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Umweltinformatik

TU Dresden Dresden Bachelor

Der Bachelor of Science Umweltinformatik an der TU Dresden ist einer der wenigen grundständigen Studiengänge, der konsequent zwei Disziplinen miteinander verbindet: Informatik und Umweltwissenschaften. Angesiedelt an der Fakultät Umweltwissenschaften und in enger Kooperation mit der Fakultät Informatik, profitiert er von einer ungewöhnlich breiten Forschungslandschaft – vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) über das Leibniz-Institut für Ökologische Raumentwicklung bis zum Sächsischen Landesamt für Umwelt. Der Standort Dresden mit seiner starken Hightech-Industrie (Halbleiter, KI, Geodatenwirtschaft) bietet zusätzlich attraktive Schnittstellen zu Werkstudentenstellen und Praktika. Ergänzt wird das Umfeld durch Forschungszentren wie ScaDS.AI Dresden/Leipzig, deren Methoden in den späteren Semestern Eingang in die Lehre finden.

Das sechssemestrige Curriculum mit 180 Leistungspunkten beginnt mit einer breiten Grundlagenphase: Im ersten bis dritten Semester werden Mathematik (Lineare Algebra, Analysis), Informatik (Programmierung, Algorithmen und Datenstrukturen, Datenbanken), Statistik sowie umweltwissenschaftliche Grundlagen in Hydrologie, Meteorologie, Geographie und Ökologie vermittelt. Hinzu kommen die fachprägenden Module Geoinformatik, Kartographie, Fernerkundung, Geosoftware-Entwicklung und Umweltdatenmanagement. Studierende lernen früh, mit Python, R, GIS-Software (QGIS, ArcGIS), Geodatenbanken (PostGIS) sowie Satellitenbildern und maschinellem Lernen zu arbeiten. In Projektübungen werden konkrete Anwendungen wie Sentinel-Bilddatenanalyse, Hochwassersimulation oder Stadtklimamodellierung umgesetzt.

Ab dem vierten Semester wählen die Studierenden zwei von sieben Vertiefungsrichtungen: Geo- und Umweltinformatik, Hydrologie, Meteorologie, Stadtentwicklung und Landmanagement, Geodynamik, Forstwissenschaften oder reine Informatik. Diese Kombinationsfreiheit ist ein zentrales Profilmerkmal – wer etwa Hydrologie mit Informatik kombiniert, wird zur Spezialistin für Wassermodellierung; eine Kombination aus Stadtentwicklung und Geoinformatik führt direkt in Smart-City- und Planungskontexte. Wer Forst- und Geoinformatik verbindet, schult sich für Anwendungen in Waldzustandsmonitoring und Klimaanpassung. Das fünfte Semester ist explizit für individuelle Vertiefung oder einen Auslandsaufenthalt (Erasmus) reserviert; im sechsten Semester folgen ein siebenwöchiges Berufspraktikum und die Bachelorarbeit.

Formal ist der Studiengang zulassungsbeschränkt mit Losverfahren bei Überbuchung. Erwartet werden solide Mathematik- und Physikkenntnisse, Programmierinteresse (Vorkenntnisse sind nicht zwingend, aber sehr hilfreich) und eine klare Affinität zu Umwelt- und Klimathemen. Beruflich qualifiziert der B.Sc. für Tätigkeiten in Umweltbehörden und Landesämtern (Klimaschutz, Hochwasserrisiko, Luftqualität), in Ingenieur- und GIS-Büros, in der Land- und Forstwirtschaft, in der Energieversorgung sowie zunehmend in der Geodatenwirtschaft und im Geomarketing. Wer wissenschaftlich oder in komplexen Modellierungsrollen arbeiten möchte, schließt in der Regel den konsekutiven Master Umweltinformatik bzw. einen Informatik- oder Geoinformatik-Master an. Wegen des wachsenden Bedarfs an Klima- und Umweltdaten-Spezialistinnen sind die Beschäftigungsaussichten in den letzten Jahren deutlich gestiegen, vor allem in den Bereichen Klimaanpassung, Energiewende und Monitoring der EU-Berichtspflichten zu Biodiversität und Treibhausgasen.

Module im Studium

  • Mathematik I (Lineare Algebra)
  • Mathematik II (Analysis)
  • Einführung in die Programmierung
  • Algorithmen und Datenstrukturen
  • Datenbanken
  • Statistik
  • Geoinformatik
  • Kartographie
  • Fernerkundung
  • Geosoftware-Entwicklung
  • Umweltdatenmanagement
  • Hydrologie
  • Meteorologie
  • Ökologie
  • Berufspraktikum
  • Bachelorarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Industrielles Management und Industrie 4.0
  • Energiewirtschaft und Nachhaltigkeit
  • Verkehrs- und Logistikmanagement
  • Wirtschaftsinformatik und Digital Business

Was du lernst

  • Umweltdaten in Python und R analysieren
  • Geodaten in GIS verarbeiten
  • Fernerkundungsdaten klassifizieren
  • Hydrologische und meteorologische Modelle einsetzen
  • Software für Umweltanwendungen entwickeln
  • Interdisziplinär in Umweltprojekten arbeiten

Typische Berufsfelder

  • Umweltdatenanalyse
  • GIS- und Geodatenmanagement
  • Klima- und Hochwasserschutz
  • Smart City und Stadtplanung
  • Forst- und Landwirtschaftsdigitalisierung
  • Umweltberatung
  • Energieversorgung
  • Forschung und Entwicklung

Branchen

Öffentliche UmweltverwaltungGeoinformations- und IngenieurbürosEnergie- und WasserwirtschaftForst- und LandwirtschaftTech und SoftwareForschungseinrichtungen

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Solide Mathematikkenntnisse
  • Interesse an Umwelt- und Klimathemen
  • Affinität zum Programmieren
  • Englisch B2
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Umweltinformatik Bachelor of Science Teilzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die TU Dresden auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Betriebswirtschaftslehre” an der TU Dresden suchen →

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