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Sozialökonomie

Universität Hamburg Hamburg Bachelor (Bachelor/Bakkalaureus)

NC-Hinweis: Sozialökonomie

Der B.A. Sozialökonomie an der Universität Hamburg ist ein traditionsreicher interdisziplinärer Bachelor an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und geht auf die 1948 gegründete Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP) zurück. Anders als ein klassischer VWL- oder BWL-Bachelor verbindet er Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Rechtswissenschaft systematisch zu einer wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Grundausbildung über 180 ECTS in sechs Regelsemestern. Eine Besonderheit ist die offene Zulassung auch für beruflich Qualifizierte ohne klassisches Abitur – Hamburg führt damit die historische HWP-Tradition fort.

Die Einführungsphase im ersten Studienjahr besteht aus fünf Pflichtmodulen zu je 6 LP: einem interdisziplinären Einführungsmodul sowie Grundlagen in Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Recht. Ergänzt werden sie durch quantitative Methoden in Grundlagen der Mathematik und Grundlagen der Statistik (je 9 LP) sowie zwei Wahlpflichtmodule aus Buchführung, English for Students of Socioeconomics und Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Ab dem dritten Semester wählen Studierende einen von drei Schwerpunkten: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre oder Soziologie. Im Schwerpunktbereich entstehen 30 LP an Vertiefungsmodulen (etwa Mikro- und Makroökonomik, Ökonometrie, Wirtschaftspolitik, Marketing, Finanzwirtschaft, Organisationssoziologie oder Methoden empirischer Sozialforschung) sowie 36 LP an interdisziplinären Aufbaumodulen aus den nicht gewählten Disziplinen. Das sechste Semester schließt mit Vertiefungslehre und der Bachelorarbeit (12 LP) ab. Die Hamburger Sozialökonomie ist explizit pluralistisch ausgerichtet – heterodoxe Ökonomik, kritische Wirtschaftssoziologie und institutionelle Perspektiven haben anders als an reinen VWL-Fakultäten substanziellen Raum.

Absolventinnen und Absolventen profitieren von der Breite der Ausbildung und finden Einstiege in Personalwesen, Marktforschung, Wirtschafts- und Sozialverbände, NGOs, Gewerkschaften, Verwaltung, Stiftungen, Beratung sowie in Unternehmensplanung und Controlling. Eine substanzielle Gruppe wechselt in konsekutive Master in Sozialökonomie, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften oder Politikwissenschaft.

Der Zugang ist zulassungsbeschränkt, jedoch traditionell offen für beruflich Qualifizierte und Studierende ohne Abitur über Hochschulzugangsprüfungen – ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal im deutschen Wirtschaftswissenschaftsangebot. Erwartet werden Interesse an gesellschaftlichen und ökonomischen Zusammenhängen, Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit quantitativen Methoden sowie Lesebereitschaft für teils englischsprachige Fachliteratur. Charakteristisch für Hamburg ist die kritisch-pluralistische Lehrtradition: Heterodoxe Ökonomik, Postkeynesianismus, feministische Ökonomik und institutionelle Perspektiven werden ernsthaft gelehrt und nicht als Randerscheinungen behandelt, ohne dass die mainstream-orientierten Methoden vernachlässigt würden. Auslandssemester sind über das umfangreiche Erasmus- und Bilateral-Netzwerk der WiSo-Fakultät gut realisierbar, ebenso Praktika bei Hamburger Verbänden, Gewerkschaften, Behörden und Wirtschaftsforschungsinstituten wie HWWI und HSU. Die Studierendenzahlen sind mit etwa 1.500 Bachelor-Studierenden im B.A. Sozialökonomie unter den größten der WiSo-Fakultät; entsprechend findet sich eine vielfältige und gut vernetzte Studierendenschaft mit aktiver Fachschaft, eigenen Lesekreisen und einer langen Tradition wirtschaftspolitischer Studierendeninitiativen.

Module im Studium

  • Interdisziplinäres Einführungsmodul
  • Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre
  • Grundlagen der Volkswirtschaftslehre
  • Grundlagen der Soziologie
  • Grundlagen des Rechts
  • Grundlagen der Mathematik
  • Grundlagen der Statistik
  • Wirtschafts- und Sozialgeschichte
  • Buchführung
  • Mikro- und Makroökonomik
  • Empirische Sozialforschung
  • Organisationssoziologie
  • Wirtschaftspolitik
  • Bachelorarbeit Sozialökonomie

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Volkswirtschaftslehre
  • Soziologie

Was du lernst

  • Verständnis ökonomischer und sozialer Zusammenhänge
  • Quantitative Datenanalyse und Statistik
  • Empirische Sozialforschung anwenden
  • Beurteilung wirtschaftspolitischer Instrumente
  • Argumentation aus mehreren Fachperspektiven
  • Sicherer Umgang mit Fachliteratur
  • Eigenständige Forschungsfragen entwickeln
  • Pluralistisches Denken in der Ökonomik

Typische Berufsfelder

  • Personal- und Organisationsentwicklung
  • Marktforschung und Datenanalyse
  • Verbands- und Gewerkschaftsarbeit
  • Öffentliche Verwaltung
  • NGO- und Stiftungsarbeit
  • Unternehmensberatung
  • Controlling und Planung
  • Wissenschaft und Forschung

Branchen

Öffentlicher DienstVerbände und NGOsFinanz- und VersicherungswesenBeratung und MarktforschungBildung und WissenschaftIndustrie und Handel

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Interesse an Wirtschaft und Gesellschaft
  • Bereitschaft zu quantitativen Methoden
  • Gute Lesebereitschaft (auch Englisch)
  • Analytisches Denken
  • Offenheit für interdisziplinäres Arbeiten
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Sozialökonomie Bachelor Teilzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Hamburg auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Wirtschaftswissenschaften, Volkswirtschaft” an der Universität Hamburg suchen →

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