Kunst-Medien-Kulturelle Bildung (Nebenfach)
Kunst-Medien-Kulturelle Bildung lässt sich an der Goethe-Universität Frankfurt ausschließlich als Bachelor-Nebenfach studieren und wird mit einem zulassungsbeschränkten oder zulassungsfreien Hauptfach kombiniert. Das Fach ist am Institut für Kunstpädagogik des Fachbereichs Sprach- und Kulturwissenschaften angesiedelt und versteht sich als Schnittstelle zwischen Kunstwissenschaft, künstlerischer Praxis und Kulturpädagogik. Charakteristisch ist die enge Verzahnung von Theorie und eigener Gestaltungsarbeit sowie die Vernetzung mit der dichten Frankfurter Kulturlandschaft — Museen wie Städel, MMK und Schirn, freie Szenen am Industriepark und im Bahnhofsviertel, Medien- und Kulturinstitutionen der Rhein-Main-Region sind regelmäßig Lern- und Praxisorte. Lehrformate reichen von klassischen Seminaren über atelierbasierte Praxiseinheiten bis zu projektorientierten Vermittlungsworkshops in Kooperation mit kulturellen Partnerinstitutionen.
Das Nebenfach umfasst sechs Module über sechs Semester. Im ersten Studienabschnitt belegen Studierende M1 Praktische Übungen (8 CP) und M2 Grundlagen der Fachwissenschaft und Fachdidaktik (12 CP), die in kunstwissenschaftliche Theorien, Bildanalyse, mediale Kommunikation und didaktische Modelle einführen. Im mittleren Abschnitt vermitteln M3 Grundlagen künstlerischer Gestaltung sowie M4 Kulturelle Bildung und vertiefte Fachdidaktik gestalterische Verfahren und vermittlungsbezogene Konzepte — von Skizze und Komposition über Drucktechniken bis zu Audio- und Video-Editing. In den abschließenden Semestern wählen Studierende einen künstlerischen Schwerpunkt in Grafik/Malerei, Plastik oder Neue Medien und vertiefen in M6 die fachwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Themen wie Visueller Kultur, Gender und Medien, Kunsttheorie und empirischen Methoden der Kulturforschung. Die Lehrenden — überwiegend praktizierende Künstlerinnen, Künstler und kunstwissenschaftliche Forschende — begleiten die Studierenden in Werkstätten, Ateliers und im Diskurs.
Voraussetzung für die Einschreibung ist eine bestandene Eignungsprüfung, in der Bewerberinnen und Bewerber eine künstlerische Mappe vorlegen und ihre gestalterische Befähigung nachweisen. Die Mappe umfasst typischerweise zwölf bis zwanzig eigene Arbeiten aus verschiedenen Medien und wird von einer Kommission begutachtet. Das Fach ist zulassungsfrei, sodass nach erfolgreicher Eignungsprüfung kein zusätzlicher Numerus clausus greift. Sinnvoll sind Interesse an zeitgenössischer Kunst und Medienkultur, Bereitschaft zur eigenen praktischen Arbeit und Offenheit für theoriegeleitete Reflexion. Ein eigenes Hauptfach ist parallel zu wählen — häufig sind Kombinationen mit Germanistik, Soziologie, Erziehungswissenschaften, Geschichte oder Politikwissenschaft.
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für wissenschaftlich, künstlerisch sowie kunst- und kulturpädagogisch orientierte Tätigkeiten in Museen und Ausstellungshäusern, in der außerschulischen kulturellen Bildung, in Stiftungen, kommunalen Kulturämtern, Kulturredaktionen, Verlagen und in der Programmarbeit von Medienhäusern. Häufige Tätigkeitsfelder sind Museumspädagogik, Kuratierung kleinerer Ausstellungen, Konzeption von Bildungsformaten und Workshops sowie Mitarbeit in Festivals und freien Kollektiven. In Kombination mit geeigneten Hauptfächern eröffnen sich auch Wege in Kulturmanagement, Kulturvermittlung und in weiterführende Master- oder Lehramtsstudiengänge mit kunstpädagogischem Profil.
Module im Studium
- M1 Praktische Übungen
- M2 Grundlagen der Fachwissenschaft und Fachdidaktik
- M3 Grundlagen künstlerischer Gestaltung
- M4 Kulturelle Bildung und vertiefte Fachdidaktik
- M5 Künstlerischer Schwerpunkt (Grafik/Malerei, Plastik oder Neue Medien)
- M6 Vertiefung Fachwissenschaft
- Visuelle Kultur und Medientheorie
- Kunst, Kultur, Gender und Medien
- Empirische Methoden der Kulturforschung
- Kunstpädagogische Vermittlung
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Grafik und Malerei
- Plastik
- Neue Medien
Was du lernst
- Kunstwerke und Medienprodukte analysieren
- Eigene künstlerische Arbeiten konzipieren
- Vermittlungs- und Bildungsformate entwickeln
- Theorien visueller Kultur reflektieren
- Empirische Methoden der Kulturforschung anwenden
- Projekte mit Kulturinstitutionen umsetzen
Typische Berufsfelder
- Museums- und Ausstellungsarbeit
- Kulturelle Bildung und Vermittlung
- Kulturredaktion und Verlagswesen
- Kulturmanagement
- Kommunale Kulturarbeit
- Vorbereitung Lehramt oder Kunsttherapie-Master
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bestandene künstlerische Eignungsprüfung
- Interesse an Kunst- und Medientheorie
- Bereitschaft zur künstlerischen Praxis
- Geeignetes Hauptfach im Bachelor
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Kunst-Medien-Kulturelle Bildung (Nebenfach) Bachelor of Arts Vollzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Frankfurt am Main auf ihrer Website.
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