heidelberg suchen →

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