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Sprachen und Kulturen Südostasiens

Universität Hamburg Hamburg Bachelor (Bachelor/Bakkalaureus)

NC-Hinweis: Afrikanische Sprachen und Kulturen – sprachenintensiviert

Der Internationale Bachelorstudiengang Sprachen und Kulturen Südostasiens an der Universität Hamburg ist ein vierjähriger Studiengang mit 240 ECTS an der Abteilung für Sprachen und Kulturen Südostasiens des Asien-Afrika-Instituts. Anders als die meisten geisteswissenschaftlichen Bachelor in Deutschland integriert das Programm verpflichtend ein Auslandsjahr und positioniert sich damit international: Studierende absolvieren das siebte und in Teilen das achte Semester an einer Partneruniversität in der Zielregion, beispielsweise in Bangkok, Yogyakarta, Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt. Hamburg ist einer der wenigen Standorte in Europa, der dauerhaft Lehrstühle für Austronesistik, Thaiistik und Vietnamistik in dieser Breite unterhält und somit eine philologisch wie regionalwissenschaftlich seriöse Ausbildung in Südostasien-Studien ermöglicht.

Das Studium ist um drei Schwerpunktstränge organisiert, zwischen denen Studierende zu Beginn wählen: Austronesistik (mit Indonesisch als Hauptsprache) unter Leitung von Prof. Dr. Elsa Clavé, Thaiistik (Thailändisch) unter Prof. Dr. Volker Grabowsky sowie Vietnamistik (Vietnamesisch) unter Prof. Dr. Jörg Engelbert. In jedem Schwerpunkt werden über sechs Semester systematische Sprachmodule belegt, die von Anfangsstufe bis fortgeschrittenem Lese- und Konversationsniveau führen; ergänzend werden Wahlsprachen wie Lao, Khmer, Sanskrit oder Arabisch angeboten, die für historische Quellenarbeit relevant sind. Die kulturwissenschaftlichen Module behandeln Geschichte Südostasiens, Religionen (Theravada-Buddhismus, Islam in Insularsüdostasien, Volksreligion), Literatur und literarische Übersetzung, politische und soziale Gegenwartsfragen, Migration und Diaspora sowie kolonial- und postkoloniale Theorien. Methodisch werden Einführungen in Philologie, Quellenkritik, Feldforschung und qualitative Sozialforschung vermittelt. Das Auslandsjahr im 7./8. Semester wird in der Regel mit einem Studium an einer Partneruniversität sowie einem Praktikum oder einer eigenständigen Feldarbeit verbunden und über ein Berichtsmodul angerechnet. Die Bachelorarbeit wird im neunten oder zehnten Studienabschnitt verfasst.

Berufliche Einsatzfelder ergeben sich in der internationalen Wirtschaft mit Südostasien-Bezug, in Außenhandelskammern und in Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen vor Ort, in der Entwicklungszusammenarbeit etwa bei GIZ und KfW, in politischen Stiftungen und NGOs, im Tourismusmanagement, in Übersetzung und Lokalisierung, in Museen und Kulturinstituten sowie im akademischen Bereich. Konsekutive Master in Hamburg und international, etwa in Southeast Asian Studies, Buddhist Studies, Anthropologie oder Global Studies, vertiefen Forschungsperspektiven; auch Wechsel in Sinologie, Indologie oder Islamwissenschaft sind verbreitet.

Voraussetzungen sind die allgemeine Hochschulreife, sehr gute Deutschkenntnisse (mindestens C1) sowie nachweisbare Englischkenntnisse auf B2, da viele Aufsätze und Quellen englischsprachig sind. Vorkenntnisse in den Regionalsprachen sind nicht erforderlich. Studierende sollten hohe Sprachlernbereitschaft mitbringen, Interesse an außereuropäischer Kultur- und Religionsgeschichte und finanzielle wie organisatorische Bereitschaft für das verpflichtende Auslandsjahr, das durch DAAD-Stipendien, PROMOS oder Erasmus+ ergänzend gefördert werden kann. Aufgrund der nicht-lateinischen Schriftsysteme (Thai-Schrift, vietnamesische Diakritika, lateinisches Bahasa Indonesia) sollten Studieninteressierte Freude an präziser Schriftbild- und Tonsystemarbeit mitbringen.

Module im Studium

  • Sprachmodul Indonesisch / Thailändisch / Vietnamesisch I-VI
  • Einführung in die Südostasienkunde
  • Geschichte Südostasiens
  • Religionen Südostasiens
  • Literatur und literarische Übersetzung
  • Politik und Gesellschaft Südostasiens
  • Methoden der Philologie und Feldforschung
  • Wahlsprache (Lao, Khmer, Sanskrit oder Arabisch)
  • Auslandsjahr (Studienleistung und Praktikum)
  • Vertiefungsmodul Schwerpunkt
  • Bachelorarbeitsmodul

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Austronesistik (Indonesisch)
  • Thaiistik (Thailändisch)
  • Vietnamistik (Vietnamesisch)

Was du lernst

  • Regionalsprache aktiv und schriftsprachlich beherrschen
  • Historische Quellen Südostasiens interpretieren
  • Religiöse und kulturelle Phänomene analysieren
  • Feldforschung methodisch durchführen
  • Interkulturell kompetent kommunizieren
  • Eigenständig Quellen übersetzen

Typische Berufsfelder

  • Internationale Wirtschaft Südostasien
  • Entwicklungszusammenarbeit (GIZ, KfW)
  • Politische Stiftungen und NGOs
  • Übersetzung und Lokalisierung
  • Tourismus und Kulturmanagement
  • Wissenschaft und Forschung

Branchen

Außenhandel und IndustrieEntwicklungszusammenarbeitDiplomatie und PolitikKultur und MedienForschung und Hochschulen

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Allgemeine Hochschulreife
  • Deutsch C1
  • Englisch B2
  • Hohe Sprachlernmotivation
  • Bereitschaft zum Auslandsjahr
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
2 Varianten dieses Studiengangs 2 Einträge
  • Osteuropastudien Bachelor Teilzeit
  • Sprachen und Kulturen Südostasiens Bachelor Teilzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Hamburg auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Sprach-, Literaturwissenschaften, Dolmetschen und Übersetzen” an der Universität Hamburg suchen →

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