Digital Humanities an der TU Dresden
Der Masterstudiengang Digital Humanities (M.A.) an der Technischen Universitat Dresden richtet sich an Absolventinnen und Absolventen der Geistes- und Sozialwissenschaften, die digitale Methoden in Forschung, Lehre und kulturellen Institutionen anwenden wollen. Das viersemestrige Programm verbindet geisteswissenschaftliche Theorie mit angewandter Informatik und interdisziplinarer Projektentwicklung.
Das Curriculum gruendet auf drei Saeulen: Grundlagen der Digital Humanities, angewandte Informatikkompetenzen (Programmierung, Datenmanagement, digitale Edition) sowie inter- und transdisziplinare Projektarbeit. Schwerpunkte liegen auf der digitalen Textanalyse, Bild- und Musikwissenschaft, digitaler Kulturgeschichte sowie rechtlichen Grundlagen fuer die Arbeit mit digitalen Medien und urheberrechtlich geschuetzten Quellen. Im dritten Semester absolvieren Studierende ein Pflichtpraktikum (mindestens zehn Wochenstunden) in einer kooperierenden Kulturerbeinstitution oder einem Forschungsprojekt.
Aus vier Wahlpflichtbereichen waehlten Studierende ihre inhaltliche Ausrichtung: Gesellschaft und Geschichte ermoeglicht die Arbeit mit historischen Quellen und digitalen Archiven; Kunst und Bild fokussiert auf visuelle Kulturen und digitale Ausstellungsformate; Schule und Bildung verbindet Digitalisierung mit Paedagogik und Curriculumentwicklung; Sprache und Literatur widmet sich sprach- und literaturwissenschaftlichen Fragestellungen unter digitalen Vorzeichen. Die enge Vernetzung mit der SLUB Dresden, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und dem Institut fuer Saechsische Geschichte ermoeglicht Projektzugaenge in realen Forschungs- und Sammlungskontexten.
Absolventinnen und Absolventen arbeiten in Archiven, Bibliotheken, Museen und Forschungseinrichtungen oder setzen digitale Kulturangebote fuer Kommunen und Tourismusorganisationen um. Das Programm eroffnet auch den Weg zur Promotion. Zulassungsvoraussetzung ist ein geisteswissenschaftlicher Erststudienabschluss sowie Englischkenntnisse auf B2-Niveau; digitale Vorkenntnisse werden im Eignungsverfahren geprueft.
Module im Studium
- Grundlagen der Digital Humanities
- Theoretische und epistemologische Perspektiven auf Kultur und Erbe
- Forschungsdesign und Professionalisierung
- Angewandte Methoden der Digital Humanities
- Computational Thinking und Programmierung
- Kulturerbe, Technologie und Gesellschaft
- Rechtliche Grundlagen digitaler Medien
- Pflichtpraktikum
- Portfolio
- Master-Thesis
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Gesellschaft und Geschichte
- Kunst und Bild
- Schule und Bildung
- Sprache und Literatur
Was du lernst
- Digitale Methoden in geisteswissenschaftliche Forschung einbetten
- Kulturelle Daten erschliessen, kuratieren und visualisieren
- Rechtliche Rahmenbedingungen digitaler Inhalte kennen
- Interdisziplinaere DH-Projekte konzipieren und umsetzen
- Digitale Bestande in Archiven und Sammlungen aufbereiten
- Wissenschaftliche Ergebnisse digital kommunizieren und vermitteln
Typische Berufsfelder
- Kuratorische Taetigkeit in Museen und Sammlungen
- Digitalisierungsprojekte in Archiven und Bibliotheken
- Forschung und Promotion im Bereich Digital Humanities
- Kulturvermittlung und digitale Wissensvermittlung
- Digitale Lehrkonzepte im Bildungsbereich
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Erster Hochschulabschluss in Geistes- oder Sozialwissenschaften
- Englischkenntnisse mindestens B2-Niveau
- Grundlegende digitale Methodenkenntnisse (Eignungspruefung)
- Interesse an der Schnittstelle von Informatik und Geisteswissenschaften
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Digital Humanities Master of Arts Teilzeit
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die TU Dresden auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Digital Humanities” an der TU Dresden suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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