Transcultural Studies
Der viersemestrige MA Transcultural Studies des Heidelberg Centre for Transcultural Studies (HCTS) ist ein vollständig englischsprachiger, forschungsorientierter Master mit 120 ECTS, der die Verflechtungen zwischen Asien und Europa in historischer wie gegenwärtiger Perspektive untersucht. Er knüpft an die Heidelberger Tradition transregionaler Forschung an, die sich aus den früheren Exzellenzclustern „Asia and Europe in a Global Context“ entwickelt hat, und positioniert sich klar zwischen klassischer Kulturwissenschaft und Area Studies. Der Studiengang verbindet theoretische Schulung mit der Möglichkeit zur Feldforschung und einem strukturell vorgesehenen Auslandssemester.
Das Curriculum gliedert sich in acht Module: Introduction to Transcultural Studies, Skills for Transcultural Studies, Focus 1 — Foundations, Focus 2 — Advanced Studies, Mobility and Research 1, Mobility and Research 2, Oral Examination und Master's Thesis. Im ersten Semester legt das Einführungsmodul die theoretischen und historischen Grundlagen der Transkulturellen Studien; das Skills-Modul vermittelt Methoden wie digitale Geisteswissenschaften (Heidelberg Research Architecture), Quellensprachen-Vorbereitung und akademisches Schreiben. Nach dem ersten Semester wählst du verbindlich einen von drei Studienschwerpunkten: Knowledge, Belief and Religion (KBR) behandelt Wissenszirkulation, religiöse Bewegungen, philosophische Begegnungen und Wissenschaftsgeschichte; Society, Economy and Governance (SEG) vertieft Migration, globale Wirtschaftsgeschichte, Governance und politische Ökologie; Visual, Media and Material Cultures (VMC) fokussiert auf Bildwissenschaft, Architektur, Filme und kuratorische Praxis. Das dritte Semester ist als Mobilitätsfenster für Auslandsaufenthalt, Praktikum oder Feldforschung konzipiert, das vierte für die Masterarbeit. Eine mündliche Abschlussprüfung rundet den Studiengang ab.
Karrierewege führen in transregional ausgerichtete Forschungseinrichtungen (Max-Planck-Institute, Leibniz-Institute, Stiftung Wissenschaft und Politik), in Museen mit außereuropäischen Sammlungen (Linden-Museum Stuttgart, Humboldt Forum, Museum Rietberg), in Verlage und internationale Stiftungen (DAAD, Goethe-Institut, Bosch Stiftung), in NGO-Arbeit mit Schwerpunkt Asien, in HR- und PR-Abteilungen international agierender Konzerne sowie in das Kulturmanagement. Ein erheblicher Teil promoviert anschließend im Graduiertenkolleg des HCTS oder am Cluster „Structures“ der DFG.
Für die Zulassung wird ein erster geistes- oder sozialwissenschaftlicher Hochschulabschluss mit überdurchschnittlicher Note vorausgesetzt — Geschichte, Anthropologie, Religionswissenschaft, Kunstgeschichte, Sinologie, Indologie, Soziologie, Politikwissenschaft und verwandte Fächer sind typische Profile. Englischkenntnisse auf C1 sind verpflichtend, eine asiatische Quellsprache (Chinesisch, Japanisch, Hindi, Arabisch o. ä.) ist erwünscht und für einige Vertiefungen unverzichtbar. Die Aufnahme erfolgt über Eignungsfeststellung mit Motivationsschreiben, Schreibprobe und transkripsbasierter Auswahl. Internationale Bewerbungen stellen typischerweise mehr als die Hälfte der Kohorte, was den Unterrichtsalltag deutlich englischsprachig und global geprägt macht — eine Atmosphäre, die im deutschen Master-Markt selten in dieser Konsequenz und Vielfalt erreicht wird.
Module im Studium
- Introduction to Transcultural Studies
- Skills for Transcultural Studies
- Focus 1 — Foundations
- Focus 2 — Advanced Studies
- Mobility and Research 1
- Mobility and Research 2
- Oral Examination
- Master's Thesis
- Methodenseminar Digital Humanities
- Sprachkurs Asiatische Quellsprache
- Forschungskolloquium HCTS
- Praktikum / Feldforschung
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Populärkulturen und Medienanalyse
- Materielle Kultur und Cultural Heritage
- Transkulturelle Studien (Heidelberg Center)
- Religiöse und kirchliche Kultur (Christentum und Kultur)
Was du lernst
- Transkulturelle Verflechtungen analytisch erfassen
- Quellen aus mehreren Kulturkreisen kritisch lesen
- Forschungsfragen interdisziplinär entwickeln
- Digitale Geisteswissenschaften-Tools anwenden
- Akademisch auf Englisch publizieren
- Im internationalen Team kollaborativ arbeiten
Typische Berufsfelder
- Forschungsinstitute mit transregionaler Ausrichtung
- Museen und Sammlungen
- Stiftungen und Kulturträger
- Promotion
- Verlage und Medien
- Internationale NGOs
- Kulturmanagement
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Geistes-/sozialwissenschaftlicher Bachelor mit guter Note
- Englischkenntnisse C1
- Asiatische Quellsprache erwünscht
- Interesse an interdisziplinärer Forschung
3 Varianten dieses Studiengangs 3 Einträge
- Communication and Society in Ibero-America Master Teilzeit
- Cultural Heritage und Kulturgüterschutz Master Teilzeit
- Transcultural Studies Master Vollzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Heidelberg auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Kulturwissenschaften” an der Universität Heidelberg suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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