Molekulare Biotechnologie
Der Masterstudiengang Molekulare Biotechnologie (M.Sc.) an der Technischen Universität München wird von der TUM School of Life Sciences in Freising-Weihenstephan getragen und ist trotz der Mapping-Kategorie 'Verfahrenstechnik' inhaltlich ein lebenswissenschaftlich-biotechnologisches Programm mit ausgeprägtem ingenieurwissenschaftlichem Bezug zur biotechnologischen Verfahrenstechnik. Über vier Semester und 120 ECTS verbinden Studierende molekularbiologische Methoden mit Bioprozessen, Bioanalytik und Datenwissenschaft.
Das Curriculum gliedert sich in einen Pflichtbereich (Kernkompetenzen Molekulare Biotechnologie), theoretische und praktische Vertiefungsbereiche sowie interdisziplinäre Ergänzungen. Charakteristische Module sind Molekulare Genetik und Synthetische Biologie, Strukturbiologie und Proteinengineering, Mikrobielle Biotechnologie, Tierische und pflanzliche Zellkultur, Bioprozesstechnik (Upstream/Downstream Processing), Bioanalytik mit Massenspektrometrie und NGS, Bioinformatik und Datenanalyse, Industrielle Enzymologie, Regulatorische Aspekte (GMP, GLP), Bioethik und IP-Management. Im Wahlbereich öffnet sich das Curriculum zu verfahrenstechnischen Modulen aus dem benachbarten Department Chemie und Maschinenwesen, etwa Bioreaktordesign, Scale-up biotechnologischer Prozesse, Aufarbeitungsverfahren und Membrantechnik. Forschungspraktika in den Lehrstühlen für Mikrobielle Biotechnologie, Bioverfahrenstechnik, Strukturbiologie sowie an externen Partnern wie Helmholtz Zentrum München, Roche Penzberg, Boehringer Ingelheim oder Sandoz prägen das praktische Profil. Das vierte Semester ist der Masterarbeit gewidmet, häufig mit experimenteller Forschungsorientierung.
Absolventinnen und Absolventen arbeiten in Forschung und Entwicklung der pharmazeutischen und biotechnologischen Industrie, in der Produktionsentwicklung biotechnologischer Wirkstoffe, in Lebensmittel- und Agrartechnologie-Unternehmen sowie in Diagnostikfirmen. Auch eine Promotion an der TUM, an einem Max-Planck- oder Helmholtz-Institut ist ein häufiger Anschluss. Typische Rollen sind Bioprocess Engineer, Scientist Molecular Biology, Regulatory Affairs Manager, Bioanalytical Scientist oder Process Development Engineer.
Voraussetzung ist ein Bachelor in Molekularer Biotechnologie, Biotechnologie, Bioverfahrenstechnik, Biochemie oder einer eng verwandten Disziplin mit nachweisbaren Kenntnissen in Molekularbiologie, Mikrobiologie, Biochemie und Verfahrenstechnik. Die Zulassung erfolgt über das zweistufige Eignungsverfahren. Sprachlich sind Deutsch- und Englischkenntnisse auf B2-Niveau verpflichtend; viele Module werden in englischer Sprache angeboten.
Module im Studium
- Molekulare Genetik und Synthetische Biologie
- Strukturbiologie und Proteinengineering
- Mikrobielle Biotechnologie
- Bioprozesstechnik Upstream/Downstream
- Tierische und pflanzliche Zellkultur
- Bioanalytik (MS, NGS)
- Bioinformatik und Datenanalyse
- Industrielle Enzymologie
- Bioreaktordesign und Scale-up
- Regulatorische Aspekte (GMP/GLP)
- Forschungspraktikum
- Masterarbeit
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Mikrobielle und industrielle Biotechnologie
- Pharmazeutische Biotechnologie
- Strukturbiologie und Bioanalytik
- Bioverfahrenstechnik
Was du lernst
- Biotechnologische Prozesse entwickeln
- Molekularbiologische Methoden anwenden
- Bioreaktoren auslegen und betreiben
- Bioanalytische Daten interpretieren
- Regulatorische Anforderungen umsetzen
- Forschungsprojekte selbstständig planen
Typische Berufsfelder
- R&D Pharma und Biotech
- Bioprozessentwicklung
- Bioanalytik und Diagnostik
- Regulatory Affairs
- Lebensmittel- und Agrarbiotechnologie
- Promotion
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bachelor Molekulare Biotechnologie/Biotechnologie/Biochemie
- Molekularbiologie und Mikrobiologie
- Biochemie-Grundlagen
- Verfahrenstechnik-Grundkenntnisse
- Deutsch und Englisch B2
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Molekulare Biotechnologie Master of Science Vollzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die TU München auf ihrer Website.
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