Erziehung, Bildung und Ungleichheit an der Universität Göttingen
Der Master of Arts Erziehung, Bildung und Ungleichheit an der Universität Göttingen ist ein forschungsorientierter Masterstudiengang, der seit dem Wintersemester 2024/25 angeboten wird und das frühere Masterprogramm Erziehungswissenschaft ablöst. Das Studium ist zulassungsfrei und kann in Vollzeit (vier Semester) oder Teilzeit (bis zu sieben Semester) absolviert werden; beide Semesterstarts (Winter und Sommer) sind möglich.
Der Studiengang untersucht, wie aus gesellschaftlichen Differenzen soziale Ungleichheiten entstehen und wie Bildungssysteme, Erziehungsprozesse und institutionelle Strukturen diese Ungleichheiten produzieren, reproduzieren oder abmildern. Im Pflichtbereich (54 ECTS) werden theoretische Grundlagen der Erziehungswissenschaft, Kernthemen der Ungleichheitsforschung, ein Forschungspraktikum und ein Hospitationspraktikum in der Antidiskriminierungsarbeit absolviert. Im Wahlpflichtbereich können drei Schwerpunktperspektiven belegt werden, ergänzt durch Methodenmodule aus der Empirischen Bildungsforschung (qualitativ und quantitativ). Die Masterarbeit (28 ECTS) ist zentraler Abschluss des Studiums.
Beruflich qualifiziert der Abschluss für Leitungspositionen in Bildungseinrichtungen, Bildungspolitik, Beratung und Forschung, die Sensibilität für Diskriminierungs- und Privilegienmechanismen erfordern. Typische Arbeitsfelder liegen in öffentlichen Schulsystemen, sozialen Einrichtungen, Hochschulen, Stiftungen und staatlichen Verwaltungen. Eingruppierungen erfolgen häufig nach TVL-E 13.
Voraussetzung für die Zulassung ist ein fachlich einschlägiger Bachelorabschluss in Erziehungswissenschaft oder einem verwandten Fach (z. B. Soziologie, Diversity Studies, Kulturanthropologie) mit mindestens 150 ECTS und einem Anteil von mindestens 50 ECTS in der Erziehungswissenschaft, davon 8–14 ECTS in empirischen Forschungsmethoden. Internationale Bewerberinnen und Bewerber benötigen Deutschkenntnisse auf DSH-2-Niveau; starke Englischkenntnisse werden empfohlen.
Module im Studium
- Theoretische Grundlagen der Erziehungswissenschaft
- Kernthemen der Ungleichheitsforschung
- Forschungspraktikum
- Hospitationspraktikum Antidiskriminierungsarbeit
- Empirische Forschungsmethoden (qualitativ)
- Empirische Forschungsmethoden (quantitativ)
- Schwerpunktperspektive I
- Schwerpunktperspektive II
- Schlüsselkompetenzen
- Masterarbeit
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Schwerpunktperspektive I
- Schwerpunktperspektive II
- Schwerpunktperspektive III
Was du lernst
- Mechanismen sozialer Ungleichheit in Bildungskontexten analysieren
- Qualitative und quantitative Forschungsmethoden anwenden
- Diskriminierungs- und Privilegienstrukturen erkennen und kritisch reflektieren
- Bildungsinstitutionen aus ungleichheitstheoretischer Perspektive einschätzen
- Selbstständige empirische Forschungsarbeiten planen und durchführen
- Praxisanteile in der Antidiskriminierungsarbeit umsetzen
Typische Berufsfelder
- Leitungspositionen in Bildungseinrichtungen
- Bildungsforschung an Hochschulen und Instituten
- Beratung und Konzeptentwicklung in Bildungspolitik
- Antidiskriminierungsarbeit und Diversity-Management
- Soziale Arbeit und sozialpädagogische Einrichtungen
- Stiftungen und zivilgesellschaftliche Organisationen
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bachelorabschluss in Erziehungswissenschaft oder verwandtem Fach (z. B. Soziologie, Diversity Studies)
- Mindestens 150 ECTS im Bachelor, davon ≥50 ECTS in Erziehungswissenschaft
- 8–14 ECTS in empirischen Forschungsmethoden
- Für internationale Studierende: Deutschkenntnisse DSH-2
- Englischkenntnisse empfohlen
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Göttingen auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Erziehung, Bildung und Ungleichheit” an der Universität Göttingen suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
Falsche Angaben? [email protected]
Lade Beiträge…
Studien-Quiz starten
In 1 bis 4 Minuten zur Empfehlung.
Kommentar schreibenanonym
Hier kannst du Erfahrungen teilen oder Fragen stellen, die andere beantworten. Was hätte dir bei deiner Entscheidung geholfen? Oder was willst du aktuell wissen?