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Medical Biometry/Biostatistics

Der Master Medical Biometry / Biostatistics am Institut für Medizinische Biometrie (IMBI) des Universitätsklinikums Heidelberg ist ein hoch spezialisierter berufsbegleitender Studiengang, der Methodikkompetenzen für Planung, Durchführung und Auswertung klinischer Forschungsprojekte vermittelt. Im Manifest unter „Biomedizin, Neurowissenschaften“ geführt, ist der Studiengang inhaltlich ein dezidiert biostatistisch-epidemiologisches Programm – die Brücke zur Biomedizin ergibt sich durch die enge Anbindung an klinische Studien des Universitätsklinikums, des DKFZ und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT).

Der Studiengang ist auf vier Semester ausgelegt und richtet sich an Berufstätige (Vollzeit-Modell ist nicht vorgesehen): Präsenzphasen finden in Blöcken statt, typischerweise Donnerstag bis Samstag, mit insgesamt rund 23 Pflichtveranstaltungen in den ersten drei Semestern. Curricular gliedert sich das Programm in sieben Module: Biometrie (Studiendesign, statistische Inferenz), Statistische Verfahren (lineare und verallgemeinerte lineare Modelle, Survival Analysis, Mixed Models), Studien (Phase-I- bis Phase-IV-Studien, Adaptive Designs), Datenmanagement (REDCap, klinische Datenbanken, CDISC, FAIR-Daten), Epidemiologie (deskriptive und analytische Epidemiologie, Beobachtungsstudien, Risikokommunikation), Medizin (medizinische Grundlagen für Statistiker:innen) und Vertiefungen (z. B. Onkologische Statistik, Bayessche Methoden, Maschinelles Lernen in der Medizin). Im vierten Semester wird die Masterarbeit verfasst, häufig im engen Bezug zu einem laufenden Forschungsprojekt der Heimatinstitution.

Das IMBI gehört zu den größten universitären Biostatistik-Instituten Deutschlands und ist über Koordinierungszentren für Klinische Studien (KKS) und das Netzwerk Klinische Studien Heidelberg an zahlreichen multizentrischen Phase-III-Studien beteiligt. Berufseinstiege oder -aufstiege liegen typischerweise in pharmazeutischen Unternehmen (Biostatistik-Abteilungen), in CROs, in akademischen Forschungseinrichtungen, in Bundesoberbehörden (BfArM, PEI, RKI) sowie in der amtlichen Statistik.

Vorausgesetzt werden ein erster Hochschulabschluss in Mathematik, Statistik, Medizin, Pharmazie oder Naturwissenschaften, mindestens einjährige einschlägige Berufserfahrung im medizinisch-statistischen Umfeld, gute Englischkenntnisse sowie eine Eignungsfeststellung; eine Studiengebühr fällt an.

Der Studiengang ist auf eine kleine Kohorte von rund 20 Studierenden pro Jahrgang ausgelegt, was eine sehr enge persönliche Betreuung durch die Dozentinnen und Dozenten ermöglicht. Lehrende sind durchweg promovierte Biostatistikerinnen und Biostatistiker des IMBI sowie externe Gäste aus der pharmazeutischen Industrie und aus Bundesoberbehörden. Software-Schwerpunkt ist R (mit umfangreichen Schulungen zu tidyverse, survival, brms), ergänzt durch SAS für regulatorische Studien und Stata für Epidemiologie. Im Modul Vertiefungen wählen Studierende aktuelle Felder wie Bayessche Adaptive Trials, Real-World-Evidence-Studien oder Causal Inference für Beobachtungsdaten. Ein eigenes Methodenkolloquium öffnet Studierende für die laufenden DFG- und BMBF-Projekte des Instituts. Die Studiengebühren liegen aktuell bei rund 8.000 EUR pro Semester; in vielen Fällen werden die Kosten vom Arbeitgeber (Pharmafirma, CRO, Uniklinikum) übernommen. Die Studienorganisation in Blöcken ermöglicht es Berufstätigen, ohne längere Auszeit aus dem Arbeitsverhältnis einen wissenschaftlich anspruchsvollen Master abzuschließen.

Module im Studium

  • Biometrie und Studiendesign
  • Statistische Verfahren I (LM, GLM, GEE)
  • Statistische Verfahren II (Survival, Mixed Models)
  • Klinische Studien (Phase I-IV, adaptive Designs)
  • Datenmanagement (REDCap, CDISC, FAIR)
  • Epidemiologie
  • Medizinische Grundlagen
  • Vertiefung (Bayessche Methoden / Onkologische Statistik / ML)
  • Wahlmodul
  • Masterarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Klinische Biostatistik (Onkologie)
  • Pharmakoepidemiologie
  • Bayessche Methoden
  • Maschinelles Lernen in der Medizin

Was du lernst

  • Klinische Studien biometrisch planen
  • Statistische Analysen für regulatorische Anträge erstellen
  • Klinische Datenbanken FAIR-konform aufbauen
  • Epidemiologische Beobachtungsstudien auswerten
  • Forschungsbefunde adressatengerecht kommunizieren
  • Eigene Forschungsarbeit publikationsreif darstellen

Typische Berufsfelder

  • Biostatistik in Pharmaunternehmen
  • Contract Research Organisations (CROs)
  • Akademische Forschung (Uniklinika)
  • Bundesoberbehörden (BfArM, PEI, RKI)
  • Amtliche Statistik
  • Health Technology Assessment

Branchen

Pharma und Life SciencesGesundheitswesenWissenschaft und ForschungÖffentlicher DienstBeratung (Health Economics)

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Erster Hochschulabschluss (Mathematik/Statistik/Medizin/Naturwiss.)
  • Mind. 1 Jahr einschlägige Berufserfahrung
  • Gute Englischkenntnisse
  • Statistische Grundkenntnisse (R/SAS)
  • Bestandene Eignungsprüfung
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Medical Biometry/Biostatistics Master Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Heidelberg auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Biomedizin, Neurowissenschaften” an der Universität Heidelberg suchen →

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