Französische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation an der Universität des Saarlandes
Der Bachelor Französische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation an der Universität des Saarlandes ist ein klassisches Zwei-Fach-Studium mit 180 Credit Points, das sich konsequent an die Grenzlage des Saarlandes anlehnt. Saarbrücken ist eine der wenigen deutschen Universitätsstädte, in denen Frankreich nicht abstraktes Studienobjekt, sondern Teil des Alltags ist – mit dem Frankreichzentrum, der Université de la Grande Région, dem Cluster of Excellence „Romanistik“ und einem dichten Netz frankoromanischer Lehrstühle entsteht ein Studienumfeld, das diese Nähe systematisch nutzbar macht. Studierende belegen zudem regelmäßig Module an den Universitäten Lothringen oder Lüttich im Rahmen der Universität der Großregion, ohne sich neu einschreiben zu müssen.
Über sechs Semester lernen Studierende, die französisch- und frankophonen Kulturräume Europas, Afrikas, Kanadas und der Karibik wissenschaftlich zu analysieren. Das Curriculum kombiniert intensive Sprachpraxis auf hohem Niveau mit Modulen zur Kultur- und Mediengeschichte, zu Theorien der interkulturellen Kommunikation, zu Landeskunde und Politik des frankophonen Raums sowie zu literatur- und filmwissenschaftlichen Analysen. Verpflichtende methodische Module zu qualitativer Sozialforschung, Diskursanalyse und Translationswissenschaft schaffen die wissenschaftliche Basis, die in einem Bachelorkolloquium und der Abschlussarbeit zusammenläuft. Als Hauptfach ist ein Auslandsaufenthalt von mindestens fünf Monaten in einem frankophonen Land verpflichtend, entweder über ein Studiensemester an einer Partneruniversität – etwa in Metz, Lille, Montpellier oder Tunis – oder durch ein qualifiziertes Berufspraktikum. Das Lehrangebot kann mit Komplementärfächern wie Anglistik, Germanistik, BWL, Psychologie oder Informatik kombiniert werden, was den späteren Berufseinstieg deutlich verbreitert.
Typische Berufsfelder liegen in Medien, Verlagswesen und Kulturarbeit, in der Öffentlichkeits- und Pressearbeit grenzüberschreitend tätiger Institutionen, in der internationalen Bildungs- und Forschungskooperation sowie in Marketing-, Vertriebs- und Personalbereichen frankophon agierender Unternehmen. Auch Übersetzungsbüros, Sprachenzentren und Kulturinstitute wie das Institut français oder die Deutsch-Französische Hochschule rekrutieren regelmäßig aus diesem Studiengang. Wer einen Master anschließt, hat in Saarbrücken Zugang zu spezialisierten Programmen wie „Border Studies“, „Frankreichstudien“ oder „Interkulturelle Kommunikation“ und damit zu einem profilierten geisteswissenschaftlichen Karriereweg.
Vorausgesetzt werden gute Französischkenntnisse auf mindestens B2-Niveau zu Studienbeginn, da der Sprachausbau zügig auf C1- und C2-Niveau zielt; Lateinkenntnisse sind hilfreich, aber nicht verpflichtend. Das Programm ist zulassungsfrei und kann zum Winter- oder Sommersemester begonnen werden, wobei der Studienstart im Wintersemester empfohlen wird, da die Sprachpraxis-Module aufeinander aufbauen. Sinnvoll sind außerdem Erfahrungen mit Auslandsaufenthalten, ein ausgeprägtes Interesse an Geistes- und Kulturwissenschaften sowie Lust auf intensive Textarbeit; der Semesterbeitrag liegt bei rund 320 Euro inklusive Semesterticket für das Saarland und Teile Lothringens.
Module im Studium
- Grundmodul Interkulturelle Kommunikation
- Grundmodul Französische Kultur- und Medienwissenschaft
- Sprachpraxis Französisch
- Kulturgeschichte Frankreichs und der Frankophonie
- Medien und Medienwissenschaft im frankophonen Raum
- Methoden interkultureller Forschung
- Interkulturelle Kommunikation in der Praxis
- Auslandsaufenthalt in der Frankophonie
- Wissenschaftliche Abschlussarbeit
Was du lernst
- Analyse frankophoner Kulturen und Medien auf wissenschaftlichem Niveau
- Anwendung von Theorien interkultureller Kommunikation
- Selbstständige Durchführung von Forschungsprojekten zu interkulturellen Fragestellungen
- Kommunikation in deutsch-französischen und internationalen Kontexten
- Kritische Reflexion kultureller Unterschiede und Gemeinsamkeiten
- Professioneller Einsatz von Französisch in kulturwissenschaftlichen Berufsfeldern
Typische Berufsfelder
- Medien und Verlagswesen
- Public Relations und Unternehmenskommunikation
- Grenzüberschreitende Institutionen und EU-Einrichtungen
- Internationale Konzerne in Marketing und Personal
- Kulturvermittlung und Kulturmanagement
- Bildung und Wissenschaftskommunikation
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine Hochschulreife oder gleichwertiger Abschluss
- Französischkenntnisse auf B2-Niveau
2 Varianten dieses Studiengangs 2 Einträge
- Deutsch-französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation Bachelor Teilzeit
- Französische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation Bachelor Teilzeit
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität des Saarlandes auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Französische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation” an der Universität des Saarlandes suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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