Journalistik
Der Bachelor Journalistik an der TU Dortmund ist der traditionsreichste universitäre Journalismus-Studiengang Deutschlands und gilt seit den 1970er Jahren als Goldstandard der praktischen Journalistenausbildung. Über acht Semester und 240 Leistungspunkte verbindet das am Institut für Journalistik angesiedelte Studium kommunikationswissenschaftliche Theorie, redaktionelle Werkstattarbeit und ein verbindliches zwölfmonatiges Volontariat in einer professionellen Redaktion. Damit hebt es sich deutlich von rein wissenschaftlichen Medienstudiengängen ab und gilt unter Branchenkennern als formaler Königsweg in den Beruf.
Die ersten Semester legen die Grundlagen in Journalistik, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Recherchetechniken, Medienrecht und -ethik sowie in empirischen Forschungsmethoden. Parallel wählen Studierende ein Komplementärfach (z. B. Politikwissenschaft, Wirtschaft, Sprach- oder Naturwissenschaften), in dem mindestens 30 Leistungspunkte zu erbringen sind und das die spätere Berichterstattungsdomäne prägt. Ab dem dritten Semester rückt die crossmediale Lehrredaktion KURT ins Zentrum: Studierende produzieren Hörfunk, Fernsehen, Online- und Printbeiträge unter realistischen Redaktionsbedingungen, übernehmen reihum Ressort- und Chefdienst-Aufgaben und veröffentlichen über reichweitenstarke Kanäle des Instituts.
Fachlich werden Schreibwerkstatt, Audio- und Videoproduktion, Datenjournalismus, internationale Mediensysteme, Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalismus sowie konfliktsensitive Berichterstattung behandelt. Die im sechsten Semester verfasste Bachelorarbeit verbindet typischerweise eine journalistische Eigenproduktion mit einer wissenschaftlichen Reflexion und wird häufig auf Konferenzen oder bei Branchenpreisen eingereicht. Im siebten und achten Semester absolvieren Studierende ein vom Institut vermitteltes einjähriges Volontariat bei Tageszeitungen, öffentlich-rechtlichen Sendern, Magazinen, Onlineredaktionen oder Nachrichtenagenturen, das durch begleitende Seminare reflektiert wird und in der Regel mit einer regulären Volontärsvergütung verbunden ist.
Absolventinnen und Absolventen arbeiten breit gestreut im professionellen Journalismus: rund 40 Prozent gehen in Rundfunk und Fernsehen, etwa 30 Prozent zu Zeitungen und Magazinen, weitere Anteile in Online-Redaktionen, Agenturen, Public Relations und Unternehmenskommunikation. Auch Forschung und Medienberatung sind realistische Pfade. Der Zugang ist hochselektiv: Es gilt ein hochschuleigenes Eignungsfeststellungsverfahren mit Test und Auswahlgespräch, das deutlich mehr Bewerberinnen abweist als zulässt. Erwartet werden eine ausgeprägte sprachliche Sicherheit im Deutschen, Englischkenntnisse, journalistisches Interesse über Tagesaktualität hinaus sowie idealerweise erste Praktika in Redaktionen, Schülerzeitungen oder freier Mitarbeit. Das Studium verlangt Belastbarkeit, Teamfähigkeit und die Bereitschaft, früh eigene Texte und Beiträge öffentlicher Kritik auszusetzen. Wer die Aufnahme schafft, profitiert von einem dichten Alumni-Netzwerk in praktisch allen relevanten Redaktionen Deutschlands sowie von vielfach prämierten Lehrenden, die in der Branche selbst aktiv sind oder waren. Das Institut pflegt zudem enge Verbindungen zu Programmen wie der DJS München, der Henri-Nannen-Schule und der ifp München, ergänzt diese aber durch eine konsequent akademische Reflexion journalistischer Praxis und durch Forschungsstärke in Bereichen wie Medienethik, Auslandskorrespondenz und digitaler Transformation des Journalismus.
Module im Studium
- Grundlagen der Journalistik
- Medienrecht und Medienethik
- Empirische Methoden der Kommunikationsforschung
- Schreibwerkstatt und Textgenres
- Audio- und Hörfunkjournalismus
- Fernseh- und Videojournalismus
- Online- und Datenjournalismus
- Crossmediale Lehrredaktion KURT
- Internationale Mediensysteme
- Medienökonomie im digitalen Wandel
- Volontariatsbegleitende Seminare
- Bachelorarbeit mit journalistischer Eigenleistung
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Wirtschaftspolitischer Journalismus
- Wissenschaftsjournalismus
- Internationaler Journalismus
- Sportjournalismus
Was du lernst
- Recherche unter Zeit- und Quellendruck
- Crossmediales Produzieren in Audio, Video, Text
- Medienrechtliche und ethische Urteilsfähigkeit
- Empirische Analyse von Medieninhalten
- Komplexe Sachverhalte verständlich vermitteln
- Redaktionelle Teamarbeit und Ressortführung
- Datenrecherche und visuelle Aufbereitung
- Reflexion eigener journalistischer Praxis
Typische Berufsfelder
- Tageszeitungsredaktion
- Hörfunk- und Fernsehredaktion
- Online-Newsroom
- Nachrichtenagentur
- Wissenschafts- oder Wirtschaftsjournalismus
- Public Relations und Unternehmenskommunikation
- Medienforschung
- Freier Journalismus
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Sehr gute Ausdrucksfähigkeit im Deutschen
- Englischkenntnisse
- Allgemeines politisches und gesellschaftliches Interesse
- Erste Praxiserfahrungen in Redaktionen
- Erfolgreiches Eignungsfeststellungsverfahren
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Musikjournalismus und Musikvermittlung Bachelor of Arts Vollzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die TU Dortmund auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Kommunikation und Medien” an der TU Dortmund suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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