Gesundheitsökonomie
Der Masterstudiengang Gesundheitsökonomie (M.Sc.) an der Universität Bayreuth ist einer der profiliertesten Master in diesem Feld in Deutschland und baut konsekutiv auf dem Bayreuther Bachelor Gesundheitsökonomie auf. Träger ist die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät; in der Lehre wirken Lehrstühle aus Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Recht und Medizin zusammen. Das Curriculum verbindet ökonomische Analyse, gesundheitsbezogenes Management und systemwissenschaftliche Perspektiven auf das Gesundheitswesen.
Studierende vertiefen zunächst Methoden in Mikroökonomik, Ökonometrie, Versorgungsforschung und Statistik, bevor sie aus vier Modulbereichen relativ frei wählen können: Gesundheitsökonomie und -politik, betriebswirtschaftliches Gesundheitsmanagement, Medizin und Versorgungsforschung sowie quantitative Methoden. Typische Vertiefungsmodule sind Health Economics, Pharmaökonomie, Krankenhausmanagement, Gesundheitspolitik, Versorgungsforschung sowie empirische Methoden der Evaluationsforschung. Auch rechtswissenschaftliche Module zu Sozialrecht und Vertragsgestaltung im Gesundheitswesen stehen offen.
Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester; ein Studienbeginn ist im Winter- und Sommersemester möglich. Das Programm wird in Vollzeit angeboten und schließt mit einer Masterarbeit ab. Charakteristisch ist die enge Verzahnung mit angewandter Forschung: Lehrstühle veröffentlichen regelmäßig zu Krankenhausvergütung, Pharmamärkten, Prävention und Digital Health, und Studierende werden über Forschungsseminare und Hilfskraftstellen früh eingebunden.
Zugangsvoraussetzung ist ein wirtschaftswissenschaftlicher Bachelorabschluss, idealerweise im Profil Gesundheitsökonomie, mit Mindestnote 2,5; vergleichbare Abschlüsse aus Public Health oder VWL können nach Einzelfallprüfung anerkannt werden. Solide Kenntnisse in Mathematik, Statistik und Mikroökonomik werden vorausgesetzt, zudem Englischkenntnisse für die internationale Forschungsliteratur.
Die Universität Bayreuth pflegt ein dichtes Praxispartner-Netz aus Kliniken, Krankenkassen, Pharma- und MedTech-Unternehmen sowie Politikberatungen. Absolventinnen und Absolventen arbeiten häufig in Strategie- und Stabsabteilungen von Krankenhäusern und Krankenkassen, in der Pharma- und Medizintechnikindustrie, in Beratungen wie IQVIA oder Boston Consulting, in der wissenschaftlichen Politikberatung sowie bei Aufsichtsbehörden wie dem G-BA oder IQWiG. Aufgrund der starken methodischen Ausrichtung ist auch eine Promotion oder ein Wechsel in die akademische Versorgungsforschung ein typischer Karriereweg.
Der Bayreuther Master gilt seit den 1990er Jahren als einer der ersten dezidiert gesundheitsökonomisch ausgerichteten Studiengänge an einer deutschen Universität und prägt damit das Berufsbild der Gesundheitsökonomin in Deutschland mit. Die räumliche Konzentration auf einem grünen Campus mit überschaubaren Jahrgangsgrößen erlaubt eine vergleichsweise enge Betreuung durch die Lehrstühle und einen regelmäßigen Austausch zwischen Studierenden, Promovierenden und Forschenden. Studierende profitieren außerdem von einer ungewöhnlich starken Vernetzung des Bayreuther Alumni-Kreises in deutschen Krankenhausgesellschaften und Pharmaunternehmen – ein Faktor, der den Berufseinstieg erleichtert.
Module im Studium
- Health Economics
- Gesundheitspolitik und -systemforschung
- Pharmaökonomie
- Krankenhausmanagement
- Versorgungsforschung
- Ökonometrie und empirische Methoden
- Mikroökonomik des Gesundheitswesens
- Sozialrecht und Vertragsgestaltung
- Digital Health und Datenanalyse
- Masterseminar Gesundheitsökonomie
- Masterarbeit
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Gesundheitsökonomie und -politik
- Betriebswirtschaftliches Gesundheitsmanagement
- Medizin und Versorgungsforschung
- Quantitative Methoden
Was du lernst
- Gesundheitsökonomische Evaluationen durchführen
- Versorgungsdaten ökonometrisch analysieren
- Strategische Entscheidungen im Klinikmanagement bewerten
- Erstattungs- und Vergütungssysteme verstehen
- Pharma- und MedTech-Märkte einschätzen
- Forschungsfragen empirisch bearbeiten
Typische Berufsfelder
- Strategie- und Stabsstellen in Kliniken
- Krankenkassen-Management
- Pharma- und MedTech-Industrie
- Health Care Consulting
- Politik- und Versorgungsforschung
- Aufsichts- und Selbstverwaltungseinrichtungen
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Wirtschaftswissenschaftlicher Bachelor (idealerweise Gesundheitsökonomie)
- Mindestnote 2,5 im Erststudium
- Sichere Kenntnisse in Mikroökonomik und Statistik
- Englisch für internationale Forschungsliteratur
2 Varianten dieses Studiengangs 2 Einträge
- Gesundheitsökonomie Master Vollzeit
- Lebensmittel- und Gesundheitswissenschaften Master Vollzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Bayreuth auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Gesundheitswissenschaften/-management” an der Universität Bayreuth suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
Falsche Angaben? [email protected]
Lade Beiträge…
Studien-Quiz starten
In 1 bis 4 Minuten zur Empfehlung.
Kommentar schreibenanonym
Hier kannst du Erfahrungen teilen oder Fragen stellen, die andere beantworten. Was hätte dir bei deiner Entscheidung geholfen? Oder was willst du aktuell wissen?