Lebensmitteltechnologie
Der Bachelor Lebensmitteltechnologie an der Technischen Universität München wird von der TUM School of Life Sciences am Campus Weihenstephan in Freising getragen und ist einer der ältesten und renommiertesten Studiengänge dieser Fachrichtung in Europa. In sechs Semestern und 180 ECTS verbindet er ingenieurwissenschaftliche, biologische, technologische und biochemische Inhalte entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Lebensmittelproduktion.
Die ersten beiden Semester bilden eine breite naturwissenschaftliche Grundlage: Mathematik, Physik, Allgemeine und Organische Chemie, Biochemie, Mikrobiologie und Botanik. Ab dem dritten Semester rücken die verfahrenstechnischen und technologischen Module ins Zentrum: Technische Mechanik, Wärme- und Stoffübertragung, Apparate- und Anlagenbau, Mess- und Regelungstechnik, Lebensmittelverfahrenstechnik sowie spezialisierte Module zu Getreide-, Milch-, Fleisch- und Getränketechnologie. Hinzu kommen Lebensmittelchemie, Lebensmittelrecht, Hygiene und Qualitätsmanagement sowie ein verpflichtendes Industriepraktikum. Die Bachelorarbeit im sechsten Semester wird häufig in Kooperation mit der Industrie oder den TUM-Lehrstühlen geschrieben.
Absolventinnen und Absolventen finden Beschäftigung in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, im Maschinen- und Anlagenbau für die Nahrungsmittelproduktion, in der Verpackungsindustrie, bei Verbraucherschutzbehörden, in Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer IVV oder dem Max Rubner-Institut sowie in Beratungsunternehmen. Typische Tätigkeitsfelder sind Produktentwicklung, Produktions- und Prozessoptimierung, Qualitätssicherung, Anlagenplanung und Vertrieb. Über 80 Prozent der Jahrgänge wechseln in den konsekutiven Master Lebensmitteltechnologie oder verwandte Programme wie Biotechnologie und Brauwesen.
Besonders attraktiv: Der Studiengang ist an der TUM zulassungsfrei, es gibt also weder NC noch Eignungsverfahren. Bewerbungsschluss ist ungewöhnlich spät am 15. September. Voraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife und der Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse (DSH-2 oder TestDaF 4). Studieninteressierte sollten Interesse an Naturwissenschaften, technisches Verständnis und Spaß an Laborarbeit mitbringen; vorherige Praktika in einem lebensmittelverarbeitenden Betrieb sind hilfreich, aber nicht verpflichtend. Studierende von außerhalb der EU zahlen 2.000 Euro Studiengebühren pro Semester.
Module im Studium
- Mathematik für Ingenieure
- Physik
- Allgemeine und Organische Chemie
- Biochemie
- Mikrobiologie
- Technische Mechanik
- Wärme- und Stoffübertragung
- Lebensmittelverfahrenstechnik
- Apparate- und Anlagenbau
- Mess- und Regelungstechnik
- Lebensmittelchemie
- Lebensmittelrecht und Qualitätsmanagement
- Spezielle Lebensmitteltechnologie (Milch, Fleisch, Getreide, Getränke)
- Industriepraktikum
- Bachelorarbeit
Was du lernst
- Planung und Betrieb lebensmitteltechnischer Anlagen
- Auslegung thermischer und mechanischer Trennverfahren
- Mikrobiologische und chemische Lebensmittelanalytik
- Anwendung von Hygiene- und HACCP-Konzepten
- Produktentwicklung von der Idee zur Pilotanlage
- Anwendung von Prozesssimulationen
- Bewertung von Lebensmittelqualität und -sicherheit
- Projektarbeit in interdisziplinären Teams
Typische Berufsfelder
- Produktentwicklung Lebensmittel
- Produktions- und Prozessleitung
- Qualitätssicherung und Hygienemanagement
- Anlagenplanung und Engineering
- Forschung und Entwicklung
- Technischer Vertrieb
- Lebensmittelaufsicht und Behörden
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine Hochschulreife
- Solide Chemie-, Biologie- und Mathematikkenntnisse
- Deutschkenntnisse auf DSH-2- oder TestDaF-4-Niveau
- Technisches Verständnis und Laborinteresse
- Optional: Vorpraktikum in der Lebensmittelproduktion
2 Varianten dieses Studiengangs 2 Einträge
- Lebensmitteltechnologie Bachelor of Science Vollzeit
- Pharmazeutische Bioprozesstechnik Bachelor of Science Vollzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die TU München auf ihrer Website.
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