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Geoarchäologie an der Universität Heidelberg

Heidelberg Master

NC-Hinweis: Zulassungsbeschränkter konsekutiver Masterstudiengang; hochschuleigenes Auswahlverfahren; Zulassung nur zum Wintersemester

Der Master of Science Geoarchäologie an der Universität Heidelberg ist ein konsekutiver, forschungsorientierter Studiengang an der Schnittstelle von Geowissenschaften und Archäologie. Er untersucht historische Mensch-Umwelt-Beziehungen und die Frage, wie menschliche Kulturen Landschaften geformt haben – und umgekehrt. Heidelberg ist als exzellente Volluniversität mit starker Geowissenschafts- und Altertumswissenschafts-Fakultät einer der wenigen Standorte, der dieses Nischenfach auf Masterniveau anbietet.

Das viersemestrige Studium umfasst 120 ECTS und gliedert sich in neun Module. Je nach Bachelorhintergrund wird einer von drei Studienplänen (Variante A: Geographie/Geowissenschaften; Variante B: Ur- und Frühgeschichte/Archäologie; Variante C: 50/50-Hintergrund oder Geoarchäologie) gewählt, um Doppelungen zu vermeiden. Eine Einführungsphase vermittelt Grundlagen in der jeweils fachfremden Disziplin, eine Vertiefungsphase baut auf dem eigenen Bachelorhintergrund auf. Kernthemen sind die Analytik von Umweltarchiven (Sedimentologie, Isotopengeochemie, Pollenanalyse), geoarchäologische Feldarbeit (Grabungen, Prospektion, Fernerkundung/GIS) und kulturwissenschaftliche Raumforschung. Das Lehrformat „Forschungsgruppe", das über drei Semester hinweg läuft, bindet Studierende aktiv in laufende Forschungsprojekte ein und erleichtert den Übergang zur Promotion.

Der Zugang ist beschränkt, Zulassung erfolgt nur zum Wintersemester über ein hochschuleigenes Auswahlverfahren. Voraussetzung ist ein Bachelorabschluss in Geographie, Geowissenschaften oder Archäologie/Ur- und Frühgeschichte; kombinierte Hintergründe werden akzeptiert. Der Semesterbeitrag beträgt ca. 161 €; Studiengebühren fallen keine an.

Absolventinnen und Absolventen arbeiten in Forschungseinrichtungen, Landesämtern für Denkmalpflege, Grabungs- und Prospektionsfirmen, bei Infrastrukturprojekten (z. B. Deutsche Bahn), in Behörden und NGOs im Bereich Kulturerbe sowie in der Klimafolgenforschung. Stellenangebote für Geoarchäologie im engeren Sinne sind selten; gefragt sind vielmehr breite methodische Kompetenzen in Feldarbeit, Labor und Geodatenverarbeitung.

Module im Studium

  • Einführung Geowissenschaften für Archäologinnen / Einführung Archäologie für Geowissenschaftlerinnen
  • Sedimentologie und Quartärgeologie
  • Isotopengeochemie und physikalische Datierungsmethoden
  • Fernerkundung und GIS in der Geoarchäologie
  • Pollenanalyse und Umweltarchive
  • Geoarchäologische Feldarbeit und Prospektion
  • Kulturwissenschaftliche Raumforschung
  • Forschungsgruppe (Semester 1–3)
  • Interdisziplinäres Wahlpflichtmodul
  • Masterarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Analytik von Umweltarchiven
  • Geoarchäologische Feldarbeit
  • Kulturwissenschaftliche Raumforschung

Was du lernst

  • Mensch-Umwelt-Interaktionen über archäologische Zeiträume analysieren
  • Geowissenschaftliche Labormethoden (Isotopenanalyse, Sedimentologie) anwenden
  • GIS und Fernerkundung für archäologische Fragestellungen einsetzen
  • Feldgrabungen und geophysikalische Prospektion eigenständig durchführen
  • Interdisziplinäre Forschungsergebnisse wissenschaftlich kommunizieren
  • Aktuelle Forschungsprojekte in der Forschungsgruppe mitgestalten

Typische Berufsfelder

  • Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie
  • Wissenschaftliche Forschung und Promotion
  • Grabungs- und Prospektionsfirmen
  • Infrastrukturplanung und Umweltverträglichkeitsprüfung
  • Klimafolgen- und Umweltforschung
  • Kulturerbe-NGOs und internationale Organisationen

Branchen

Öffentliche Verwaltung und DenkmalpflegeWissenschaft und ForschungBauwirtschaft und InfrastrukturUmwelt und Klimaschutz

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Bachelorabschluss in Geographie, Geowissenschaften oder Archäologie/Ur- und Frühgeschichte
  • Kombinierter Hintergrund (50/50 Geo/Archäologie) oder B.Sc. Geoarchäologie ebenfalls zugelassen
  • Kenntnisse in Feldarbeit oder Labormethoden von Vorteil
  • Bereitschaft zu Geländearbeit und interdisziplinärem Arbeiten
Offizielle Studienseite
mintfeldarbeitumweltinterdisziplinär

Studieninhalte & Dokumente

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Heidelberg auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Geoarchäologie” an der Universität Heidelberg suchen →

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