Raumentwicklung und Ressourcenmanagement
Der konsekutive Masterstudiengang Raumentwicklung und Naturressourcenmanagement (M.Sc.) ist an der Fakultät Umweltwissenschaften der TU Dresden angesiedelt und integriert Geowissenschaften, Forstwissenschaften, Wasserwesen und Stadt-/Regionalplanung. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester (120 ECTS) im Vollzeitstudium; ein Teilzeitmodell über bis zu acht Semester wird ausdrücklich angeboten und unterstützt Studierende, die nebenher in Planungsbüros oder Behörden arbeiten. Das Programm versteht sich als interdisziplinäre Brücke zwischen raumbezogener Planung und Ressourcenökologie und ist forschungsorientiert, ohne den Anwendungsbezug aus dem Blick zu verlieren. Die Anbindung an das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) sowie an Lehrstühle für Forst, Hydrologie und Geoinformatik verleiht dem Studiengang eine in Deutschland seltene fachliche Breite.
Der Pflichtbereich umfasst sieben Module: UWMRN 1.1 Raumentwicklung, UWMRN 1.2 Naturressourcen, UWMRN 1.3 Spezielle Methoden der Raumentwicklung, UWMRN 1.4 Methoden Naturressourcen, das Projektmodul UWMRN 1.5 Raumentwicklungsprojekt sowie UWMRN 1.6 Naturressourcenprojekt und das verpflichtende sechswöchige Praxismodul UWMRN 1.7 Berufspraxis. Hinzu kommt ein Angleichungskatalog auf Bachelorniveau (mindestens 10 ECTS) und ein Wahlpflichtkatalog auf Masterniveau (mindestens 20 ECTS) in fünf thematischen Clustern: Urbane und räumliche Planung, Schutz- und Nutzungskonflikte, Mobilität und Energie, Umweltentwicklung sowie Naturressourcen und Ökologie; ergänzend gibt es einen Methodenstrang. Methodisch arbeiten Studierende intensiv mit Geoinformationssystemen (ArcGIS, QGIS), Fernerkundungsdaten (Sentinel, Landsat), statistischer Analyse mit R, Modellierung von Stoff- und Energieströmen sowie partizipativen Planungsmethoden und Multi-Criteria-Analyse. Exkursionen in sächsische Mittel- und Großstädte, in den Nationalpark Sächsische Schweiz und in Bergbaufolgelandschaften der Lausitz, Geländeübungen und Projektarbeiten mit kommunalen Praxispartnern prägen das Lernerlebnis. Die Masterarbeit (30 ECTS) wird in der Regel mit einem Forschungsprojekt der Fakultät oder Kooperationen mit dem IÖR verknüpft.
Mit dem M.Sc. sind Absolventinnen und Absolventen für Tätigkeiten in Stadt- und Regionalplanungsbüros, in Umweltverwaltungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene (BMUV, UBA, BfN), in Naturschutzverbänden, internationalen Organisationen (UNEP, FAO, GIZ), Ingenieurbüros und der angewandten Umweltforschung qualifiziert. Auch Beratungstätigkeiten zu Klimaanpassung, Nachhaltigkeit, Renaturierungsstrategien und Ressourcenmanagement sind typisch. Eine Promotion an der Fakultät Umweltwissenschaften ist gut anschlussfähig, ebenso Tätigkeiten in der Energie- und Wasserwirtschaft.
Zulassungsvoraussetzung ist ein qualifizierter Bachelorabschluss in Raum-, Geo-, Umwelt-, Forst-, Agrar- oder verwandten Wissenschaften mit ausreichendem fachlichen Bezug. Empfehlenswert sind Vorkenntnisse in GIS, ein Grundverständnis ökologischer und planerischer Konzepte sowie Englischkenntnisse für die teils englischsprachigen Module. Wer Interesse an Exkursionen und Geländearbeit mitbringt und Freude an interdisziplinärer Teamarbeit hat, profitiert besonders – die TU Dresden setzt explizit auf eine Lehrkultur, in der Studierende verschiedener Bachelor-Herkünfte voneinander lernen. Praxispartner aus sächsischen Kommunen, Landratsämtern und Planungsbüros werden regelmäßig in Projektmodule eingebunden, was den Übergang in den Beruf deutlich erleichtert.
Module im Studium
- UWMRN 1.1 Raumentwicklung
- UWMRN 1.2 Naturressourcen
- UWMRN 1.3 Spezielle Methoden der Raumentwicklung
- UWMRN 1.4 Methoden Naturressourcen
- UWMRN 1.5 Raumentwicklungsprojekt
- UWMRN 1.6 Naturressourcenprojekt
- UWMRN 1.7 Berufspraxis
- Geoinformationssysteme und Fernerkundung
- Stadt- und Regionalplanung (WP)
- Schutz- und Nutzungskonflikte (WP)
- Mobilität und Energie (WP)
- Naturressourcen und Ökologie (WP)
- Masterarbeit
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Kraftwerks- und Anlagentechnik
- Energiesystemanalyse und Modellierung
- Erneuerbare Energien und Sektorkopplung
- Energiemanagement und -wirtschaft
Was du lernst
- Räumliche Planungsprozesse steuern
- Ressourcennutzung ökologisch bewerten
- GIS und Fernerkundung anwenden
- Stoff- und Energieflüsse modellieren
- Konflikte zwischen Schutz und Nutzung moderieren
- Klimaanpassungsstrategien entwickeln
- Interdisziplinär in Projekten arbeiten
Typische Berufsfelder
- Stadt- und Regionalplanungsbüros
- Umweltverwaltung Bund, Länder, Kommunen
- Naturschutz und NGOs
- Internationale Entwicklungszusammenarbeit
- Ingenieurbüros und Umweltgutachten
- Angewandte Umweltforschung
- Klimaanpassungsberatung
- Forst- und Wasserwirtschaft
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Qualifizierter Bachelor in Raum-, Geo- oder Umweltwissenschaften
- Grundkenntnisse in GIS
- Statistik- und Methodenverständnis
- Englisch für Fachliteratur
- Interesse an Geländearbeit
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Raumentwicklung und Ressourcenmanagement Master of Science Teilzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die TU Dresden auf ihrer Website.
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