Cultural Heritage und Kulturgüterschutz an der Universität Heidelberg
NC-Hinweis: Zulassungsbeschränkt mit Auswahlverfahren: Bewertet werden Abschlussnote (min. 2,3), Studienfach und Motivationsschreiben. Zulassungsordnung der Universität Heidelberg gilt.
Der Master of Arts Cultural Heritage und Kulturgüterschutz an der Universität Heidelberg verbindet kulturwissenschaftliche Theorie mit juristischen, kriminalistischen und naturwissenschaftlichen Aspekten des Schutzes materieller und immaterieller Kulturgüter. Das Programm ist im 2022 gegründeten Heidelberg Centre for Cultural Heritage (HCCH) verankert und deutschlandweit in dieser Kombination einzigartig.
Im ersten Semester werden kulturwissenschaftliche und museumskundliche Grundlagen gelegt, darunter Critical Heritage Studies, Sammlungsmanagement sowie rechtliche und kriminologische Einführungen in den Kulturgüterschutz. Ab dem zweiten Semester spezialisieren sich Studierende durch Wahlmodule: zur Wahl stehen Provenienzforschung, Kulturgutvermittlung, materielle und immaterielle Kulturgüter sowie digitale Denkmaldokumentation. Lehrveranstaltungen mit dem Bundeskriminalamt und den Landeskriminalämtern sowie Zollbehörden vermitteln praktisches Wissen zu Raub, Schmuggel und Restitution von Kulturgut. Naturwissenschaftliche Module decken Materialanalyse und Fälschungserkennung ab.
Im dritten Semester ist ein Pflichtpraktikum von mindestens zwei Monaten bei einem Kooperationspartner vorgesehen – darunter Museen, UNESCO-Welterbestätten, internationale Schutzorganisationen oder NGOs. Das vierte Semester ist der Masterarbeit gewidmet.
Zugangsvoraussetzung ist ein überdurchschnittlicher Abschluss (mind. Note 2,3) in einem geistes-, kultur- oder sozialwissenschaftlichen Studiengang sowie Englischkenntnisse auf C1-Niveau. Der Studiengang ist beschränkt zugänglich; die Studienplatzvergabe erfolgt über ein Auswahlverfahren. Studiengebühren fallen keine an; der Semesterbeitrag beträgt ca. 161 €.
Module im Studium
- Grundlagen Cultural Heritage Studies und Critical Heritage Studies
- Museumskultur und Sammlungsmanagement
- Rechtliche und kriminologische Grundlagen des Kulturgüterschutzes
- Provenienzforschung
- Kulturgüter: materiell und immateriell
- Kulturgutvermittlung und Public History
- Digitales Kulturerbe und Materialanalyse
- Kooperationsveranstaltungen mit BKA, LKA und Zoll
- Pflichtpraktikum
- Masterarbeit
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Provenienzforschung
- Kulturgutvermittlung
- Materielles und immaterielles Kulturerbe
- Digitales Kulturerbe
Was du lernst
- Kulturgüter nach internationalem Recht und UNESCO-Konventionen einordnen
- Provenienzrecherchen in Archiven und Datenbanken durchführen
- Illegalen Kulturgüterhandel erkennen und Restitutionsverfahren begleiten
- Fachpublikum und breite Öffentlichkeit über Kulturerbe informieren
- Denkmale und Sammlungen digital dokumentieren und analysieren
- Wissenschaftlich zu Kulturgüterschutzfragen publizieren
Typische Berufsfelder
- Provenienzforscherin/Provenienzforscher in Museen
- Kulturgutschützerin/Kulturgutschützer bei Behörden
- Kuratorin/Kurator mit Schwerpunkt Kulturerbe
- Kulturerbe-Managerin/Manager bei UNESCO oder ICOM
- Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Mitarbeiter an Forschungsinstituten
- Referentin/Referent für Kulturgüter in Außenministerien
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bachelorabschluss in einem geistes-, kultur- oder sozialwissenschaftlichen Fach
- Abschlussnote mindestens 2,3 (ECTS: B)
- Englischkenntnisse C1-Niveau
- Sehr gute Deutschkenntnisse (DSH 2)
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Heidelberg auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Cultural Heritage und Kulturgüterschutz” an der Universität Heidelberg suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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