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Neurosciences

Der englischsprachige Masterstudiengang Neurosciences an der Universität Bremen ist ein viersemestriger M.Sc. mit 120 ECTS, der die interdisziplinäre Forschungstradition der Reformuniversität in einem Curriculum an der Schnittstelle von zellulärer Neurophysiologie, kognitiver Neurowissenschaft, klinischer Neuropsychologie und Computational Neuroscience bündelt. Träger ist der Fachbereich Biologie/Chemie in enger Kooperation mit Psychologie, Physik und Mathematik; das Programm ist eng mit dem Centre for Cognitive Sciences, dem Center for Computational Neuroscience und dem Bremer Hanse-Wissenschaftskolleg verzahnt.

Im ersten Semester werden vier verbindliche Grundlagenmodule belegt, die das gesamte Spektrum der Neurowissenschaften aufspannen: Zelluläre Physiologie und Neuroanatomie, Neuropsychologie und klinische Neurowissenschaft (neurologische und psychiatrische Erkrankungen), Grundlagen der Computational Neuroscience sowie Einführung in das Programmieren für neurowissenschaftliche Datenanalyse. Im zweiten Semester wählen Studierende drei Module aus einem breiten Wahlpflichtkatalog: Digital Systems Modelling, Network Modelling and Analysis, Functional MR Imaging, Cognitive Psychology and EEG, Neuro- und Elektrophysiologie, Foundations of Machine Learning, Pattern Recognition in the Brain, Cognitive Neuroscience, Neural Networks, Optogenetics and Neuroscience Methods sowie Behavioural Pharmacology. Damit lässt sich das individuelle Profil zwischen experimenteller Bench-Forschung, klinisch-kognitiver Bildgebung und theoretisch-computergestützter Modellierung schärfen.

Die Semester drei und vier sind als Forschungsphase organisiert. Studierende konzipieren ein eigenes Projekt, arbeiten in Bremer Laboren oder bei internationalen Partnern und fertigen die experimentelle Masterarbeit an, die in einem öffentlichen Kolloquium verteidigt wird. Bremen verbindet so klassische Bench-Neurowissenschaft mit Stärken in computational Neuroscience und kognitiver Bildgebung; Studierende profitieren von kleinen Kohorten und intensiver Betreuung.

Absolventinnen und Absolventen sind ideal vorbereitet für eine Promotion an deutschen oder internationalen Graduate Schools, für F&E in Pharma-, Biotech- und MedTech-Unternehmen, für klinisch-neurologische Forschungslabore, für KI-/Daten-Teams im Gesundheitssektor sowie für Wissenschaftskommunikation. Zugangsvoraussetzung ist ein einschlägiger Bachelor mit ausreichenden Anteilen in Biologie, Psychologie, Medizin, Physik, Mathematik oder Informatik und Englischkenntnissen.

Charakteristisch für das Bremer Programm ist die ungewöhnlich breite Aufstellung zwischen experimenteller Neurowissenschaft, Computational Neuroscience und klinischer Neuropsychologie unter einem Curriculum-Dach. Studierende können sich entweder klar auf eine dieser Richtungen spezialisieren oder bewusst eine interdisziplinäre Profilbildung wählen. Die Anbindung an das Centre for Cognitive Sciences und an das Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst öffnet Forschungskooperationen mit der Universität Oldenburg und mit international gastierenden Wissenschaftlerinnen. Die Kohorten sind klein und international; die Lehrsprache ist vollständig Englisch. Bremer Forschungsstärken liegen in Wahrnehmungsforschung, computationaler Modellierung sensorischer Systeme, Hirn-Maschine-Schnittstellen und in der Neuro-Optogenetik. Berufseinstiege erfolgen bevorzugt in der Pharmaforschung und in MedTech-Unternehmen Norddeutschlands; viele Absolventinnen promovieren an Universitäten in Deutschland, den Niederlanden oder Großbritannien.

Module im Studium

  • Cellular Physiology and Neuroanatomy
  • Neuropsychology and Clinical Neuroscience
  • Foundations of Computational Neuroscience
  • Programming for Neuroscientists
  • Functional MR Imaging
  • Cognitive Psychology and EEG
  • Neuro- und Elektrophysiologie
  • Foundations of Machine Learning
  • Optogenetics and Neuroscience Methods
  • Behavioural Pharmacology
  • Lab Rotation/Forschungsprojekt
  • Masterarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Experimentelle Neurowissenschaft
  • Computational Neuroscience
  • Cognitive Neuroscience
  • Klinische Neuroscience

Was du lernst

  • Neuronale Daten experimentell erheben
  • Kognitive Bildgebung interpretieren
  • Computational Models programmieren
  • Klinische Fragestellungen einordnen
  • Forschungsprojekte autonom leiten
  • Auf Englisch wissenschaftlich publizieren

Typische Berufsfelder

  • Promotion Neurowissenschaften
  • Forschung Pharma/Biotech
  • Klinische Forschung
  • Data Scientist Health
  • Wissenschaftskommunikation
  • Lehre und Hochschule

Branchen

PharmaindustrieBiotechnologieUniversitätsklinikenForschungsinstituteMedTech und KIHochschulen

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Bachelor in Biologie, Psychologie, Medizin oder verwandt
  • Anteile Statistik und Programmierung
  • Englischkenntnisse (B2/C1)
  • Motivation für Laborarbeit
  • Bewerbungs-/Auswahlverfahren
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Neurosciences Master Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Bremen auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Biomedizin, Neurowissenschaften” an der Universität Bremen suchen →

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