Human- und Molekularbiologie
Der Bachelorstudiengang Human- und Molekularbiologie (HOMB) an der Universität des Saarlandes ist ein wissenschaftlich und biomedizinisch ausgerichtetes Programm, das vom interfakultären Zentrum für Human- und Molekularbiologie (ZHMB) getragen wird. ZHMB verbindet die Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät am Campus Saarbrücken mit der Medizinischen Fakultät am Campus Homburg und nutzt damit Lehrressourcen aus beiden Bereichen — ein Profil, das HOMB von klassischen Biologie-Bachelorstudien deutlich abhebt.
Das Studium umfasst sechs Semester und 180 ECTS. Die ersten Semester sind methodisch und naturwissenschaftlich breit angelegt: Studierende belegen Einführungsmodule in Biochemie, Biophysik und Strukturbiologie, Bioinformatik und Statistik, Chemie, Entwicklungsbiologie, Genetik, Histologie und Anatomie, Humanphysiologie, Mathematik, Mikrobiologie, Pflanzenphysiologie, Physik und Zellbiologie. Charakteristisch ist die Tagesstruktur: vormittags Vorlesungen, nachmittags durchgehend Laborpraktika. In der späteren Studienphase wählen Studierende zwei von acht großen Blockpraktika — Biochemistry & Metabolism, Cell Free Biology, Compartmentalization & Self Organization, Immunology & Tumor Biology, Molecular Cell Biology, Molecular Structures of Life, Neurophysiology oder Omics & Big Data —, was eine echte fachliche Profilbildung erlaubt. Das Studium endet mit einer experimentellen Bachelorarbeit in einer der zahlreichen ZHMB-Arbeitsgruppen, zu denen auch das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit und das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) als Partner gehören.
Absolventinnen und Absolventen wechseln überwiegend in den konsekutiven M.Sc. Human- und Molekularbiologie an der UdS oder in benachbarte Master in Molekularer Biotechnologie, Biomedizin, Bioinformatik oder Neurowissenschaft. Direkte Berufseinstiege gibt es in der pharmazeutischen Industrie, in der Biotechnologie, in der medizinischen Diagnostik, in akademischen Forschungslaboren und in der Wissenschaftskommunikation.
Die Zulassung erfolgt ohne Numerus clausus, allerdings über ein internes Bewerbungsverfahren mit Eignungsfeststellung. Erwartet werden allgemeine Hochschulreife, gute Schulkenntnisse in Biologie und Chemie, eine sehr hohe Bereitschaft zu langen Praktikumstagen und Englischkenntnisse für die Fachliteratur.
Module im Studium
- Allgemeine Chemie
- Biochemie
- Biophysik und Strukturbiologie
- Bioinformatik und Statistik
- Genetik
- Zellbiologie
- Mikrobiologie
- Humanphysiologie
- Anatomie und Histologie
- Entwicklungsbiologie
- Blockpraktikum Molecular Cell Biology
- Blockpraktikum Omics & Big Data
- Bachelorarbeit
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Molekulare Zellbiologie
- Immunologie und Tumorbiologie
- Omics und Big Data
- Neurophysiologie
Was du lernst
- Beherrschung biomedizinischer Labormethoden
- Verständnis molekularer Krankheitsmechanismen
- Auswertung großer biologischer Datensätze
- Interpretation strukturbiologischer Befunde
- Eigenständige Versuchsplanung
- Wissenschaftliche Präsentation
Typische Berufsfelder
- Akademische Forschung
- Pharmazeutische F&E
- Biotechnologie
- Medizinische Diagnostik
- Bioinformatik in Kliniken
- Wissenschaftskommunikation
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine Hochschulreife
- Gute Biologie- und Chemiekenntnisse aus der Oberstufe
- Englischkenntnisse für die Fachliteratur
- Bereitschaft zu langen Laborpraktika
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Human- und Molekularbiologie Bachelor of Science Teilzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität des Saarlandes auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Biologie” an der Universität des Saarlandes suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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